

Beschreibung
Die Philosophie Schellings zwischen Systementwurf 1801 und Freiheitsschrift 1809 Die Beiträge thematisieren die philosophische Entwicklung Friedrich Wilhelm Joseph Schellings (17751854) im ersten Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts. Schelling hatte 1801 einen umfas...Die Philosophie Schellings zwischen Systementwurf 1801 und Freiheitsschrift 1809
Die Beiträge thematisieren die philosophische Entwicklung Friedrich Wilhelm Joseph Schellings (17751854) im ersten Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts. Schelling hatte 1801 einen umfassenden Entwurf einer systematischen Philosophie vorgelegt, in dem die gesamte Natur und die gesamte Geisteswelt als Erscheinungen ein und desselben Prinzips verstanden werden. Im Jahre 1809 legte er mit der Schrift »Philosophische Untersuchungen über das Wesen der menschlichen Freiheit« eine Konzeption vor, die dem Systementwurf von 1801 scheinbar widerspricht. In der Schelling-Forschung ist diese Entwicklungsphase zwischen Identitätsphilosophie und Freiheitsschrift heftig umstritten. Die Beiträge des Bandes machen nun erstmals die Entwicklung der Philosophie Schellings hin zur Freiheitsschrift als eine kontinuierliche Weiterentwicklung seines Ansatzes von 1801 deutlich. Damit kommt es zu einer Klärung wichtiger werkgeschichtlicher Entwicklungsprobleme in der Philosophie Schellings, die weit über den engeren Bereich der Schelling-Forschung von Interesse sind.
Autorentext
Prof. Dr. Christian Danz studierte Evangelischen Theologie an der Universität Jena. Nach seiner Promotion und Habilitation übernahm er die Vertretungsprofessur für Systematische Theologie an der Universität Essen. Seit 2002 ist er Professor für Systematische Theologie A.B. an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien. Er ist Vorsitzender der Deutschen Paul-Tillich-Gesellschaft e.V. und Stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses des Projektes »Schelling - Edition und Archiv« der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. Dr. Jörg Jantzen ist seit 1996 apl. Prof. für Philosophie an der LMU München. Er ist geschäftsführender Herausgeber der Historisch-kritischen Schelling Ausgabe der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. Prof. Dr. Christian Danz studierte Evangelischen Theologie an der Universität Jena. Nach seiner Promotion und Habilitation übernahm er die Vertretungsprofessur für Systematische Theologie an der Universität Essen. Seit 2002 ist er Professor für Systematische Theologie A.B. an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien. Er ist Vorsitzender der Deutschen Paul-Tillich-Gesellschaft e.V. und Stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses des Projektes »Schelling - Edition und Archiv« der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. Prof Dr Karl Baier is Head of the Department of Religious Studies, University of Vienna. His research interests include nineteenth and twentieth-century alternative religion, occultism and modern yoga.
Klappentext
Thema dieses Bandes ist die philosophische Entwicklung Friedrich Wilhelm Joseph Schellings (1775-1854) im ersten Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts. Schelling hatte 1801 einen umfassenden Entwurf einer systematischen Philosophie vorgelegt, in dem die gesamte Natur und die gesamte Geisteswelt als Erscheinungen ein und desselben Prinzips verstanden werden. Im Jahre 1809 legte er mit der Schrift 'Philosophische Untersuchungen über das Wesen der menschlichen Freiheit' eine Konzeption vor, die dem Systementwurf von 1801 scheinbar widerspricht. In der Schelling-Forschung ist diese Entwicklungsphase zwischen Identitätsphilosophie und Freiheitsschrift heftig umstritten. Die Beiträge des Bandes machen nun erstmals die Entwicklung der Philosophie Schellings hin zur Freiheitsschrift als eine kontinuierliche Weiterentwicklung seines Ansatzes von 1801 deutlich. Damit kommt es zu einer Klärung wichtiger werkgeschichtlicher Entwicklungsprobleme in der Philosophie Schellings, die weit über den engeren Bereich der Schelling-Forschung von Interesse sind. Dieser Titel ist auch als Open-Access-Version verfügbar.
Leseprobe
The contributions to this volume discuss the philosophical development of Friedrich Wilhelm Joseph Schellings (1775-1854) in the first half of the 19th century. In 1801, Schelling presented a broad concept for a systematic philosophy in which all of Nature and the whole spiritual world are understood as phenomena of one and the same principle. In 1809 he presented his "Philosophical Inquiries into the Essence of Human Freedom", a conception that appears to contradict the system drafted in 1801. Schelling scholars fiercely dispute over this phase between his philosophy of identity and his treatise on freedom. The contributions to this volume clearly show for the first time the development of Schelling's philosophy leading up to his treatise on freedom as a continuation of his earlier work. In this way, important issues concerning the development of Schelling's philosophy are clarified, and are of interest far beyond the narrower field of Schelling scholarship.
