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Max Frisch

Max Frisch Portrait
Bild: © Suhrkamp Verlag

Journalist, Architekt, Autor: Max Frisch probierte in jungen Jahren manche Lebenswege aus. Fest stand: Das bürgerliche «Establishment» und die Kunst stellten für ihn unüberwindbare Gegensätze dar. Mit Romanen und Dramen erlangte Frisch in den 1950er-Jahren Weltruhm. Seine Werke wurden in 47 Sprachen übersetzt und erhielten zahlreiche Auszeichnungen. Auch als Hörbuch ist Max Frischs Werk verfügbar.

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Welche Romane und Theaterstücke stammen von Max Frisch?
Zu den wohl berühmtesten Büchern von Max Frisch gehören sein Erstlingsroman «Stiller» (1954) sowie die Werke «Homo faber» (1957) und «Mein Name sei Gantenbein» (1964). Frisch feierte auch als Dramatiker grosse Erfolge. Das «Lehrstück ohne Lehre» – so der Untertitel von «Biedermann und die Brandstifter» – ist neben «Andorra» das bekannteste Theaterwerk. Skizzen und Ideen für zahlreiche Max-Frisch-Bücher und Dramen finden sich zudem in seinem «Tagebuch 1946–1949» – darunter Elemente, die später in «Andorra» zentral wurden.

Warum hat Max Frisch «Andorra» geschrieben?
In Max Frischs Werk «Andorra» steht die Hauptfigur Andri im Spannungsfeld zwischen seiner Identität und dem Bild, das sich seine Umgebung von ihm macht. Dabei beschreibt das Drama eindringlich die Mechanismen des Antisemitismus am Beispiel Andris und wirft die Frage auf, wie viel Schuld Mitläufern zukommt.

Was sind die Themen und Motive in den Max-Frisch-Werken?
Das Tagebuch galt für Max Frisch als besonders bedeutsame Prosaform. So sind etwa die Romane «Stiller» und «Homo faber» in dieser literarischen Form angelegt. Dabei stehen die Auseinandersetzung mit dem eigenen Ich und die Suche nach der Identität im Fokus von Max Frischs Werken.

Wie war die Rezeption von Max Frisch in der Schweiz und im Ausland?
Durch seine Bücher trug Max Frisch massgeblich zu einem veränderten Geschichtsverständnis in der Schweiz bei. Vor allem beim jungen Publikum genoss er den Ruf des Aufklärers und avancierte zu einer Leitfigur unter der Schweizer Autorenriege der 1950er-Jahre. In Deutschland galten Frischs Werke beispielhaft für die Literatur der Nachkriegsjahre. Beliebtheit erlangte der Autor auch in den damaligen sozialistischen Staaten. Dort sagte man ihm Kritik an der kapitalistischen Gesellschaft nach. Leser und Rezensionen in den USA lobten dagegen das Fehlen «europäischer Arroganz», spielen doch einige Werke von Max Frisch in Amerika.
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