
Haben Sie noch nichts passendes gefunden? Stöbern Sie durch unser komplettes Sortiment.
Oder melden Sie sich an bzw. registrieren Sie sich.


Beschreibung
Wie kann es uns gelingen, mit Freude zu putzen? Linda Thomas zeigt es uns, indem sie uns verdeutlicht, dass es beim Putzen wie bei so vielen anderen Dingen im Leben auch auf die Haltung ankommt, die wir dabei einnehmen. Und sie erklärt uns, dass Ordnung vielle...Wie kann es uns gelingen, mit Freude zu putzen? Linda Thomas zeigt es uns, indem sie uns verdeutlicht, dass es beim Putzen wie bei so vielen anderen Dingen im Leben auch auf die Haltung ankommt, die wir dabei einnehmen. Und sie erklärt uns, dass Ordnung vielleicht sogar mehr als das sprichwörtliche «halbe Leben» ist.
Vorwort
Vorwort zur 4. Auflage 2015 Mit Freude und tiefer Dankbarkeit kann ich heute diese Zeilen zur vierten Auflage meines Buches über das Putzen schreiben. Für die einfühlsame Überarbeitung des ganzen Textes möchte ich Ute E. Fischer von Herzen danken. Wer hätte jemals gedacht, dass ein mir vorschwebendes Ideal eine Entscheidung herbeiführen würde, die auf mein ganzes Leben dann einen so nachhaltigen Einfluss nahm? Noch oft staune ich selbst über den Weg, der mich von einem kleinen Dorf im ländlichen Südafrika in die Schweiz führte. Dabei spielten vor allem Menschenbegegnungen immer wieder eine entscheidende Rolle: Durch den Vater meiner Kinder kam ich in die Schweiz; eine liebe Freundin nahm mich mit zu einem Basar der Rudolf Steiner Schule in Basel, woraus sich die Entscheidung ergab, meine Kinder nur in eine solche Schule zu schicken, was schlussendlich zur Gründung meiner Reinigungsfirma führte. Weitere Begegnungen wiesen mir den Weg zum Goetheanum, von dort in viele Städte und Orte in ganz Europa und auch in den englischsprachigen Raum, nach Großbritannien, in die USA und nach Kanada. Durch den Vorgang des Reinigens lernte ich fast alles, was sich überhaupt in meinem Leben als wesentlich erwiesen hat. Und so war es vor allem die Einsicht, dass der Alltag ein Schulungsweg sein kann, weil das Putzen keine Notwendigkeit, sondern ein Stück Lebensqualität ist, das sich jedes Mal als ein Geschenk erweist, und zwar an alle diejenigen, welche die Räume benutzen, die von uns gepflegt werden. Und das ist immer ein Geschenk: an die Umwelt, die Erde, die Menschheit und auch an die geistige Welt. Wenn wir einmal beginnen, unser Tun genau zu beobachten, können wir voll Staunen wahrnehmen, wie viele kleine Gesten wir täglich ausführen, ohne auch nur einmal darüber nachzudenken, weil sie doch eigentlich ganz banal sind. Und dennoch bilden sie die unbedingte Grundlage, ohne welche sich alles in Chaos verwandeln würde. Wagen Sie noch heute den Versuch, und Sie werden selbst erfahren, wie bewusstes Handeln auch in den allerkleinsten Dingen Ihr ganzes Leben und alle Ihre Beziehungen bereichern wird. Linda Thomas Dornach, im August 2015
Autorentext
Linda Thomas wurde in Südafrika geboren. 1988 gründete sie ein ökologisches Reinigungsinstitut, das als einmalig in der Schweiz galt. Ihre Liebe zur Hausarbeit hat sie in den Pflichten des Alltags einen anderen Sinn entdecken lassen. So entwickelte sie ihre individuelle Arbeitsphilosophie, die aus dem reinen «Putzen» ein «Pflegen» werden lässt. Damit setzte sie einen fruchtbaren Impuls für eine Umwandlung im Denken und Handeln sowie für ein erweitertes Selbstverständnis der Hausarbeit. Von 1993 bis 2011 leitete sie den Reinigungsdienst am Goetheanum in Dornach, 2004 initiierte sie die erste internationale «Fachtagung für Putzkultur», auf die weitere Fachtagungen folgten. Von 2012 bis 2014 war sie Hauswirtschaftsleiterin der Lukas Klinik in Arlesheim, von 2014 bis 2017 war sie in der Leitung der neuen Klinik Arlesheim tätig. Linda Thomas ist international als Vortragsrednerin und Seminarleiterin gefragt.
Klappentext
Wie können wir lernen, das Putzen zu lieben? Linda Thomas zeigt es uns, indem sie uns verdeutlicht, dass es beim Putzen wie bei so vielen anderen Dingen im Leben auch auf die Haltung ankommt, die wir dabei einnehmen. Wenn wir das Reinigen unserer Räume in den Alltag integrieren wie das Zähneputzen oder das Haarebürsten, verliert es bereits seinen vermeintlichen Schrecken. Schritt für Schritt ermöglicht Linda Thomas es uns, ein Gespür für die feineren Aspekte unseres Wohnraums zu entwickeln, bis sich ein wachsendes Interesse daran einstellt, unser Umfeld individuell zu gestalten und daran, das selbst Geschaffene sauber und in Ordnung zu halten. So können wir das Alltägliche zu einem Akt der Kreativität und zuletzt sogar der Spiritualität umwandeln. Linda Thomas hat 20 Jahre lang ein von ihr selbst gegründetes ökologisches Reinigungsunternehmen geführt. Ihr lebendiger Ratgeber enthält herrliche Anekdoten, praktische Beispiele und ökologische Reinigungstipps. Ihre Botschaft lautet: Mit unseren Räumen pflegen wir auch unsere Seelen!
Leseprobe
Was ist Arbeit? Sichtbar gemachte Liebe. Und wenn ihr nicht mit Liebe, nur mit Widerwillen arbeiten könnt, lasst besser eure Arbeit und setzt euch ans Tor des Tempels und nehmt Almosen von denen, die mit Freude arbeiten. Denn wenn ihr mit Gleichgültigkeit Brot backt, backt ihr bitteres Brot, das nicht einmal den halben Hunger des Menschen stillt. Und wenn ihr die Trauben mit Widerwillen keltert, träufelt eure Abneigung Gift in den Wein. Khalil Gibran Schauen wir einmal, welche Wirkung die Ordnung hat, dann können wir bemerken, dass wir Hundertfaches zurückbekommen. Die innere Kraft, die wir aufbringen müssen, um Ordnung zu schaffen, verbindet uns mit einer höheren Ordnung. Haben wir es mit intensivem Bemühen endlich geschafft, Ordnung herzustellen, leuchtet in unserer Seele jene wunderbare Harmonie auf, die uns selbst wieder Schritt für Schritt zu einer kosmischen Ordnung zurückführen wird. Eine echte, lebendige Ordnung wirkt positiv auf Menschen, sogar am Arbeitsplatz. Einmal hatte ich mit zwei Gästen von einer Universität eine Sitzung zur Besprechung eines gemeinsamen Projekts. Das Büro, in dem die Sitzung stattfand, war fast leer, sehr diskret mit zwei Bildern, einer Pflanze und einem Blumenstrauß dekoriert. Die Arbeits- und Abstellflächen waren frei und man sah keine Aktenordner, weil sie alle in Schränken versorgt waren. Rückblickend auf diese Sitzung sagte einer der Gäste: Der Raum war so hell und frisch, das gab mir sehr viel Mut für unser Projekt. In einem so ordentlichen Raum spürt man Klarheit und Zukunftskräfte. Der Gast erzählte dann von einer anderen Person, deren Büro vollgestopft mit Dossiers und Ordnern gewesen sei, die zum Teil über vierzig Jahre alt waren. Jetzt erst werde ihm klar, weshalb deren Projekte häufig im Sand verliefen. Ein Landwirt, der recht viele Artikel publiziert hat, erzählte mir bei einem Seminar, dass er erst jetzt verstehe, weshalb er oft so große Mühe beim Schreiben habe. In seinem Büro dürfe niemand etwas aufräumen, das mache er immer selbst jedoch leider nicht oft genug. Es wäre ihm bereits aufgefallen, dass er manchmal ein starkes Bedürfnis habe, sein Büro richtig aufzuräumen und zu putzen auch erinnere er, dass er anschließend meist wieder gut schreiben könne. Nur habe er noch nie wirklich über diesen Zusammenhang nachgedacht. Jetzt wolle er einmal versuchen, einen Rhythmus fürs Aufräumen und Reinigen seines Büros zu finden, weil er dadurch doch sehr viel Zeit sparen könne, wenn ihm dann zu gegebener Zeit das Schreiben sofort gelingen werde.
