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Mäusefest

  • Fester Einband
  • 144 Seiten
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Diese Erzählungen, allen voran die beru?hmteste, "Mäusefest", sind eine große Hommage an die ostpreußische Heimat, ein m... Weiterlesen
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Beschreibung

Diese Erzählungen, allen voran die beru?hmteste, "Mäusefest", sind eine große Hommage an die ostpreußische Heimat, ein melancholisches Begreifen des Unheils, das die Nazis brachten, und eine fru?he Darstellung der Unbehaustheit in der veränderten Welt.

Da sitzt er noch immer, Moise, wie wir ihn schon aus den Schulbüchern kennen, auf seinem Stühlchen in seinem kleinen Laden und freut sich an seinen Mäusen, die im silbernen Mondlicht ein Fest feiern und um die ihnen zugedachte Brotrinde tanzen. Und als der junge Soldat hereinkommt, ein deutscher Milchbart, der mal sehen will, wie das Judenvolk haust, meldet sich noch immer ein Kloß in unserem Hals, denn wir wissen, was Moise vorerst nur ahnt.
Auf nur viereinhalb Seiten hat Johannes Bobrowski das ganze Elend beschrieben, das der deutsche Einmarsch in Polen mit sich brachte leise, aber umso beharrlicher sich im Gedächtnis verankernd.
Die zweiundzwanzig Erzählungen, als Quarthefte 3 und 29 bei Wagenbach erschienen, ziehen ihre Kraft aus den weiten Landschaften des Ostens, die in stillen, klaren Bildern vor den Augen des Lesers stehen. Sie sind mit allerlei eigenwilligen Menschen bevölkert, die Bobrowski freundlich beobachtet, deren Witz er sprechen lässt und die er in eindrückliche Szenen verwickelt über allem die leise Bedrohung des Bevorstehenden. Und er erzählt von den Verwüstungen, den inneren und äußeren, die die Zeit hinterlassen hat, immer noch freundlich, aber auch melancholisch.

Autorentext

Johannes Bobrowski, 1917 geboren, studierte Kunstgeschichte in Berlin. 1939 einberufen, entstanden im Russlandfeldzug seine ersten Gedichte. 1949 kehrte er aus der sowjetischen Kriegsgefangenschaft nach Ostberlin zuru?ck, wo er als Lektor arbeitete. 1961 erschien der Lyrikband »Sarmatische Zeit«. 1962 wurde ihm der Preis der Gruppe 47 verliehen. Seit den sechziger Jahren veröffentlichte er auch Prosa. Bobrowski starb 1965 in Berlin.



Klappentext

Da sitzt er noch immer, Moise, wie wir ihn schon aus den Schulbu?chern kennen, auf seinem Stu?hlchen in seinem kleinen Laden und freut sich an seinen Mäusen, die im silbernen Mondlicht ein Fest feiern und um die ihnen zugedachte Brotrinde tanzen. Und als der junge Soldat hereinkommt, ein deutscher Milchbart, der mal sehen will, wie das Judenvolk haust, meldet sich noch immer ein Kloß in unserem Hals, denn wir wissen, was Moise vorerst nur ahnt. Auf nur viereinhalb Seiten hat Johannes Bobrowski das ganze Elend beschrieben, das der deutsche Einmarsch in Polen mit sich brachte ? leise, aber umso beharrlicher sich im Gedächtnis verankernd. Die zweiundzwanzig Erzählungen, als Quarthefte 3 und 29 bei Wagenbach erschienen, ziehen ihre Kraft aus den weiten Landschaften des Ostens, die in stillen, klaren Bildern vor den Augen des Lesers stehen. Sie sind mit allerlei eigenwilligen Menschen bevölkert, die Bobrowski freundlich beobachtet, deren Witz er sprechen lässt und die er in eindru?ckliche Szenen verwickelt ? u?ber allem die leise Bedrohung des Bevorstehenden. Und er erzählt von den Verwu?stungen, den inneren und äußeren, die die Zeit hinterlassen hat, immer noch freundlich, aber auch melancholisch.

Produktinformationen

Titel: Mäusefest
Untertitel: Zweiundzwanzig Erzählungen, SALTO 226
Autor:
EAN: 9783803113252
ISBN: 978-3-8031-1325-2
Format: Fester Einband
Herausgeber: Wagenbach
Genre: Romane & Erzählungen
Anzahl Seiten: 144
Gewicht: 216g
Größe: H212mm x B120mm x T19mm
Jahr: 2017