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«Also stehen meine Chancen ganz klar bei 100 %, zu überleben und zu siegen!»

In ihrer neusten Fantasy-Reihe, den «Nobody Chronicles», stellt Alyssa Day eine unter Depressionen leidende Protagonistin ins Zentrum der Geschichte. Im Interview spricht sie über ihre eigenen Erfahrungen mit psychischen Erkrankungen, ihre Leidenschaft fürs Weltenbauen und verrät, wo sie sich am meisten zu Hause fühlt.


Deutsche Übersetzung

Englisches Original

Alyssa Day hautnah

Porträt Alyssa Day
Bild: © Fox Gradin, Celestial Studios

Interviewt von Ex Libris


12. Juni 2026

Auf Deutsch übersetzt | Zum englischen Original

Ignorieren wir mal alle langweiligen Beschränkungen, die uns die Realität auferlegt: Für welche Quest – real oder in einer Fantasy-Welt – würden Sie sich sofort freiwillig melden?

Die Realität vergessen? Da reden wir vom Traum jeder Fantasy-Autorin! Ich würde mich sofort für eine epische Quest melden. Gebt mir Pferde und Schwerter (ich habe Fechten gelernt!) und kampferprobte Gefährten mit fragwürdigen Beweggründen! Gebt mir Aragorn und Legolas und Gimli! Gebt mir Prinz Kaelen und Soli aus «Nobody’s Quest»! Ich will unter freiem Himmel schlafen und jeden Morgen in dem Wissen aufwachen, dass mein Opfer und mein Einsatz dabei helfen werden, die Welt zu retten!

Und für meine zweite Quest: Wenn wir Atlantis endlich finden (wenn, nicht falls, – ich bin überzeugt davon, danke, Plato), werde ich die Erste sein, die es erforscht. Ich wollte Atlantis schon entdecken, seit ich ein kleines Mädchen war (ja, ich war ein komisches Kind), was auch der Grund dafür ist, dass meine erste Fantasy-Reihe («Warriors of Poseidon») sich um Atlantis dreht!

Folgefrage: Wie hoch schätzen Sie Ihre Chancen ein, besagte Quest zu überleben?

Vergessen wir immer noch die Realität? Dann wäre ich ganz am Ende dabei, von Narben gezeichnet und erschöpft, siegreich. Im echten Leben? Ich bin allergisch gegen Pferde und gehe nicht gerne campen. Also stehen meine Chancen ganz klar bei 100 %, zu überleben und zu siegen!

«Nobody’s Quest» das ist der Titel Ihres neuen Buchs. Worum geht es?

«Nobody’s Quest» handelt von Soli, die eine sogenannte «Greymind» ist (was bedeutet, dass sie unter Depressionen leidet) und deshalb in ihrer Gesellschaft geächtet wird. Sie wird auserwählt, um die Prophezeiung eines Orakels zu erfüllen: «Niemand kann die Göttin des Krieges besiegen.» Irgendjemand hat das endlich wörtlich genommen und tatsächlich einen «Niemand» ausgesucht, der es versuchen soll! Die Welt steht in Flammen, weil die Göttin des Krieges ihre Schwester, die Göttin der Natur und des Gleichgewichts, eingesperrt hat. Soli macht sich auf den Weg – zusammen mit einem Prinzen ohne Königreich, einer Zauberin mit fragwürdiger Magie, zwei Palastwachen, zwei Kriegern mit eigenen Geheimnissen und ihrem besten Freund, einem Dieb. Was sie unterwegs erleben und wie Soli wilde Monster, böse Gegner und die Herausforderungen ihres eigenen Geistes bezwingt, macht das Buch laut Rezensent*innen zu einem, das man nicht aus der Hand legen kann.
Figuren mit psychischen Problemen wurden entweder zum Gespött oder waren nutzlos und mussten von anderen gerettet werden.

Wie ist Ihnen die Idee zu «Nobody’s Quest» gekommen?

Ich lebe seit ich dreizehn Jahre alt bin mit chronischer klinischer Depression und bin schon genauso lange ein riesiger Fantasy-Fan. Aber egal, wie viele Bücher ich gelesen habe, ich habe nie jemanden wie mich als Heldin der Geschichte gefunden. Figuren mit psychischen Problemen wurden entweder zum Gespött oder waren nutzlos und mussten von anderen gerettet werden. Oder, was genauso schlimm war, niemand hatte solche Probleme, es sei denn, sie wurden vom «Bösen» verursacht… und am Ende war alles magisch geheilt! Für diejenigen von uns, die jeden Tag damit leben, gibt es keine magische Heilung. Es gibt Werkzeuge – Therapie, Medikamente, Techniken für die harten, grauen Zeiten – aber am Ende leben wir trotzdem mit einem Gehirn, das nicht ganz so funktioniert wie das aller anderen zu funktionieren scheint.

Ich wollte eine epische Fantasy-Quest schreiben – mein Favorit! – aber mit einer Heldin, die wie ich ist. Die Heldin, von der ich mir als Teenager in einer schrecklichen familiären Situation gewünscht hätte zu lesen. Und Soli erschien mir ganz deutlich in 3D vor Augen. Sie sass auf dem Boden der königlichen Bibliothek und putzte Schimmel von den Bücherregalen, als die Wachen des Königs sie holten, und ich wusste, dass ich ihre Geschichte schreiben musste.

Schon der Titel enthält ein Wortspiel. Welche Bedeutung haben Wortwitz, Wortspiele und der spielerische Umgang mit Sprache grundsätzlich in Ihrem Schreibstil?

Das ist eine interessante Frage! Ich bin für meinen Humor bekannt – ich habe schon riesige, menschenfressende Zucchinipflanzen, Frettchenrennen, freche Götter und jede Menge Schlagabtausch in meine Bücher gepackt. Ich liebe, liebe, liebe Sprache, wie es alle Schriftstellenden tun. Und wie viele Menschen mit Depression nutze ich Humor auch zur Ablenkung, deshalb ist er ein natürlicher Teil meiner Ausdrucksweise.

«Nobody’s Quest» ist der Auftakt einer Trilogie. Es ist aber bei Weitem nicht Ihre erste Buchreihe. Wie fühlt es sich an, eine neue Serie zu starten?

Es fühlt sich wunderbar und furchteinflössend und aufregend an! Ich bin eine begeisterte Weltenbauerin und liebe es, neue Universen für meine Geschichten zu erschaffen. Die Welt meiner «Warriors of Poseidon» hat mir so viel Spass gemacht, dass ich meine «Tiger’s Eye Mysteries» im selben Universum angesiedelt habe, und ich übernehme Figuren aus den jeweiligen Geschichten, obwohl es sich bei der einen Reihe um Fantasy Romance und bei der anderen um Paranormal Fantasy respektive Cosy Mystery handelt. Ich war mehr als bereit, ein neues Universum von Grund auf zu erschaffen, denn die Details einer neuen Welt zu entdecken ist einer meiner liebsten Aspekte am Schreiben!
Ja, wir wissen, dass du Infodumping hasst, aber die Leser*innen müssen schon ein bisschen verstehen, was hier passiert.

Worauf legen Sie beim Schreiben vom ersten Band einer neuen Geschichte besonders wert?

Wow. Auf alles. Wirklich alles. Die Figuren müssen so aufgebaut werden, dass Leser*innen sie kennenlernen wollen, sich für sie interessieren und hoffen, dass sie Erfolg haben und überleben. Das Worldbuilding muss stark genug sein, um mehrere Bücher zu tragen, aber man darf sich auch nicht selbst in die Enge treiben. Es passiert schnell, dass man eine Regel X für die Magie oder Gesetze aufstellt und dann drei oder vier Bücher später merkt, dass man mit dieser Regel absolut nicht arbeiten kann, ohne den aktuellen Handlungsstrang zu zerstören. Es ist also ein Balanceakt zwischen genügend Details, aber nicht so vielen, dass man sich aus Versehen eine zukünftige Storyline versperrt. Und ich bin jemand, der schnell zum «guten Teil» kommen will, sowohl als Leserin als auch als Autorin. Deshalb müssen meine Lektor*innen oft sagen: «Ja, wir wissen, dass du Infodumping hasst, aber die Leser*innen müssen schon EIN BISSCHEN verstehen, was hier passiert.» 😊

Sie sprechen offen darüber, seit vielen Jahren mit Depressionen zu leben. Wie erleben Sie Gespräche über mentale Gesundheit? Wie haben sie sich im Verlaufe des letzten Jahrzehnts verändert?

Sie haben sich für mich enorm verändert, denn 2014 habe ich endlich meiner Familie, meinen Freunden und der Öffentlichkeit von meiner Depression erzählt, nachdem ich sie zuvor mein gesamtes Leben lang verheimlicht habe. Es war eines der beängstigendsten Dinge, die ich je getan habe. Ich war Superwoman, wissen Sie? In meinem Kopf? Die durchsetzungsfähige, ehrgeizige Person, die alles schafft – so stark, immer. Alle wissen zu lassen, dass ich dieses riesige Geheimnis hatte, hat mich völlig verängstigt. Aber ich fühlte mich so alleine. So unglaublich allein, als könnte mich niemand auf der ganzen Welt verstehen, obwohl ich wusste, dass ich Hilfe brauchte.

Zu meinem Schock haben mich fast alle unglaublich unterstützt. Meine Familie und die meisten meiner Freunde natürlich. Aber ich bekam auch über tausend E-Mails und Nachrichten von Leuten, die sagten: «Danke, dass du darüber sprichst. Ich habe mich so allein gefühlt.» Und: «Wenn du mutig genug bist, zu sagen, dass du zum Arzt gegangen bist, um dir Hilfe zu holen, dann kann ich das auch.» Der Tag, an dem eine E-Mail durchkam, die sagte, «Ich war kurz davor, etwas sehr Drastisches zu tun, aber ich habe deinen Blog gelesen und sofort meine Eltern und meinen Arzt angerufen. Du hast mir geholfen, mich zu retten,» habe ich mich hingesetzt und geweint. All die Peinlichkeit und Scham, die ich dafür empfunden hatte, meine Depression zuzugeben – Scham, die ich nie hätte empfinden sollen, die niemand fühlen sollte – war nichts im Vergleich dazu, dass diese Person die Hilfe bekommen hat, die sie brauchte.

Es ist so wichtig, diese Gespräche zu führen. Um Menschen mit psychischen Problemen zu helfen, sich nicht allein zu fühlen. Sich nicht stigmatisiert zu fühlen. Die Generation meiner Kinder ist in dieser Hinsicht viel klüger als wir es waren – sie sind offen dafür, sich Hilfe zu holen, gegenüber Therapie und Medikamenten, auf eine Weise die früher unvorstellbar war. Ich kann nur hoffen, dass es so weitergeht.
Es ist so wichtig, diese Gespräche zu führen.

Hilft Ihnen das Schreiben bei Ihrer mentalen Gesundheit?

Absolut. Und nicht zu schreiben, macht es schlimmer.

Zuerst die Hilfe: An schwierigen Tagen ist es so eine Erleichterung, mich in meine fiktive Welt zu flüchten. Dann bin ich nicht Alyssa, die leidet, sondern Prinz Kaelen, der ein unübertroffener Schwertkämpfer ist, oder Elianna, die Luftberührte und Zauberin. Es ist eine wunderbare Pause von einer grauen Phase. Ganz zu Schweigen davon, dass das Lesen von Fantasy eine grossartige Möglichkeit ist, etwas Abstand vom totalen Chaos der Politik oder dem Zustand der Welt zu gewinnen.

Zweitens, das «Schlimmer»: Es gibt Zeiten, da bin ich zu tief im Grau, um überhaupt schreiben zu können. Ich schaffe es nicht einmal, den Computer zu öffnen. Und die Depression lügt, also flüstert sie in ihrer hinterhältigen Stimme, dass ich wertlos bin, meinen Erfolg nicht verdiene, eine Versagerin bin. Das sind die Tage, an denen ich gegen sie ankämpfen muss. An manchen Tagen ist es schwerer als an anderen, und das sind die Tage, an denen ich mit meinen drei Hunden auf dem Sofa kuschle und mir alte Staffeln von Backshows anschaue. Und Kuchen esse.

Was hilft, an dunklen Tagen ein wenig Licht in Ihr Leben zu bringen?

Umarmungen oder mit Familie und Freunden zu telefonieren. Mit Hunden kuscheln. Kuchen. Aber manchmal muss man die Dunkelheit einfach überstehen. Solis Mantra aus «Nobody’s Quest» ist eins, dass ich schon mein ganzes Leben lang nutze:

Stürme ziehen vorüber.
Schmerz vergeht.
Ich werde niemals aufgeben.
Es gibt Zeiten, da bin ich zu tief im Grau, um überhaupt schreiben zu können.

Sie haben im Laufe Ihres Lebens schon an vielen verschiedenen Orten gelebt – wo fühlen Sie sich am meisten zu Hause?

Ich versuche, mich überall zu Hause zu fühlen, wo ich bin, nachdem ich mit einem Vater bei der Air Force aufgewachsen und mit einem Mann aus der Navy verheiratet bin. Ich habe an vielen Orten in den USA sowie in Japan, den Philippinen und der Türkei gelebt. Ich reise auch so oft ich kann – Deutschland und die Schweiz stehen für 2027 auf meiner Liste! Yay! Aber am meisten fühle ich mich am Strand zu Hause, einfach sitzend und dem Ozean lauschend. Das strahlt eine Ruhe aus, die beruhigt und inspiriert. Zum Glück bin ich hier in Florida nur 20 Minuten vom Strand entfernt!

Welches Genre lesen Sie am liebsten?

Das kann ich nicht beantworten, denn ich lese alles. Und normalerweise vier Bücher gleichzeitig. Aktuell lese ich ein Fantasy-Buch, ein LitRPG, ein klassisches Märchenbuch, eine Biografie und einen Gedichtband von Emily Dickinson. (Ich habe mir «Hope is the thing with feathers» auf meinen Arm tätowieren lassen).

Worauf freuen Sie sich im Moment besonders?

Ich bin gerade im Launch-Modus für «Nobody’s Quest» in den USA und Grossbritannien, und reise kreuz und quer die U.S. Ostküste entlang zu Festivals und Signierstunden, treffe Leser*innen und nehme an Podiumsdiskussionen teil und geniesse die Zeit in vollen Zügen.

Nächsten Monat erscheint die deutsche Ausgabe, und ich freue mich riesig darauf, ein neues Publikum zu erreichen und 2027 nach Europa zu reisen. Die Reaktionen auf Soli und ihre Truppe Abenteurer sind unglaublich, und ich freue mich darauf, überall mit Leser*innen zu sprechen. Ausserdem bin ich fast fertig mit Band 2 der «Nobody Chronicles» – und es macht riesigen Spass! So viele Geheimnisse! So viel Verrat! Prinz Kaelen wird VON DER LEINE GELASSEN! Dieses Buch ist wild, wenn du den Epilog liest, weisst du, was ich meine.
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Lesen Sie «Nobody's Quest» auf Deutsch oder Englisch

Mehr von Alyssa Day.
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The original interview in English | Zur deutschen Übersetzung

Disregarding any «boring restrictions» reality imposes on us, what quest—real or fantasy—would you sign up for in a heartbeat?

Forget reality? Now you're talking a fantasy author's dream! I would sign up for an epic quest in a heartbeat. Give me horses and swords (I took fencing lessons) and battle-hardened companions with dubious motivation! Give me Aragorn and Legolas and Gimli! Give me Prince Kaelen and Soli from «Nobody's Quest»! I want to sleep rough on the road and wake every day knowing my sacrifice and dedication will help save the world!

For my second quest, when we finally find Atlantis (when, not if, I'm convinced, thank you, Plato), I will be first in line to explore. I've wanted to discover Atlantis since I was a little girl (yes, I was a weird kid), which is why my first fantasy series («Warriors of Poseidon») was about Atlantis!

Follow-up question: How high do you think your chances are to survive said quest?

Are we still forgetting reality? I'd be there at the end, scarred and weary, triumphant. In real life? I'm allergic to horses and don't like to camp. So, clearly my chances are 100% to survive and conquer!

«Nobody’s Quest» is the title of your new book. What is it about?

Nobody's Quest is about Soli, reviled by her society for having Gray Mind (we call it depression), who is picked to fulfil the oracles' prophecy that «Nobody can defeat the goddess of war.» Somebody finally took that literally and picked a nobody to try to do it! The world is on fire, because the goddess of war has imprisoned her sister, the goddess of nature and balance. Soli sets forth with a prince with no kingdom, a sorceress with questionable magic, two palace guards, two warriors with secrets of their own, and her best friend, a thief. What they find along the way and how she conquers fierce monsters, evil opponents, and the difficulties of her own mind, make the book what reviewers are calling «unputdownable.»
Any characters with mental health issues were the butt of the joke, or the dead weight that the other characters had to rescue.

How did you come up with the idea for «Nobody’s Quest»?

I've lived with chronic clinical depression since I was thirteen years old, and I've been a huge fantasy fan for just as long. But no matter how many books I read, I never found anybody like me as the hero of the story. Any characters with mental health issues were the butt of the joke, or the dead weight that the other characters had to rescue. Or, just as bad, no character ever had any mental health issues unless they were forced on them by the Big Bad… and all was magically fixed in the end! Well, for those of us who live with this every day, there is no magic cure. There are tools—therapy and medication and techniques we learn to survive the hard, gray times—but in the end, we're still living with the brain that doesn't work quite the way it seems everyone else's does.

I wanted to write an epic quest fantasy—my favorite kind!—but I wanted to center a hero who is like me. The hero I wished I'd been able to read about when I was that teenager living in a horrible family situation. And Soli came to me in vivid 3-D. She was sitting on the floor of the royal library, cleaning mold off bookshelves, when the king's guards came for her, and I knew I had to write her story.

Wordplay is part of the title itself—what role do puns and playful language generally play in your writing?

That's a fun question! I'm known for my humor—I've been known to put giant, people-eating zucchini plants, ferret racing, snarky gods, and lots of banter in my books. I love, love, love language, like every writer does. Plus, like a lot of people with depression, I deflect with humor, so it's a natural part of my lexicon.

«Nobody’s Quest» is the start of a trilogy, but it is not your first series. What does it feel like to begin a brand new one?

It feels wonderful and terrifying and exhilarating! I am a huge world builder and love creating a universe in which to set my stories. So, my universe for the «Warriors of Poseidon» was so much fun to me that I set my «Tiger's Eye Mysteries» in the same world, and I cross over characters, despite one being fantasy romance and the other being paranormal fantasy/cozy mystery. So I absolutely was ready to create a new universe, starting from scratch, because discovering the details of a new world is one of my favorite parts of being a writer!
Yes, we know you hate backstory dump, but the reader has to at least have SOME idea of what's going on here.

When you are writing the first book in a new series, what matters most to you?

Wow. Everything. Everything matters most. You have to set up the characters in a way that readers want to know them and care about them and root for their success and survival. The world-building must be strong enough to carry through multiple books, but you also have to be very careful not to back yourself into a corner. It's far too easy to set up X rule of magic or law and then find out three or four books later that you absolutely cannot work with that rule or your current plot is destroyed. So, it's a juggling act between enough detail but not so much you might inadvertently lock yourself out of a future plot. Also, I'm a «get to the good stuff» reader, and the same as a writer, so my editors often have to say, yes, we know you hate backstory dump, but the reader has to at least have SOME idea of what's going on here.» 😊

You have been open about living with depression for many years. What have conversations around mental health been like for you? How have they changed over the past decade?

They have changed drastically for me, because in 2014, after hiding my depression for my entire life, I finally told my family, friends, and the world. It was one of the scariest things I've ever done in my life. I was Super Woman, you know? In my mind? The tough, Type A person who could do anything—so strong, all the time. To let people know I was hiding this enormous secret terrified me. But I felt so alone. So, so alone, like nobody in the world could possibly understand, even though I knew I needed help.

To my shock, almost everyone was hugely supportive. My family and most of my friends, of course. But I also received more than a thousand emails and messages from people who said, «Thank you for talking about this. I've felt so alone.» And «If you're brave enough to say you went to the doctor for help, I can do that, too.» The day an email came through that said, «I was on the verge of something very drastic, but I read your blog and called my parents and doctor immediately. You helped save me,» I sat down and cried. All the embarrassment and shame I had felt over admitting my depression—shame that I should never have felt, nobody should ever feel—was nothing compared to that person getting the help they needed.

It's so important to have these conversations. To help people with mental health issues not feel alone. Not feel stigmatized. My kids' generation is so much smarter about this than we were—they are open to getting help, to therapy, to medication, in a way that used to be unthinkable. I can only hope that this continues.
It's so important to have these conversations.

Does writing help you with your mental health?

Absolutely. And not writing makes it worse.

First, the help: On difficult days, being able to escape into my fictional world is such a respite. I'm not Alyssa who is suffering, I'm Prince Kaelen who is an unparallelled swordfighter, or Elianna the Air-Touched sorceress. It's a wonderful break from a gray period. Not to mention how reading fantasy is a great way to take a break from the dumpster fire of politics or the state of the world.

Second, the 'worse': There are times when I'm too deep in the gray to be able to write at all. I can't even open my computer. And depression lies, so it whispers in its insidious voice that I'm worthless, that I don't deserve my success, that I'm a loser. Those are the days when I have to fight back. Some days it's harder to do that than others, and those are the days I cuddle with my three dogs on the couch and watch old seasons of baking shows. And eat cake.

On dark days, what helps to bring a little light into your life?

Hugs or phone calls with family and friends. Dog snuggles. Cake. But sometimes you just have to survive the dark. Soli's mantra in «Nobody's Quest» is the one I've used all my life:

Storms pass
Pain ends
I will never quit.
There are times when I'm too deep in the gray to be able to write at all.

You have lived in many different places over the course of your life—where do you feel most at home?

I try to feel at home wherever I am, after growing up with an Air Force dad and being married to a Navy guy. I've lived all over the country and in Japan, the Philippines, and Turkey. Plus, I travel every chance I get—Germany and Switzerland are on my 2027 itinerary! Yay! But I feel most at home at the beach, just sitting and listening to the ocean. There's a sense of peace that soothes and inspires. Luckily, I'm only 20 minutes from the beach here in Florida!

What kind of genre do you enjoy reading the most?

I can't answer this one, because I read everything. And usually four books at once. I'm currently reading a fantasy, a Lit RPG, a book of classic fairy tales, a biography, and a book of poetry by Emily Dickinson. (I have «Hope is the thing with feathers» tattooed on my arm.)

What is something you are looking forward to now?

I'm in US and UK launch mode for «Nobody's Quest», and I have been traveling all over the east coast of the U.S. to festivals and signings, meeting readers and speaking on panels and having a glorious time.

Next month is the German launch, and I'm so excited to reach a new audience and looking forward to travel to Europe in 2027. Honestly, the reaction to Soli and her band of adventurers has been amazing, and I'm looking forward to talking to readers everywhere. Plus, I'm almost finished with book 2 of the «Nobody Chronicles», and it is a BLAST to write. So many secrets! So many betrayals! Prince Kaelen is OFF THE LEASH! This one is wild—if you read that epilogue, you know.
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