Willkommen, schön sind Sie da!
Logo Ex Libris

Meditation für Anfänger

  • Fester Einband
  • 128 Seiten
(0) Erste Bewertung abgeben
Bewertungen
(0)
(0)
(0)
(0)
(0)
Alle Bewertungen ansehen
(18) LovelyBooks.de Bewertung
LovelyBooks.de Bewertung
(8)
(5)
(4)
(1)
(0)
powered by 
Leseprobe
Die kompakte Einführung in Theorie und Praxis des BuddhismusIn seiner gewohnt offenen Art legt der Meditationslehrer und Bestselle... Weiterlesen
20%
24.90 CHF 19.90
Auslieferung erfolgt in der Regel innert 2 bis 4 Werktagen.
Bestellung & Lieferung in eine Filiale möglich

Beschreibung

Die kompakte Einführung in Theorie und Praxis des Buddhismus

In seiner gewohnt offenen Art legt der Meditationslehrer und Bestsellerautor Jack Kornfield hier eine Anleitung zur Meditation vor. Unabhängig von Konfession oder Glauben erlaubt sie dem interessierten Leser, Schritt für Schritt innere Klarheit und Gelassenheit zu entwickeln - Qualitäten, die bei der Meisterung unseres hektischen Alltags von unschätzbarem Vorteil sind. Ohne jeden Hang zur Mystifizierung beschreibt Kornfield in einfachen Worten, wie wir uns auf dem Königsweg der Meditation von zwanghaften Reaktionen befreien und Stück für Stück Glück und inneren Frieden gewinnen. Die beigefügte CD enthält sechs geführte Meditationen, die den Stufenweg des Buches begleiten.



"Jack Kornfield ist wohl der beste Meditationslehrer, den wir aktuell im Westen haben. Sein Humor, sein Mitgefühl sowie seine Klarheit und Einsicht machen diese CD zu einem kostbaren Schatz, der den Übenden sein Leben lang begleitet."

Autorentext
Jack Kornfield ist promovierter Psychologe und Psychotherapeut, war Mönch in Thailand, Burma und Indien und zählt zu den weltweit anerkannten Vermittlern von buddhistischem Gedankengut für den westlichen Alltag. Er gründete die Insight Meditation Society in Massachusetts und das Spirit Rock Center in Kalifornien, wo er heute lebt.

Reinhard Eichelbeck studierte Psychologie, Germanistik, Kunstgeschichte und Theaterwissenschaft. Ab 1968 arbeitete er als Autor und Regisseur für Hörfunk und Fernsehen. Als Kultur- und Wissenschaftsredakteur beim ZDF war er für die Sendereihe Einblick verantwortlich. Seit 1987 ist er als freier Journalist, Photograph und Schriftsteller tätig. 1991 produzierte er die Fernsehserie Die Erde, der Himmel und die Dinge dazwischen über PSI-Phänomene.

Klappentext

Die kompakte Einführung in Theorie und Praxis des Buddhismus

In seiner gewohnt offenen Art legt der Meditationslehrer und Bestsellerautor Jack Kornfield hier eine Anleitung zur Meditation vor. Unabhängig von Konfession oder Glauben erlaubt sie dem interessierten Leser, Schritt für Schritt innere Klarheit und Gelassenheit zu entwickeln - Qualitäten, die bei der Meisterung unseres hektischen Alltags von unschätzbarem Vorteil sind. Ohne jeden Hang zur Mystifizierung beschreibt Kornfield in einfachen Worten, wie wir uns auf dem Königsweg der Meditation von zwanghaften Reaktionen befreien und Stück für Stück Glück und inneren Frieden gewinnen. Die beigefügte CD enthält sechs geführte Meditationen, die den Stufenweg des Buches begleiten.



Zusammenfassung
Die kompakte Einführung in Theorie und Praxis des Buddhismus

In seiner gewohnt offenen Art legt der Meditationslehrer und Bestsellerautor Jack Kornfield hier eine Anleitung zur Meditation vor. Unabhängig von Konfession oder Glauben erlaubt sie dem interessierten Leser, Schritt für Schritt innere Klarheit und Gelassenheit zu entwickeln Qualitäten, die bei der Meisterung unseres hektischen Alltags von unschätzbarem Vorteil sind. Ohne jeden Hang zur Mystifizierung beschreibt Kornfield in einfachen Worten, wie wir uns auf dem Königsweg der Meditation von zwanghaften Reaktionen befreien und Stück für Stück Glück und inneren Frieden gewinnen. Die beigefügte CD enthält sechs geführte Meditationen, die den Stufenweg des Buches begleiten.



Leseprobe
KAPITEL 1

Die uralte Kunst der Meditation

Dieses Buch behandelt die wesentlichen ungen und Lehren, wie man sie in den besten buddhistischen Klstern findet, in einer dem Westen zuglichen Weise. Du wirst darin mit einigen der einfachsten und am weitesten verbreiteten Meditationsbungen bekannt gemacht, insbesondere den ungen der Achtsamkeit und der liebevollen Gte. Ein ganz zentraler Bestandteil dieser Anleitung sind die sechs Meditationsbungen auf der beiliegenden CD. Diese gefhrten Meditationen wurden entworfen, um dir eine unmittelbare praktische Erfahrung von dem in diesem Buch behandelten Stoff zu vermitteln.
Zweck dieses Unterfangens ist es keineswegs, dass du Buddhist wirst oder fernstliche Zeremonien bzw. rituelle Verbeugungen erlernst. Vielmehr geht es darum zu lernen, wie man meditiert und davon im tichen Leben profitiert. Wenn wir uns die Zeit nehmen, zur Ruhe zu kommen, dann spren wir und jeder Mensch ist dazu in der Lage , dass wir unser Leben viel mitfhlender und wachsamer leben knnten. Zu meditieren bedeutet, dass wir diese innere Fgkeit frdern und sie in unserem Leben zum Ausdruck bringen.
Es gibt viele brauchbare Formen von Meditationsbungen. Im Grunde ist dies jede, die uns hilft, achtsamer und bewusster zu werden fr unseren Krper und unsere Sinne, fr unseren Geist und unser Herz. Es ist nicht so sehr von Bedeutung, welche Art von Meditation du dir auswst. Wichtiger ist es, dass du, nachdem du dich fr eine Art entschieden hast, auch dabei bleibst und sie regelmg
praktizierst. Meditation verlangt Disziplin das ist nicht anders als Klavier spielen zu lernen. Da gengt es auch nicht, gelegentlich ein paar Minuten am Tag zu ben. Wenn du wirklich daran interessiert bist, eine Fertigkeit ernsthaft zu erlernen und Fortschritte zu machen sei es Klavierspielen oder Meditieren , dann braucht es Ausdauer, Geduld und regelmges en.
Suche dir also eine Art von Meditation heraus, die dir zusagt, und praktiziere sie. Arbeite tich daran, wenn mglich mit einem Lehrer oder im Rahmen einer Meditationsgruppe. Bei regelmgem en wirst du allmich die Fgkeit entwickeln, dich ganz dem gegenwigen Augenblick zu ffnen. Du wirst durch das Meditieren Geduld und Mitgefhl entwickeln und offen werden fr alles,
was es hier gibt.
Dieses Buch stellt dir die Grundbungen der Achtsamkeits-Meditation vor, das Herzstck buddhistischer Meditation, auch Vipassana genannt. Vipassana (dieser Ausdruck der Pali-Sprache bedeutet Die Dinge so sehen, wie sie sind) ist die am weitesten verbreitete Meditationsweise in Sdostasien und von zentraler Bedeutung in allen buddhistischen Traditionen. Sie betont die Achtsamkeit und
wie wir unmittelbares Gewahrsein unserer Erfahrungen in allen Bereichen des Handelns entwickeln.
Die Meditationen sollen dir helfen, das Licht der Achtsamkeit auf jeden Aspekt deiner tichen Erfahrungen zu werfen und dir zeigen, wie du die heilende Kraft liebevoller Gte auf dich selbst und andere Menschen ausdehnen kannst. Die Achtsamkeits-ung wird auch Einsicht-Meditation genannt. Dabei geht es nicht darum, die Aufmerksamkeit auf ein Bild von Buddha, eine Gottheit, ein Licht,
eine Kerze oder auf heilige Worte zu lenken. Vielmehr entdecken wir durch die Achtsamkeit eine Mglichkeit, inmitten von Bewegung unbewegt zu bleiben. So knnen selbst ganz weltliche, oft wiederholte Tgkeiten wie Essen, Spazierengehen oder Telefonieren in die meditative Bewusstheit einbezogen und Teil der Achtsamkeits-ung werden. Unsere Meditation ist dadurch keine ung,
die wir von Zeit zu Zeit durchfhren, sondern eher eine Seinsweise, die jeden Augenblick des Tages bei uns ist.

Achtsamkeit hilft uns, geistesgegenwiger und lebendiger auf alles zu reagieren, was uns begegnet, und das zu entwickeln, was Alan Watts als Lebenskunst bezeichnet hat: Lebenskunst ist weder ein sorgloses Dahintreiben noch ein angstvolles Festklammern an der Vergangenheit Sie besteht darin, in jedem Augenblick ganz einfhlsam zu sein, ihn als vllig neu und einzigartig anzusehen und das Bewusstsein offen und ganz und gar empflich zu halten.
Mit dem Meditieren beginnen bedeutet, dass wir unser Leben mit Anteilnahme und Liebenswrdigkeit betrachten und herausfinden, wie man wachsam und frei sein kann. Wir haben so viele Vorstellungen und erzeugungen in Bezug auf uns selbst. Wir erzen uns Geschichten ber das, was wir wollen oder wer wir sind, sei es klug oder sanft. Oft sind das nicht hinterfragte und begrenzte Vorstellungen anderer Menschen, die wir verinnerlicht haben und dann in unserem Leben zum Ausdruck bringen. Meditieren hei, neue Mglichkeiten entdecken und eine Fgkeit entwickeln, die jeder von uns besitzt: nich ein weiseres, liebevolleres, mitfhlenderes und erfllteres Leben zu fhren.

KAPITEL 2

Warum meditieren?

Es gibt eine Geschichte von Buddha, kurz nachdem er seine Erleuchtung erlangt hatte. Er ging eine staubige Landstra entlang und begegnete dabei einem Wanderer.
Der sah in ihm einen schnen Yogi von bemerkenswerter Ausstrahlung.
Du scheinst ganz aurgewhnlich zu sein, sagte der Wanderer.
Was bist du? Eine Art Engel oder Deva? Offensichtlich bist du kein Mensch. Nein, sagte Buddha. Bist du dann vielleicht eine Art Gott? Nein, sagte Buddha. Ein Hexenmeister oder ein Zauberer? Nein, sagte Buddha. Dann bist du also doch ein Mensch? Nein, erwiderte Buddha. Was bist du denn dann?
Darauf antwortete Buddha: Ich bin erwacht.
Mit diesen drei Worten Ich bin erwacht umschreibt er den Kern aller buddhistischen Lehren. Buddha bezeichnet jemanden, der erwacht ist. Ein Buddha zu sein bedeutet, jemand zu sein, der zur wahren Natur von Leben und Tod erwacht ist und inmitten der Welt sein Mitgefhl erweckt und befreit hat.
Die Praxis der Meditation verlangt nicht von uns, dass wir Buddhisten werden oder in Meditation versunkene oder spirituelle Menschen. Sie l uns lediglich dazu ein, die jedem Menschen eigene Fgkeit zu erwachen in Anspruch zu nehmen. Achtsamer zu sein und gegenwiger, mitfhlender und wacher, ist etwas, das wir lernen knnen, wenn wir auf einem Meditationskissen sitzen aber die Achtsamkeit hilft uns auch bei vielen anderen Gelegenheiten: beim
Programmieren eines Computers, beim Tennisspielen, beim Lieben oder beim Spazierengehen am Meer, wenn wir dem Leben lauschen, das uns umgibt. Wach zu sein und wirklich gegenwig, ist tatslich die wesentliche Kunst in allen anderen Knsten.
Was ist das, zu dem wir erwachen sollen? Wir erwachen zu dem, was die Buddhisten das Dharma nennen. Dharma ist ein Wort aus dem Sanskrit und Pali, das sich auf die universellen Wahrheiten bezieht: die Gesetze des Universums und die Lehren, die es beschreiben. In diesem Sinne ist Dharma etwas, das sich augenblicklich enthllen kann. Es ist die Weisheit, die immer gegenwig ist und nur
darauf wartet, entdeckt zu werden.
Das ist etwas anderes, als darauf zu warten, dass Gott in Glanz und Gloria vom Himmel zu uns herabsteigt, oder als eine gro spirituelle Erleuchtung oder als eine wundervolle bersinnliche Erfahrung. Das Dharma der Weisheit, zu dem wir erwachen knnen, ist die Wahrheit, die genau dort ist, wo wir sind wenn wir uns von unseren Fantasien und Erinnerungen lsen und uns auf die Wirklichkeit der Gegenwart einlassen. Wenn wir das tun und ganz aufmerksam sind, dann beginnen wir, die Merkmale des Dharma in eben dem Leben zu erkennen, das wir gerade leben.
Zu den ersten Merkmalen des Dharma, die sich wend der Meditation enthllen, gehren Unbestigkeit und Unsicherheit. So sollst du denken ber diese flchtige Welt, hei es in einem buddhistischen Sutra. Ein Stern in der Derung, eine Luftblase in einem Fluss, ein Lichtblitz in einer Sommerwolke, ein Echo, ein Regenbogen, ein Trugbild und ein Traum. Je ruhiger du sitzt, je genauer du beobachtest, desto deutlicher wird dir, dass sich alles, was
du siehst, in einem Zustand der Vererung befindet. Gewhnlich
erscheint uns alles, was wir erleben, bestig auch unsere Persnlichkeit, unsere Umwelt, unsere Gefhle und die Gedanken in unserem Kopf. Es ist so, wie wenn wir uns einen Film anschauen und derartig von der Handlung gefangen sind, dass sie uns wirklich erscheint, obwohl es sich doch nur um flackernde Lichtbilder auf der Leinwand handelt. Wenn du dich aber sehr sorgfig konzentrierst auf das, was du siehst, dann ist es mglich zu erkennen, dass der
Film in Wirklichkeit aus einer Folge von Standbildern besteht, die eines nach dem anderen ablaufen. Eines erscheint, dann kommt eine kurze Unterbrechung, und dann taucht das nste auf.
Genau das geschieht in unserem Leben. Denn es ist so: Nichts im Leben bleibt fr eine sehr lange Zeit bestig oder unverert.
Du brauchst kein Meister im Meditieren zu sein, um zu erkennen, dass alles stets im Wandel begriffen ist. Konntest du jemals einen bestimmten Geisteszustand ber einen sehr langen Zeitraum aufrechterhalten? Gibt es irgendetwas in deinem Leben, das ganz und gar gleich bleibt?
Dies bringt uns zum zweiten Gesetz des Dharma. Wenn wir wollen, dass Dinge, die sich stig ern, unverert bleiben, und uns daran festklammern, werden wir eine Enttchung erleben und leiden. Nicht, dass wir leiden mssen, und es dient auch nicht dazu, uns zu bestrafen. Es ist einfach der Lauf der Welt und es ist so elementar wie die Schwerkraft. Wenn wir krampfhaft darauf bestehen,
dass etwas so bleibt, wie es ist, dann wird es sich trotzdem verern. Wenn wir versuchen, daran festzuhalten, wie es war, dann wird uns das nur Leid und Enttchung einbringen, denn das Leben ist ein Fluss, und alles ert sich.
Wenn wir also beginnen, die Gesetze des Lebens anzuerkennen dass die Dinge unbestig sind und dass Anhaftung Leid verursacht , dann knnen wir auch fhlen, dass es einen anderen Weg geben muss. Und es gibt ihn. Man knnte diesen Weg als Unsicherheitsweisheit bezeichnen. Das ist die Fgkeit, mit den Vererungen zu flien, zu erkennen, dass sich alles in einem Wandlungsprozess befindet, und sich entspannt in die Ungewissheit zu fgen. Die Meditation lehrt uns, wie wir loslassen und inmitten des Wandels in unserer Mitte bleiben knnen. Wenn wir erst einmal eingesehen haben, dass alles unbestig ist und wir es nicht festhalten knnen und dass wir eine gewaltige Menge Leid auf uns ziehen,
wenn wir daran haften, dass die Dinge gleich bleiben, dann erkennen wir auch, dass die klgere Art zu leben darin besteht, sich zu entspannen und loszulassen. Wir erkennen, dass Gewinn und Verlust, Lob und Tadel, Lust und Pein zum Tanz des Lebens dazugehren, der uns, die wir in einen menschlichen Krper hineingeboren
wurden, auferlegt ist. Loslassen bedeutet nicht, den Dingen gleichgltig gegenberzustehen. Es bedeutet vielmehr, dass wir uns in kluger und den Umsten angepasster Weise um die Dinge kmmern.
In der Meditation schenken wir unserem Krper eine sorgsame und
respektvolle Beachtung.
Wenn wir nach der Natur des Krpers fragen, dann stellen wir fest, dass er wst, altert, gelegentlich krank wird und am Ende stirbt. Bei der Meditation knnen wir den Zustand unseres Krpers unmittelbar empfinden, die Spannungen, die wir in uns festhalten, das Maan Ermdung oder Energie. Zeitweise fhlen wir uns in unserem Krper wohl, zeitweise bereitet er uns Schmerzen. Einmal
sind wir ruhig, ein anderes Mal rastlos. Wend der Meditation haben wir die Empfindung, dass wir unseren Krper nicht wirklich besitzen, sondern ihn vielmehr nur fr eine kurze Zeit bewohnen, und dass er sich in dieser Zeit von selbst verert, ohne sich darum zu kmmern, was wir gerne erleben mchten. Das Gleiche gilt fr unseren Geist und unser Herz, mit seinen Hoffnungen und Befrchtungen, mit Freude und Leid. Je ler wir meditieren, desto mehr
Weisheit erwst uns im Umgang mit dem, was Alexis Zorbas die ganze Katastrophe genannt hat. Anstatt uns vor schmerzhaften Erfahrungen zu frchten und vor ihnen wegzulaufen oder nach angenehmen Erfahrungen zu streben in der Hoffnung, sie mgen andauern, wenn wir uns nur daran festklammern, werden wir schlieich erkennen, dass unser Herz die Fgkeit hat, fr all das gegenwig
zu sein und voller und freier mit dem zu leben, was gerade da ist.
Wenn wir erkennen, dass alles frher oder spr verschwindet, die angenehmen Dinge ebenso wie die unerfreulichen, dann knnen wir uns dazwischen mit Gelassenheit einrichten.
Wir meditieren also, um zur Erkenntnis der Lebensgesetze zu erwachen. Wir erwachen, indem wir die Aufmerksamkeit von der Vielzahl unserer Gedanken und Ideen abziehen und sie auf unseren Krper und unsere Empfindungen lenken. Wir beginnen zu verstehen, wie unser Krper und unser Geist funktionieren, und so knnen wir eine weisere Beziehung zu ihnen aufnehmen. Der Kern dieses inneren ungsweges ist das aufmerksame Lauschen und Achten auf unser Umfeld, auf unseren Krper, auf unseren Geist, auf unser Herz und auf die Welt um uns herum. Das ist es, was als Achtsamkeit bezeichnet wird eine sorgsame und respektvolle Aufmerksamkeit.
Die Achtsamkeit, die wir durch die Meditation lernen, ist unter allen Umsten hilfreich. Man kann sie zum Beispiel wend des Essens einsetzen. Du kannst auf die Stimme in deinem Bauch hren, die sagt: Ich habe genug, ich fhle mich wohl, ich bin gesigt. Du kannst auch auf die Stimme in deiner Zunge hren, die dazwischenflstert: Mensch, aber diese Frucht hat so gut geschmeckt, lass uns noch was davon essen. Du kannst auch auf deine Augen hren, wenn sie sagen: Da drben steht ein Nachtisch, den wir noch nicht probiert haben. Durch Achtsamkeit kannst du lernen, all diese verschiedenen Stimmen in deinem Inneren zu hren. Du kannst ebenso lernen, mit voller Aufmerksamkeit auf deine Gefhle zu achten dir die angenehmen, die neutralen und die unangenehmen Aspekte deiner Erfahrungen bewusst zu machen. Du kannst lernen, dass du dich
nicht vor dem, was schmerzhaft ist, zu frchten brauchst und dass du dich nicht an das zu klammern brauchst, was angenehm ist. Wir sind oft zu dem Glauben erzogen worden, dass das so sein msste, aber wenn wir meditieren, wird es schnell offensichtlich, dass es uns weder zum Frieden noch zum Glcklichsein fhrt, uns an die angenehmen Dinge zu klammern oder die Dinge zu frchten, die uns Schmerz bereiten. Tatsache ist: Die Dinge verern sich, egal ob
wir das nun wollen oder nicht. Wenn wir darauf bestehen, dass alles so bleibt, wie es ist, oder wenn wir das wegston, was wir nicht mgen, dann lassen sich Vererungen auch nicht aufhalten. Es fhrt nur zu weiterem Leiden.
In der Meditation indessen entdecken wir eine natrliche, offenherzige und nicht bewertende Bewusstheit fr unseren Krper und unsere Gefhle. Schritt fr Schritt knnen wir diese gtige und offene Bewusstheit dazu bringen, alles wahrzunehmen, was unseren Geist ausmacht. Wir lernen, das Gesetz der Unbestigkeit zu verstehen und ihm zu vertrauen das hei, dass wir damit anfangen, die Welt so zu sehen, wie sie wirklich ist. Und im Verlauf dieses Prozesses beginnen wir zu begreifen, wie wir zu allem, was ist, mitfhlend, gtig und weise eine Beziehung herstellen knnen.

KAPITEL 3

Vom Nutzen des Meditationsweges

Eines der schnsten Symbolbilder fr Meditation, das ich je gesehen habe, ist ein Poster des lelnden Swami Satchidinanda, der ein gror Yogalehrer der Hindus war.
Auf dem Poster tr er ein kleines orangefarbenes Lendentuch und einen langen, wallenden Bart und balanciert auf einem Bein in einer klassischen Yogahaltung aber dabei steht er auf einem Surfbrett, das eine riesige Welle hinuntergleitet!

Produktinformationen

Titel: Meditation für Anfänger
Untertitel: + CD mit 6 geführten Meditationen für Einsicht, innere Klarheit und Mitempfinden
Autor:
Übersetzer:
EAN: 9783442337330
ISBN: 978-3-442-33733-0
Format: Fester Einband
Herausgeber: Arkana HC
Genre: Yoga & Meditation
Anzahl Seiten: 128
Gewicht: 256g
Größe: H158mm x B156mm x T17mm
Jahr: 2005
Auflage: 15. A.
Land: DE