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Keine Angst vor dem leeren Blatt

  • Paperback
  • 266 Seiten
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Schreiben ist eine große Herausforderung im Studium. Wer Seminar- oder Examensarbeiten schreibt, wird nicht nur mit den Schwierigk... Weiterlesen
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Beschreibung

Schreiben ist eine große Herausforderung im Studium. Wer Seminar- oder Examensarbeiten schreibt, wird nicht nur mit den Schwierigkeiten des Formulierens konfrontiert, sondern auch mit den Tücken der Erkenntnisgewinnung. Schritt für Schritt führt Otto Kruse durch die verschiedenen Phasen der Wissensbeschaffung und Texterstellung. Er zeigt nicht nur, wie sich der Schreibprozess steuern lässt, sondern auch, wie das Schreiben die persönliche Entwicklung fördern und Spaß machen kann. Seit dem ersten Erscheinen dieses Buches 1993 haben Computer und Internet das wissenschaftliche Arbeiten gründlich verändert. Auch das Studium selber hat sich durch die Studienreformen stark gewandelt. Deshalb wurde das Buch für die Neuausgabe umfassend überarbeitet. Entstanden ist ein klassischer Studienratgeber auf der Höhe der Zeit.

Vorwort
Der erfolgreiche Ratgeber jetzt aktualisiert und erweitert

Autorentext
Otto Kruse ist Professor an der Zürcher Hochschule der Angewandten Wissenschaften und Leiter des Zentrums für Professionelles Schreiben. Er ist Mitgründer der European Association for the Teaching of Academic Writing (EATAW) sowie des Forums wissenschaftliches Schreiben.

Klappentext

Welcher Student, welche Studentin hat das nicht schon erlebt: Der Blick ist starr auf den Bildschirm des PCs gerichtet, die Inspiration lässt auf sich warten. Wie anfangen, wenn man völlig blockiert ist? Dieses Buch gibt Rat und praktische Hilfe.



Leseprobe
Wissenschaftliches Schreiben entscheidet wesentlich über Studienerfolg und wissenschaftliche Karrieren. Dennoch wird es an kaum einer deutschsprachigen Hochschule systematisch gelehrt. Es herrscht fälschlicherweise die Meinung vor, dass mit dem Abitur genügend Schreibfertigkeiten erworben worden sind, um auch das Schreiben wissenschaftlicher Texte bewältigen zu können. Den Studierenden an unseren Hochschulen fehlen dementsprechend klare Vorstellungen davon, was sie tun sollen, wenn sie einen wissenschaftlichen Text schreiben müssen. Sie haben weder von den Genres noch von den auszuführenden Arbeitsschritten ein klares Bild, geschweige denn davon, was das Attribut »wissenschaftlich« ausmacht. Sie sind beim Schreiben wissenschaftlicher Arbeiten auf ihre Intuition verwiesen und auf Imitation. »Durchbeißen« ist vermutlich immer noch der häufigste Rat, den sie zu hören bekommen, wenn sie Probleme mit ihrer Haus-, Examens- oder Doktorarbeit haben. Seit dieses Buch 1993 erstmals erschienen ist, hat sich diese Situation nicht grundlegend gebessert. Wohl aber hat sich unser Wissen über das Schreiben vervielfacht, wie auch das Schreiben selbst sich gewandelt hat. Die Schreibmaschine hat ihr Leben ausgehaucht und dem Computer Platz gemacht. Das Internet erlaubt uns, Texte aus dem entferntesten Winkel der Welt in Sekundenschnelle abzurufen und wieder zurückzuschicken. Neue Textarten und Darstellungsformen wie E-Mails, Foren, Blogs, Wikis, Portfolios und elektronische Lerntagebücher sind entstanden. Das Schreiben ist vielfältiger geworden, aber auch gemessen an dem früheren Zwang, sich ausschließlich in einer formalen Wissenschaftssprache auszudrücken kommunikativer, persönlicher und »mündlicher«. Verändert haben sich auch die Rahmenbedingungen. Die Bologna- Reform hat dem liberalen Studium ein Ende gesetzt. War es früher ein Überfluss an Zeit und eine schlecht strukturierte Situation, die das Schreiben schwer machten, so sorgen nach der Bologna-Reform eher enge Vorgaben und hoher Zeitdruck für Stress im Studium. Zeit zum Aussitzen von Schreibproblemen gibt es nicht mehr und ein »Schreibsemester« einzulegen, wie ich noch in der ersten Ausgabe empfohlen habe, wäre heute vollends fehl am Platz. Schließlich haben sich auch die Studierenden verändert. Sie haben andere Schreiberfahrungen in der Schule gemacht, z.B. mit einer Abiturs- oder Maturaarbeit, und sie haben häufiger einen mehrsprachigen Hintergrund, sei es weil ihre Familien auswanderten oder sie Austauschstudierende aus einem anderen Land sind. Eines ist jedoch geblieben: Beim wissenschaftlichen Schreiben kann Ihnen niemand die Hand führen. Schreiben zwingt dazu, selbstständig zu werden. Es verlangt, dass Sie Wissen aus unterschiedlichen Quellen zusammentragen, Theorien zusammenfassen und einschätzen, über Daten und Fakten berichten und eine für wissenschaftliche Diskurse angemessene Sprache finden müssen. Dabei werden Sie auch mit allen Problemen Ihrer wissenschaftlichen Disziplin konfrontiert und müssen einiges an Denkarbeit leisten, um jeweils passende Lösungen zu finden. Das bereitet nicht nur am Studienanfang Kopfschmerzen. Bei der Bewältigung dieser Aufgaben soll das Buch Sie begleiten. Helfen soll Ihnen vor allem der doppelte Blick auf das Schreiben. Es wird zum einen das Schreiben so darstellen, wie man es erlebt, wenn man am Computer sitzt, mit allem, was man dabei denkt, tut und fühlt, denn diesen Prozess müssen Sie schließlich steuern lernen. Es soll zum zweiten aber auch die objektiven Anforderungen an das wissenschaftliche Schreiben darstellen, also die Prozeduren, Textarten und Konventionen, denen das Schreiben folgen muss, denn das sind die Normen, denen Ihre Texte schließlich gerecht werden müssen. Dabei gibt es eine Menge zu beachten. Das Schreiben ist nicht deshalb schwierig, weil seine einzelnen Bestandteile schwierig sind, sondern weil es aus so vielen Bestandteilen besteht, und wir selten die Zeit haben, jeden einzelnen davon zu betrachten oder deren Zusammenwirken zu studieren. Schreiben lernt man durch Schreiben, aber nur dann, wenn es reflektiertes Schreiben ist. Schreiben der Reflexion zugänglich zu machen, ist wichtigstes Ziel dieses Buches. Es ermöglicht Ihnen damit, die weitere Entwicklung selbst zu steuern und sich nach Bedarf weiteres Wissen zu organisieren.

Inhalt
Vorwort zur 12., völlig neu bearbeiteten Auflage . . 9 1 Schreiben im Studium: Traditionen, Aufgaben, Probleme . . 13 Idee des Buches . . . . . . . . . . . . . 13 Warum schreibt man im Studium? . . . 16 Die Aufgabe und ihre Tücken . . 21 Schreibprobleme und erste Hilfen . . . . . . . . . . . . . . . . 26 2 Grundlagen des Schreibens . . . . . . . . . . . . . . . . . . 36 Schreibsituation . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 36 Modell des Schreibprozesses . . 38 Schreibstrategien . . 41 Schreibmotivation . . . . . . . 45 Adressaten . . . . . . . . . . . . . . 47 Thema . . . . . . . . . . . . . 51 Schreibmedium . . . . . . . . . 52 3 Schreiben als Konstruktion von Wissen . . 60 Was ist wissenschaftliches Wissen? . . 60 Schreiben und Diskursgemeinschaft . . . . . . . . 63 Der Forschungskreislauf . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 65 Einen Diskurs konstruieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 68 Referieren in den Natur- und Ingenieurwissenschaften . . 75 Arten des Zitierens . . 77 Plagiieren, verfälschen, erfinden . . 82 4 Gestaltung von Sprache in Schreibprojekten . . . . . . 86 Über Wissenschaftssprache . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 86 Was ist Formulieren? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 89 Textverständlichkeit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 92 Grundelemente wissenschaftlicher Darstellung . . . . . . . . 96 Qualitäten guter Wissenschaftssprache . . . . . . . . . . . . . 103 Autorenreferenz: ich, man, es oder wir? . . . . . . . . . . . . . 107 5 Schreibprozess Schritt für Schritt . . . . . . . . . . . . . . 110 Überblick . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 110 Vorbereitung und Planung . . . . . . 116 Datenerhebung und Materialsammlung . . . . . . . . . 136 Überarbeitung des Textes . . 158 Text abschließen und publizieren . . 171 6 Schreibanlässe und Textgenres im Studium . . . . . . . 177 Überblick . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 177 Mitschrift . . . . . . . . . . . 179 Protokoll . . . . . . . . . . . . 181 Exzerpt . . . . . . . . 183 Abstract . . 185 Exposé . . . . . . 187 Seminararbeit/Hausarbeit . . . . . . . . 187 Referat/Präsentation . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 189 Laborbericht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 193 Forschungsbericht und Forschungsartikel . . 194 Literaturbericht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 198 Rezension und Buchbericht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 200 Positionspapier . . . . . . . . . . . . 203 Kritischer Essay . . 204 Thesenpapier . . . . . . . . . . . . . 208 Portfolio . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 210 Lerntagebuch, Logbuch, Schreibjournal . . . . . . . . . 211 Texte fürs Web . . 215 Erzählung . . 217 Technische Dokumentation . . . . . . 219 7 Schreiben in fremden Kontexten, Sprachen und Genres . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 222 Was sind »Schreibkulturen«? . . 223 Unterschiede in den nationalen Schreibkulturen . . . . . . . 224 Unterschiede in den disziplinären Kulturen . . . . . . . . . . 231 Populärwissenschaftliches Schreiben . . . . . . . . . . . . . 234 Berufliches Schreiben . . . . . . . . . . . 237 8 Einige praktische Tipps zum Schluss . . . . . . . . . . . . 239 Schreibproblemen auf die Spur kommen . . . . . . . . . . . . 239 Schreibblockade und Schreibschmerz . . . . . . . . . . . . . . 241 Anfangssituationen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 244 Wirksame Zeitplanung . . . . . . 246 Arbeitsbeziehung zu Betreuern gestalten . . . . . . . . . . . . 250 Feedback . . . . . . 251 Wenn ein Schreibprojekt festgefahren ist . . . . . 255 Literatur . . . . . . . . 260

Produktinformationen

Titel: Keine Angst vor dem leeren Blatt
Untertitel: Ohne Schreibblockaden durchs Studium
Autor:
EAN: 9783593384795
ISBN: 978-3-593-38479-5
Format: Paperback
Herausgeber: Campus Verlag GmbH
Genre: Recht, Beruf & Finanzen
Anzahl Seiten: 266
Gewicht: 385g
Größe: H216mm x B143mm x T22mm
Veröffentlichung: 01.10.2007
Jahr: 2007
Auflage: 12.völlig neu bearb. Auflage