

Beschreibung
Ziel der Beiträge ist die pragmatisch verstandene Beschreibung, Konstruktion oder Rekonstruktion von historischen Vorgängen des 'Lesens'. Dabei ist an intendierte und an tatsächliche, an reale und an fiktionale Lesevorgänge gedacht. Die Aufmerksamkeit gilt Str...Ziel der Beiträge ist die pragmatisch verstandene Beschreibung, Konstruktion oder Rekonstruktion von historischen Vorgängen des 'Lesens'. Dabei ist an intendierte und an tatsächliche, an reale und an fiktionale Lesevorgänge gedacht. Die Aufmerksamkeit gilt Strukturen und Modellen der Rezeption, die teils den Texten selbst eingeschrieben sind, teils deren Einrichtung und Ausstattung in den Handschriften bestimmen. Damit wird angewandtes oder doch anwendungsrelevantes Medienwissen beschreibbar: ein Wissen der Produzenten um die Handhabung und die Wirksamkeit der Mittel, deren Einsatz Erkenntnisprozesse im Leser auszulösen und zu steuern vermag; ein Wissen, an dem Autoren, Schreiber und Rezipienten in unterschiedlicher Weise Anteil haben und dessen Aktivierung gerade in verschiedenen Formen des Interferenzen fördernden vermittelnden mündlichen Austauschs geschieht.
Autorentext
Martina Backes
Titularprofessorin für Germanistische Mediävistik, Universität Freiburg Schweiz
Eckart Conrad Lutz
Ordentlicher Professor für Germanistische Mediävistik, Universität Freiburg Schweiz
Stefan Matter
Assistent, Germanistische Mediävistik, Universität Freiburg Schweiz
Klappentext
Ziel der Beiträge ist die pragmatisch verstandene Beschreibung, Konstruktion oder Rekonstruktion von historischen Vorgängen des «Lesens». Dabei ist an intendierte und an tatsächliche, an reale und an fiktionale Lesevorgänge gedacht.
Die Aufmerksamkeit gilt Strukturen und Modellen der Rezeption, die teils den Texten selbst eingeschrieben sind, teils deren Einrichtung und Ausstattung in den Handschriften bestimmen. Damit wird angewandtes oder doch anwendungsrelevantes Medienwissen beschreibbar: ein Wissen der Produzenten um die Handhabung und die Wirksamkeit der Mittel, deren Einsatz Erkenntnisprozesse im Leser auszulösen und zu steuern vermag; ein Wissen, an dem Autoren, Schreiber und Rezipienten in unterschiedlicher Weise Anteil haben und dessen Aktivierung gerade in verschiedenen Formen des ? Interferenzen fördernden ? vermittelnden mündlichen Austauschs geschieht.
Inhalt
Eckart Conrad Lutz: Vom 'punctus flexus' zur Medialität. Zur Einleitung Michael Curschmann: Herrscherporträts in Bild und Schrift. Frühe Kulturen abendländisches Mittelalter Michael Grandmontagne: Lesen im Marmor oder: Vom erkenntnisstiftenden Sehen. Lesevorgänge im Werk von Claus Sluter Susanne Wittekind: Überlegungen zu Gestaltung und Gebrauch illuminierter Dekretalenhandschriften Gregors IX. Stefan Kwasnitza: Lesepraktiken, Ostentationsakte und Traditionsbildung am Beispiel der Freiburger Handfeste Christel Meier: Vergleichende Analysen zu Illustrierung, Kommentar, Narration, Meditation in intermedial angelegten Überlieferungszeugen Felix Heinzer: Zum autographen Text- und Bildvorspann von Gottfrieds von Sankt Viktor Fons Philosophiae Eckart Conrad Lutz: Lesen, Verstehen und Vermitteln im Kompendium des Rektors eines reformierten Chorfrauenstifts Nikolaus Henkel: Text Glosse Kommentar. Die Lektüre römischer Klassiker im frühen und hohen Mittelalter Sylvia Huot: 'Finding Aids' for the Study of Vernacular Poetry in the Fourteenth Century: The Example of the 'Roman de la Rose' Stefan Matter: Exemplarische Lektüren des Ironischen Frauenpreises (Brandis 22) in der Prager Handschrift des sogenannten 'Liederbuches der Klara Hätzlerin' Kattrin Schlecht: 'das ich ouch bischaft mach'. Lesevorgänge und gedankliche Interferenzen am Beispiel des 'Schweizer Anonymus' Armin Brülhart: Der 'gpaur' als Leser. Lesevorgänge in Heinrich Wittenwilers 'Ring' am Beispiel von Saichinkruogs Haushaltslehre Nicole Eichenberger: 'Vom Sünder und der verlorenen Frau'. Erscheinungsformen einer erbaulichen Kurzerzählung Konstruktion und Rezeptionsentwürfe Martina Backes: Lesezeichen. Zur Einrichtung höfischer Romane als Lesetexte am Beispiel des französischen und des deutschen Parzivaldrucks René Wetzel: 'dúr daz wort, in daz wort, an daz wort'. Die Engelberger Lesepredigten zwischen 'lectio, meditatio, contemplatio' und Mystagogik Johanna Thali: 'Qui vult cum Deo semper esse, frequenter debet orare, frequenter et legere'. Formen und Funktionen des Lesens in der klösterlichen Frömmigkeitskultur Béatrice Gremminger: Lesen im Passionstraktat des Nikolaus Schulmeister. Text, Bilder und Einrichtung des Engelberger Autographs von 1396 Nigel F. Palmer: 'Simul cantemus, simul pausemus'. Zur mittelalterlichen Zisterzienserinterpunktion
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