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Für eine gestärkte Zukunft: Ex Libris muss Filialgeschäft restrukturieren

  • Fokussierung auf Digitalisierung und Konzentration auf 14 stationäre Filialen
  • 114 Mitarbeitende betroffen, Sozialpartner einigen sich auf Sozialplan
  • Ex Libris bleibt Synonym für günstige Medien auf allen Kanälen
Der Strukturwandel im Handelsmarkt spiegelt sich auch im Jahresergebnis 2017 von Ex Libris wider. Die Online-Umsätze stiegen um +8% und erreichten einen neuen Höchstwert. Auf der anderen Seite vermochten sie die Einbussen im stationären Geschäft, welches in den vergangenen drei Jahren umsatzmässig und flächenbereinigt um einen Drittel zurückgegangen ist, nicht zu kompensieren. Deshalb ist die Migros-Tochter gezwungen, ihre Filialstruktur anzupassen. Damit schafft sie ein gesundes Fundament für die Zukunft von Ex Libris – die sich in den letzten Jahren als Omni-Channel-Pionierin und durch günstige Medien auszeichnete. Ex Libris reduziert im laufenden Jahr die Zahl der stationären Verkaufsstellen von 57 auf 14 Filialen, wodurch 114 Stellen verloren gehen. Gemeinsam mit dem Kaufmännischen Verband (kfmv) und der Personalkommission als Sozialpartner konnte Ex Libris einen Sozialplan mit flankierenden Massnahmen erarbeiten, um die mit dem Abbau verbundenen Auswirkungen für die betroffenen Mitarbeitenden abzufedern.

Ex Libris hat sich bereits früh auf die veränderten Konsumgewohnheiten ausgerichtet und wird heute in der Branche als Innovationsführerin anerkannt. Wie der gesamte Detailhandel spürte auch die Medienhändlerin den Preiszerfall durch die Frankenstärke und den aggressiven Preiskampf der internationalen Online-Konkurrenz. Dennoch entwickelte sich das Tochterunternehmen der Migros mit mehr als 21 Millionen Artikeln zum grössten Medien-Online-Shop der Schweiz und zählt zu den Top 10 im gesamten Online-Handel. Demgegenüber zeigte das Geschäft in den stationären Filialen seit Jahren eine stark rückläufige Tendenz. Für viele Filialen kommt erschwerend hinzu, dass längere Öffnungszeiten auch zu einem Kostenanstieg führten. Die bislang ergriffenen Massnahmen, um dem fundamentalen Strukturwandel im Handelsmarkt zu begegnen, reichten nur teilweise aus. Das florierende Online-Geschäft vermochte die Einbussen bei den stationären Verkäufen nicht zu kompensieren.

Schmerzliche Eingriffe unvermeidlich
Bücher, Musik, Filme oder Games werden immer mehr online eingekauft, häufig auch bei internationalen Anbietern. «Diese Entwicklung bekommen unsere Ladengeschäfte in aller Härte zu spüren. Um weiterhin in Wachstumsbereiche investieren und als starkes Unternehmen in die Zukunft gehen zu können, müssen wir deshalb unser Filialnetz gesund aufstellen», sagt Daniel Röthlin, Unternehmensleiter von Ex Libris. «Das ist leider nicht ohne schmerzliche Eingriffe möglich.»

Dazu wurde das Marktpotenzial aller Standorte sorgfältig evaluiert. Aufgrund der Standortfaktoren wie Kundennachfrage, Lage und Entwicklungsmöglichkeiten wurde eine Gesamtbewertung vorgenommen. Im Ergebnis sieht sich Ex Libris gezwungen, das stationäre Verkaufsnetz von heute 57 auf 14 Filialen zu reduzieren. Künftig wird die Medienanbieterin noch an folgenden Standorten stationär präsent sein:

  • Aarau
  • Basel Centralbahnplatz
  • Bern Bahnhof
  • Glattzentrum, Wallisellen
  • Lenzopark, Lenzburg
  • Lyss
  • Pizolpark, Mels

  • Rapperswil
  • Sursee
  • Illuster, Uster
  • Wil SG
  • Zürich Bahnhofplatz
  • Zürich Limmatplatz
  • Zürich Oerlikon

Medienkontakt

Kontakt Migros
Luzi Weber, Mediensprecher MGB, Tel. 058 570 38 21, luzi.weber@mgb.ch, www.migros.ch/medien

Kontakt Ex Libris
Marie-Christine Schindler, Media Relations, Tel. 079 441 71 55, marie-christine.schindler@exlibris.ch

Kontakt Sozialpartner
  • Alain Montani, Präsident Landeskommission der Migros-Gruppe, Tel. 058 574 86 56, Alain.montani@gmnefr.migros.ch
  • Caroline Schubiger, Kaufmännischer Verband Schweiz, Sozialpartnerschaft / Leiterin Detailhandel, Tel 044 283 45 53, caroline.schubiger@kfmv.ch