











Beschreibung
AUSGEGLICHENE ELTERN - ZUFRIEDENES BABY Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne - aber ebenso viel Unsicherheit. Neben dem Glück tauchen für junge Mütter schnell unzählige Fragen und Herausforderungen auf: Stillen, Wundheilung, Baby-Blues, Schlafmangel Warum ist me...AUSGEGLICHENE ELTERN - ZUFRIEDENES BABY Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne - aber ebenso viel Unsicherheit. Neben dem Glück tauchen für junge Mütter schnell unzählige Fragen und Herausforderungen auf: Stillen, Wundheilung, Baby-Blues, Schlafmangel Warum ist mein Baby so unruhig? Wie merke ich, ob es ihm gut geht oder ob ihm etwas fehlt? Wie viel Zeit darf und muss ich mir für mich selbst nehmen? Die erfahrene Hebamme Viresha J. Bloemeke antwortet auf alles, was Eltern in den ersten Wochen nach der Geburt beschäftigt, und zeigt, wie Sie für das Wohlbefinden Ihres Babys und Ihr eigenes sorgen, um diese besondere Lebensphase voll auskosten zu können. Mit drei großen Spezialkapiteln: - Fragen und Antworten zur Babypflege und -gesundheit - Rückbildungsgymnastik für die Mutter - Ernährung in der Wochenbettzeit - Aktualisierte und überarbeitete Neuausgabe des erfolgreichen Standardwerks -
Vorwort
EIN WORT VORAB Lieber werdender oder junger Vater, liebe Lebenspartnerin, Sie werden vielleicht nicht zur Mehrzahl meiner Leser und Leserinnen gehören. Trotzdem möchte ich Sie zuerst ansprechen, weil Sie sehr zum Gelingen eines schönen Starts Ihrer Familie beitragen können. Ich möchte es nicht versäumen, Ihnen wärmstens ans Herz zu legen, sich mit Ihrer Partnerin schon in der Schwangerschaft Gedanken um die Zeit nach der Geburt zu machen und zusammen ausreichend vorzusorgen, damit der Anfang mit dem Neugeborenen für Sie beide unvergesslich zauberhaft werden kann. Bitte haben Sie Verständnis, wenn ich mich der Einfachheit halber in den folgenden Kapiteln nur an Ihre Partnerin wende. Falls Sie selbst weiterlesen möchten: Darf ich Sie einladen, wie bei einem Beratungsgespräch zwischen mir und der werdenden Mutter zu lauschen? Wenn Sie nicht vorhaben, das ganze Buch zu lesen, so hoffe ich doch, dass die Anregungen, die Ihre Partnerin beim Lesen erhält, in die Gespräche mit Ihnen einfließen werden. Liebe fachlich interessierte Leserinnen und Leser, auch Sie als Großeltern, Freundin, einfach Neugierige oder im Bereich rund um die Geburt beruflich Tätige können sich beim Lesen dieses Buches vorstellen, dass Sie bei einem Beratungsgespräch zugegen sind, bei dem ich mich an eine Schwangere oder frisch gebackene Mutter wende. Liebe werdende oder junge Mutter, da wir uns noch nicht kennen, möchte ich mich hier kurz vorstellen: Ich heiße Viresha Bloemeke, war lange als freiberufliche Hebamme tätig und bin jetzt Therapeutin in Hamburg. Ich möchte Ihnen die Erfahrungen von über dreißig Jahren und weit mehr als einem halben Tausend sogenannter "Wochenpflegen" in diesem Buch weitergeben. Einige Vereinfachungen habe ich mir gestattet: Ihre Lebensgefährtin oder Ihren Partner werde ich öfter einfach Ihren "Mann" oder den "Vater" nennen, und ich werde mich hauptsächlich an Sie wenden, obgleich mir alle Mitglieder Ihrer Familie als Zuhörer sehr wichtig sind. Ebenso werde ich von Ihnen als Paar sprechen, auch wenn ich weiß, dass es viele alleinerziehende Frauen gibt, und von einem Kind, auch wenn Zwillinge geboren werden. Ich gehe davon aus, dass Sie sich auf das Kind freuen, auch wenn mir bewusst ist, dass Frauen mit zwiespältigen Gefühlen oder unter unglücklichen Umständen gebären. Sie sind in meiner Vorstellung gesund und haben ein Zuhause. Der Einfachheit halber wende ich mich in fast allen Kapiteln an Sie als stillende Frau, gehe aber auch auf andere Möglichkeiten der Säuglingsernährung als "Flaschen-Stillen" ein, wie es ein Hebammen-Schülerinnenkurs in Osnabrück nannte. Einiges werden Sie also so umformulieren müssen, dass es auf Ihre persönliche Situation passt. (...) Nachdem mir klar geworden war, dass sich bestimmte Konflikte im Wochenbett ständig wiederholen, ist es mir ein dringendes Anliegen, umfassender vorzubereiten. So schrieb ich u. a. dieses Buch in der großen Hoffnung, dass Sie aus den Erfahrungen anderer Nutzen ziehen können und dass der Zauber des Wochenbetts bei Ihnen und Ihrer Familie nicht in Beziehungsproblemen und Überforderung unterzugehen braucht! Und falls Sie Ihr Baby bereits in den Armen halten, dient Ihnen das Buch als praktisches Nachschlagewerk.
Autorentext
Viresha J. Bloemeke, geb. 1951, besitzt langjährige Erfahrung in der Wochenbettbegleitung; von 1984 bis 2015 war sie als freiberufliche Hebamme tätig. Zusätzlich hat sie Aus- und Fortbildungen in Körpertherapie nach W. Reich, Cranio-Sacral-Therapie, Psychodynamisch-Imaginativer Traumatherapie (PITT) und Zapchen Somatics absolviert und legte 2003 die Prüfung zur Heilpraktikerin für Psychotherapie ab. Seit 2015 ist Viresha J. Bloemeke in ihrer Hamburger Heilpraxis tätig, in der sie Frauen und Paare bei der Bewältigung von psychischen Krisen, Ängsten, Trauer und traumatischen Erlebnissen rund um die Geburt unterstützt. Mit ihrem weitreichenden Wissen möchte Viresha J. Bloemeke jungen Familien beim Start ins Familienleben helfen: "Es ist mir ein großes Anliegen, meine Erfahrungen immer wieder zu ergänzen, sie weiterzugeben und damit die jungen Familien zu stärken."
Leseprobe
(Auszug aus dem Kapitel "Abhängigkeit von Liebe, Nahrung und Pflege rund um die Uhr") DIE SPRACHE DES KINDES ERLERNEN Am Tag der Geburt - vielleicht auch schon in der Schwangerschaft - beginnt der "Fremdsprachen-Intensivkurs" mit Ihrem Kind, bei dem Sie sich an eine lange nicht benutzte Sprache erinnern werden, die Sie selbst am Anfang Ihres Lebens gesprochen haben: die Sprache des Körpers mit Mimik, Gestik und Geräuschen. Die Möglichkeit der "nonverbalen Kommunikation" ist vielen Erwachsenen nicht mehr bewusst und bedarf der Übung wie beim Vokabelnlernen. Mit seinem Weinen drückt Ihr Baby zum Beispiel Hunger aus. In der frühen Wochenbettzeit ist auch noch das Stillen mit Brust oder Flasche fast immer das Allheilmittel, da es Nahrung, Halt, Liebe, Trost, Wärme, Entspannung, Rückverbindung und vieles, vieles mehr gibt! Aber natürlich weint Ihr Kind nicht nur, wenn es trinken will. Unbehagen jeglicher Art teilen Babys mehr oder weniger lautstark und dringlich mit, und nicht jedes unangenehme Gefühl kann von den Eltern beseitigt werden. Üben können Sie als Paar miteinander bereits vor der Geburt und besonders feststellen, wie beglückend es ist, ohne Worte verstanden zu werden und zu verstehen. Ein Übungsfeld ist auch jeder Ort, an dem Menschen zusammen sind. Achten Sie einmal nicht auf die Worte, sondern mehr auf Ausstrahlung, Gestik, Mimik und den Tonfall der Stimme, um einen anderen Menschen zu verstehen. Ein "Wörterbuch" ist auch Ihr eigener Körper, der Signale des Gegenübers aufnimmt und an Sie weitergibt, wenn Sie nah beieinander sind. Sicher kennen Sie Situationen in Bus oder Bahn, in denen die Nähe eines fremden Menschen körperlich so spürbar ist, dass es Ihnen unangenehm wird und Sie Abstand suchen oder - im Gegenteil - angenehme Gefühle Sie durchfluten und Ihnen ganz warm wird. Auch das Kind lernt in den ersten Wochen Ihre Sprache kennen und nutzt dabei seine für die nonverbale Kommunikation vollkommen ausgestatteten Sinne. Es kann Mutter und Vater und fremde Personen unterscheiden, lässt sich lauschend vom Tonfall einer Stimme beeindrucken, von verschiedenen Gerüchen und dem Ausdruck der Gesichter, die in seinem Blickfeld auftauchen. Das Sprechen der Eltern mit ihrem Neugeborenen und das Nähren all seiner Sinne sind ebenso notwendiges Lebenselixier wie das Stillen.
Inhalt
EIN WORT VORAB Was ist das Wochenbett? Wochenbett heute KENNENLERNEN UND KNÜPFEN EINES LEBENSLANGEN BANDES Die ersten Tage nach der Geburt Das Bonding Nach etwa drei Tagen Der Vater knüpft sein Liebesband Rituale mit dem Baby - BABYMASSAGE NACH EVA REICH Mehr Unterstützung - das A und O eines schönen Anfangs Wenn das Knüpfen des Liebesbandes erschwert ist - DIE HERZENSBRÜCKE - DAS BABY-BADERITUAL NACH BRIGITTE MEISSNER Belastungsproben ABHÄNGIGKEIT VON LIEBE, NAHRUNG UND PFLEGE RUND UM DIE UHR Von der Abhängigkeit zur Selbstständigkeit Vorbilder und Pläne werdender Eltern Anpassung an den Rhythmus des Kindes Einsat…