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"Auf springt der Tod..."

  • Kartonierter Einband
  • 198 Seiten
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Leseprobe
'Über sein Leben ist leider weiter nichts bekannt' - so hieß es in einem Verzeichnis des literarischen Werkes des jung v... Weiterlesen
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Beschreibung

'Über sein Leben ist leider weiter nichts bekannt' - so hieß es in einem Verzeichnis des literarischen Werkes des jung verstorbenen expressionistischen Dichters Wilhelm Runge (1894-1918), der wie so viele junge Künstler seiner Generation im Großen Krieg den Tod fand. Runges Gedichtband Das Denken träumt war von jeher sehr beliebt und unter Kennern ein Geheimtip. Dank eines glücklichen Zufalls wurde in den letzten Jahren über Runges Leben Näheres bekannt, als in den Niederlanden ein bis dahin unbekannter Briefwechsel zwischen ihm und der jungen jüdischen, 1892 in Amsterdam geborenen Dichterin Sophie van Leer aufgefunden wurde. Wilhelm Runge und Sophie van Leer hatten einen intensiven Briefkontakt und waren beide mit Herwarth Walden und seinem Sturm aufs engste verbunden. Überdies war Sophie van Leer die Verlobte des expressionistischen Malers und späteren Bauhauskünstlers Georg Muche, der in beider Leben eine bedeutende Rolle spielte. Mit der Herausgabe dieses Briefwechsels wird dem Leser gründlichen Einblick gewährt in die Schicksale der Briefpartner, in den Sturm-Kreis und nicht an letzter Stelle in die ästhetischen und ethisch-religiösen Fragen einer Generation, deren Leben und Denken in erschütternder Weise von Kriegsdrohung und Krieg überschattet wurde. Die Verbundenheit beider Briefpartner sollte schließlich münden in den radikalen Entschluss, sich - inspiriert von Tolstoi, Meister Eckhart, Lao Tse und Mazdanan mehr als von der traditionellen Theologie - völlig der Religion zuzuwenden. Für Runge bedeutete es letztendlich Abschied vom Leben, Sophie van Leer führte der Entschluss in das selbsterwählte Einsiedlerleben, in Pazifismus und Revolution und zu guter Letzt in die Mystik des katholischen Glaubens.

Autorentext

Dr. Jattie Enklaar ist Dozentin für deutsche Literatur an der Universität Utrecht. Sie ist Mitherausgeber des Jahrbuches Deutsche Chronik und Redaktionsmitglied der Zeitschrift Nexus. Dr. Marcel Poorthuis ist Forschungskoordinator für die Relation Judentum-Christentum an der Fakultät der Katholischen Theologie in Utrecht (Universität Tilburg) und Dozent 'Interreligiöser Dialog' im Masterprogramm 'Weltreligionen'. Dr. Theo Salemink ist Dozent für die Geschichte von Kirche und Gesellschaft an der Fakultät der Katholischen Theologie in Utrecht (Universität Tilburg).



Klappentext

"Über sein Leben ist leider weiter nichts bekannt" - so hieß es in einem Verzeichnis des literarischen Werkes des jung verstorbenen expressionistischen Dichters Wilhelm Runge (1894-1918), der wie so viele junge Künstler seiner Generation im Großen Krieg den Tod fand. Runges Gedichtband Das Denken träumt war von jeher sehr beliebt und unter Kennern ein Geheimtip. Dank eines glücklichen Zufalls wurde in den letzten Jahren über Runges Leben Näheres bekannt, als in den Niederlanden ein bis dahin unbekannter Briefwechsel zwischen ihm und der jungen jüdischen, 1892 in Amsterdam geborenen Dichterin Sophie van Leer aufgefunden wurde. Wilhelm Runge und Sophie van Leer hatten einen intensiven Briefkontakt und waren beide mit Herwarth Walden und seinem Sturm aufs engste verbunden. Überdies war Sophie van Leer die Verlobte des expressionistischen Malers und späteren Bauhauskünstlers Georg Muche, der in beider Leben eine bedeutende Rolle spielte. Mit der Herausgabe dieses Briefwechsels wird dem Leser gründlichen Einblick gewährt in die Schicksale der Briefpartner, in den Sturm-Kreis und nicht an letzter Stelle in die ästhetischen und ethisch-religiösen Fragen einer Generation, deren Leben und Denken in erschütternder Weise von Kriegsdrohung und Krieg überschattet wurde. Die Verbundenheit beider Briefpartner sollte schließlich münden in den radikalen Entschluss, sich - inspiriert von Tolstoi, Meister Eckhart, Lao Tse und Mazdanan mehr als von der traditionellen Theologie - völlig der Religion zuzuwenden. Für Runge bedeutete es letztendlich Abschied vom Leben, Sophie van Leer führte der Entschluss in das selbsterwählte Einsiedlerleben, in Pazifismus und Revolution und zu guter Letzt in die Mystik des katholischen Glaubens.

Produktinformationen

Titel: "Auf springt der Tod..."
Untertitel: Wilhelm runge - sophie van Leer. Briefe aus einer holländischen Kollektion
Editor:
Autor:
EAN: 9783826036248
ISBN: 978-3-8260-3624-8
Format: Kartonierter Einband
Herausgeber: Königshausen & Neumann
Genre: Geisteswissenschaften allgemein
Anzahl Seiten: 198
Gewicht: 356g
Größe: H236mm x B159mm x T18mm
Jahr: 2011