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Kunst des Entscheidens

  • Kartonierter Einband
  • 215 Seiten
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Hier stellt sich vor: ein Lob des Zweifelns und Zögerns in 111 Stücken, zugleich milder Spott oder auch ätzender Hohn auf Entschei... Weiterlesen
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Noch nicht erschienen. Erhältlich ab 01.03.2020
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Beschreibung

Hier stellt sich vor: ein Lob des Zweifelns und Zögerns in 111 Stücken, zugleich milder Spott oder auch ätzender Hohn auf Entscheidungsträger in Wirtschaft und Politik, Manager in Unternehmen und Behörden, Hierarchen in Organisationen; aus der spitzen Feder des Organisationsforschers Günther Ortmann; mit einer Blütenlese der großen Denker der Entscheidung aus Philosophie, Entscheidungs- und Organisationstheorie von Friedrich Nietzsche bis Odo Marquard, Karl Weick bis Niklas Luhmann, und' mit Entscheidern in der Rolle betrunkener Seiltänzer, chinesischer Henker, unbekleideter Kaiser, exquisiter bullshitter à la Harry G. Frankfurt, ins Dunkle starrender Nachtwächter, eleganter Tänzer über dem Abgrund, Manisch-Depressiver, Kleistischer Athleten, königlicher Herrscher über das Midas-Gold der Moderne, reitender Cowboys im Canyon der Unmöglichkeit u. v. a.

Ein Brevier mit Trostreichungen für Manager, Berater, Supervisoren, Coaches, Entscheidungstheoretiker und alle, die an Entscheidern oder am Entscheiden zu verzweifeln drohen. Fällt es Ihnen schwer, sich zu entscheiden? "Hm, ja und nein." Es naht der Augenblick der Entscheidung. Schon beschleichen mich Zweifel. Ich schwanke. Ich zögere. Wer darum nicht weiß, wer da, jeder Zoll James Bond, kein bisschen Hamlet, ohne Zittern und Zagen auskommt, der braucht dieses Buch nicht. Für alle anderen hier die erste Tröstung: Für s Zweifeln und Zaudern gibt es überraschend gute Gründe, besonders diesen: Entscheidungen sind genau dann nötig, wenn gute Gründe fehlen. Das macht aus vernünftigen, gut begründeten Entscheidungen ein Paradoxon. Alle großen Denker der Entscheidung sind diesem Gedanken jedenfalls sehr nahe gekommen. Einer von ihnen, Sören Kierkegaard, hat dazu einen zweiten Trost gespendet:"ein Denker, der ohne Paradox ist, ist wie ein Liebhaber ohne Leidenschaft: ein mäßiger Patron. Manche allerdings haben in heroischem Gestus mit dem Feuer der Paradoxie gespielt und sich schwer die Finger daran verbrannt - in einer Feier der Dezision und des Souveräns, vulgo: des Führers. Entscheiden ist schier zum Verrücktwerden. Wenn man an die kühl kalkulierten Entscheidungen von Hypothekenbankern denkt, Leuten ohne Einkommen und ohne Vermögen riesige Summen zu leihen, Geld, das die Bank nicht hatte, mit dem diese Leute Häuser kauften, die sie nicht brauchten und die heute, nachdem die Immobilienblase geplatzt ist, leer stehen, dann beschleicht einen der unbehagliche Gedanke: Nicht der Schlaf der Vernunft gebiert Ungeheuer, sondern ihre luchsäugige Wachsamkeit. In den Texten jener Denker der Entscheidung habe ich ein wenig gewildert. Die Beute: Witz und Irrwitz. Texte? Lesen? "An so einem Tag? da müsste man ja Tinte gesoffen haben", rief Komtesse Muschi in dem gleichnamigen Kurzroman der Marie von Ebner-Eschenbach aus. Oder, wie eine junge, sehr aufstrebende Professorin der Betriebswirtschaftslehre zu einem in die Jahre gekommenen Kollegen kürzlich sagte:"Sie glauben ja nicht, mit wie wenig Büchern man auskommt." Ein wenig Tinte habe ich allerdings vergossen. Damit Sie, liebe Leserin, lieber Leser, nicht zuviel davon zu saufen haben, biete ich eine Auslese an, eine Art Reader's Digest aus dem Denken der Entscheidung. Auf dass Sie darin ein Gran Zunder finden, und ein Körnchen Wahnwurz.

Autorentext

Günther Ortmann, Organisationstheoretiker und Professor für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre an der Helmut-Schmidt-Universität Hamburg. Forschungsschwerpunkte: Organisation, Theorie der Unternehmung, Macht-und Mikropolitik, Strategisches Management, Organisation und Dekonstruktion, Fiktionen des Organisierens, Organisation und Moral.



Klappentext

Ein Brevier mit Trostreichungen für Manager, Berater, Supervisoren,
Coaches, Entscheidungstheoretiker und alle, die an Entscheidern oder am
Entscheiden zu verzweifeln drohen.
»Fällt es Ihnen schwer, sich zu entscheiden?«
»Hm, ja und nein.«
Es naht der Augenblick der Entscheidung. Schon beschleichen mich
Zweifel. Ich schwanke. Ich zögere. Wer darum nicht weiß, wer da, jeder Zoll
James Bond, kein bisschen Hamlet, ohne Zittern und Zagen auskommt, der
braucht dieses Buch nicht.
Für alle anderen hier die erste Tröstung: Für s Zweifeln und Zaudern gibt
es überraschend gute Gründe, besonders diesen: Entscheidungen sind
genau dann nötig, wenn gute Gründe fehlen. Das macht aus vernünftigen
gut begründeten Entscheidungen ein Paradoxon. Alle großen Denker
der Entscheidung sind diesem Gedanken jedenfalls sehr nahe gekommen.
Einer von ihnen, Sören Kierkegaard, hat dazu einen zweiten Trost
gespendet: »ein Denker, der ohne Paradox ist, ist wie ein Liebhaber ohne
Leidenschaft: ein mäßiger Patron.« Manche allerdings haben in heroischem
Gestus mit dem Feuer der Paradoxie gespielt und sich schwer die Finger
daran verbrannt in einer Feier der Dezision und des Souveräns, vulgo: des
Führers.
Entscheiden ist schier zum Verrücktwerden. Wenn man an die kühl kalkulierten
Entscheidungen von Hypothekenbankern denkt, Leuten ohne Einkommen
und ohne Vermögen riesige Summen zu leihen, Geld, das die Bank
nicht hatte, mit dem diese Leute Häuser kauften, die sie nicht brauchten
und die heute, nachdem die Immobilienblase geplatzt ist, leer stehen, dann
beschleicht einen der unbehagliche Gedanke: Nicht der Schlaf der Vernunft
gebiert Ungeheuer, sondern ihre luchsäugige Wachsamkeit.
In den Texten jener Denker der Entscheidung habe ich ein wenig gewildert.
Die Beute: Witz und Irrwitz. Texte? Lesen? »An so einem Tag? da
müsste man ja Tinte gesoffen haben«, rief Komtesse Muschi in dem gleichnamigen
Kurzroman der Marie von Ebner-Eschenbach aus. Oder, wie eine
junge, sehr aufstrebende Professorin der Betriebswirtschaftslehre zu einem
in die Jahre gekommenen Kollegen kürzlich sagte: »Sie glauben ja nicht, mit
wie wenig Büchern man auskommt.«
Ein wenig Tinte habe ich allerdings vergossen. Damit Sie, liebe Leserin,
lieber Leser, nicht zuviel davon zu saufen haben, biete ich eine Auslese an,
eine Art Reader s Digest aus dem Denken der Entscheidung. Auf dass Sie
darin ein Gran Zunder finden, und ein Körnchen Wahnwurz.

Produktinformationen

Titel: Kunst des Entscheidens
Untertitel: Ein Quantum Trost für Zweifler und Zauderer
Autor:
EAN: 9783942393102
ISBN: 978-3-942393-10-2
Format: Kartonierter Einband
Herausgeber: Velbrueck GmbH
Genre: Self-Management
Anzahl Seiten: 215
Gewicht: 217g
Größe: H211mm x B123mm x T17mm
Veröffentlichung: 01.03.2020
Jahr: 2011
Auflage: 2. Aufl.
Land: DE