

Beschreibung
In einem luxuriösen Bergresort im verschneiten New Mexico verschwindet eine Frau unter mysteriösen Umständen. Die Privatdetektive Riley McLeod und Greyson Chadwick übernehmen den Fall einer alten Freundin zuliebe. In einer Undercover-Mission geben sie sich als...In einem luxuriösen Bergresort im verschneiten New Mexico verschwindet eine Frau unter mysteriösen Umständen. Die Privatdetektive Riley McLeod und Greyson Chadwick übernehmen den Fall einer alten Freundin zuliebe. In einer Undercover-Mission geben sie sich als Paar aus, das in dem idyllischen Wellness-Paradies entspannen will. Doch sie ahnen nicht, worauf sie sich da eingelassen haben. Je tiefer Riley und Greyson graben, desto näher kommen sie den dunklen Machenschaften einer skrupellosen Organisation, die vor nichts zurückschreckt nicht einmal vor Mord. Während die impulsive Riley mit ihren unkonventionellen Methoden und der kontrollierte, zurückhaltende Greyson alles daransetzen, die Vermisste zu finden, geraten sie selbst ins Visier der Killer. Eine atemlose Hetzjagd durch die eisige Weite der Berge beginnt vorbei an Lügen, Betrug und tödlicher Gefahr.
Autorentext
Dani Pettrey ist für ihre spannenden Romane mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet worden. Im deutschsprachigen Raum sind bisher ihre Alaska-Serie rund um die fünf McKenna-Geschwister, die Baltimore-Reihe sowie die Küstenwachen-Krimis erschienen. Sie ist verheiratet, hat zwei erwachsene Kinder und lebt in Maryland. www.danipettrey.com Instagram: authordanipettrey Facebook: Dani Pettrey
Leseprobe
Riley fuhr im Bett hoch. Schon wieder ein Albtraum. Schweißgebadet blinzelte sie, während sie noch am ganzen Körper vor Angst zitterte. Sie schlug die Bettdecke zurück und fuhr sich mit einer zittrigen Hand durch ihre feuchten Haare. Ihre Seele und ihr Körper waren müde, als sie die Füße auf den winterkalten Fußboden setzte. Sie stand auf und eilte zu dem Haken an der Wand, um ihren Bademantel überzustreifen. Dann lief sie auf Zehenspitzen zu ihren Plüschpantoffeln, die an der gegenüberliegenden Wand standen. Es war der kälteste Dezember seit wer weiß wie vielen Jahren. Im Halbschlaf schlurfte sie in die Küche im hinteren Teil des Hauses. Die Fenster dort gaben den Blick auf die Berge frei, die sich bis zum Himmel erstreckten. Riley gähnte und hoffte, dass sie daran gedacht hatte, die Kaffeemaschine zu programmieren. Sie sah zu der roten Maschine hinüber, die aromatischen Kaffee in die Glaskanne tropfen ließ. Zum Glück. Riley lehnte sich an die Küchenzeile und goss dampfenden Kaffee in einen Becher. Ihr Blick wanderte zu dem Foto ihrer Privatdetektei. Sie lächelte, als sie die bunte Truppe sah. Alle ziemlich zerknittert, abgesehen von Greyson Chadwick, der immer schicke Anzüge trug, die ihm unglaublich gut standen. Riley bemerkte den Anflug eines Lächelns auf seinem Gesicht. Wenn sie eine Stunde in der Zeit weiterspringen könnte, wäre sie jetzt gerade mit ihm zusammen im Büro. Dann würde sich wieder dieses merkwürdige Gefühl inneren Friedens in ihr ausbreiten, das sie immer verspürte, wenn sie in seiner Nähe war jedenfalls eine Zeit lang. Ihn zu sehen, das war für sie der beste Teil ihres Tages. Sie seufzte. Wenn das doch nur auf Gegenseitigkeit beruhen würde! Das leise Summen eines Motors ertönte in der Ferne. Seltsam. Es war nicht das Brummen von Deckards SUV und auch nicht der neue Ford Bronco ihres anderen Bruders Christian. Das Geräusch entfernte sich von ihrem Haus in Richtung Osten. Noch seltsamer. Niemand außer ihnen dreien benutzte den Schleichweg zur Ranch. Riley stellte ihren Kaffeebecher ab und ging in den vorderen Teil des Hauses, weil sie wissen wollte, wer so früh am Morgen hier gewesen war. Ein leises Knirschen von Kies drang von der Auffahrt herüber, die zum Haupthaus führte, in dem Deckard wohnte, und verklang dann. Die Sonne schien durch die Glasscheiben zu beiden Seiten der Eingangstür. Riley öffnete die Tür und wollte gerade das Fliegengitter aufstoßen, als sie etwas unter der Fußsohle spürte. Sie trat einen Schritt zurück und blickte zu Boden. Ein weißer Umschlag lag zwischen den beiden Türen. Riley bückte sich, hob ihn auf und betrachtete die Beule im Papier. Dann drehte sie den Umschlag um. Lass ihn nicht aus den Augen. Ich vertraue dir. Das unheimliche Gefühl, beobachtet zu werden, ließ Riley frösteln, während sie die Worte, die auf den Umschlag gekritzelt waren, sacken ließ. Wer vertraute ihr und was vertraute diese Person ihr an? Nachdem sie den Blick über die Ranch hatte schweifen lassen und ihr alles ruhig erschien, wandte Riley ihre Aufmerksamkeit wieder dem Umschlag zu. Sie musterte die Handschrift in der Hoffnung, den Absender identifizieren zu können, doch vergebens. Irgendwie kam ihr die Schrift bekannt vor, aber sie konnte sie nicht einordnen. Schließlich schob Riley einen Finger unter die Umschlagklappe, riss sie auf und zog einen Schlüssel heraus. Sie runzelte die Stirn. Was sollte das denn? Sie betrachtete den goldenen Schlüssel und die Zahl 315, die in weißer Schrift auf dem blauen Plastikanhänger stand. Wieder hatte sie das starke Gefühl, dass jemand hier war, und sie bekam eine Gänsehaut. Riley sah sich noch einmal auf dem Grundstück um und ihr Blick blieb an der großen Gruppe Pinyon-Kiefern auf der anderen Seite der Auffahrt hängen. Ein Schatten bewegte sich die Silhouette eines Mannes, der zwischen den Bäumen hindurchlief. Riley rannte ins Haus, um ihre Waffe zu holen, und dann zurück zur Tür, wo sie gegen etwas Hartes stieß. »Umpf.« Sie hob ihre SIG und blickte den Lauf der Waffe entlang auf ihr Ziel. »Nicht den Boten erschießen«, sagte Greyson hastig mit erhobenen Händen. »Los! Da ist jemand zwischen den Bäumen.« Riley rannte auf die Person zu, dicht gefolgt von Greyson. Als sie bei der Baumgruppe ankamen, durchsuchten Greyson und sie die Stelle von beiden Seiten. Wer auch immer sich dort aufgehalten hatte, war nicht mehr da. »Was ist los?«, fragte Greyson. »Ich weiß nicht, aber das wollte ich gerade herausfinden, als ich mit dir zusammengestoßen bin.« Sie blinzelte in die Morgensonne und schirmte ihre Augen mit der freien Hand ab. »Was machst du eigentlich hier?« Plötzlich fiel Riley ein, dass sie Nachthemd und Bademantel trug, und sie spürte, wie ihre Wangen warm wurden. »Deck hat mich vor der Arbeit zum Kaffee eingeladen. Als ich hier ankam, sagte er, er hätte ein Fahrzeug gehört, und wollte, dass ich nach dir sehe, weil du nicht ans Telefon gegangen bist. Er sucht gerade nach dem Eindringling, weil die Person nicht am Haupthaus geparkt hat, wie ein Besucher der Ranch es tun würde, den ihr kennt.« »Oh « Riley biss sich auf die Lippe. »Ich bin ziemlich sicher, dass ich mein Handy im Schlafzimmer gelassen habe.« Greyson senkte den Kopf ein wenig, während seine Augen eine Mischung aus Grau und Grün wie der Himmel bei einem Unwetter im Juli sie unverwandt ansahen. »Alles in Ordnung?«, fragte er und in seiner tiefen Stimme schwang Besorgnis mit. »Ich habe ein Auto gehört und dann habe ich einen Schatten gesehen. Die Silhouette eines Mannes, zwischen den Bäumen.« »Ich habe auch Autos gehört«, sagte Deck, der jetzt mit einem Gewehr in der Hand näher kam. Ihr Bruder war groß gewachsen, ein hervorragender Schütze und attraktiver, als gut für ihn war die Frauen lagen ihm zu Füßen. Alle außer einer. »Autos? Plural?« War noch ein anderer Wagen hier gewesen, bevor sie aufgewacht war? Was machten zwei unerwartete Fahrzeuge bei Sonnenaufgang auf ihrer Ranch? »Ich habe sie auch gehört«, sagte ihr Bruder Christian. Er kam aus der entgegengesetzten Richtung dazu. Sein Haus war am weitesten entfernt. »Ich habe Reifenspuren hinterm Haus gesehen«, ergänzte Deck. Grey räusperte sich. »Klingt nicht gut.« »Ist es wahrscheinlich auch nicht.« Riley zuckte mit den Schultern. »Das gefällt mir nicht.« »Kann ich mir vorstellen.« Riley musste unwillkürlich lächeln, weil sich Grey so besorgt zeigte. »Es könnte gefährlich sein.« »Das würde ich auch sagen.« * * * Um Viertel vor neun fuhr Riley auf den Parkplatz von MES MacLeod Ermittlungen und Sicherheit. Sie war ganz begeistert von dem neuen Schild mit seinem eleganten bronzefarbenen Schriftzug. Hoffentlich gefiel den Jungs ihre Wahl, aber wie sie die anderen kannte, hatten die vermutlich längst vergessen, da…
