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Tisch-Ordnungen

  • Kartonierter Einband
  • 125 Seiten
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Leseprobe
In den hier erstmals gemeinsam veröffentlichten Essays befasst sich Georges Perec mit verschiedenen Aspekten zeitgenössischer Schr... Weiterlesen
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Beschreibung

In den hier erstmals gemeinsam veröffentlichten Essays befasst sich Georges Perec mit verschiedenen Aspekten zeitgenössischer Schriftkultur: sozialen ebenso wie kognitiven oder mit materiellen wie etwa dem mit dieser verbundenen Mobiliar.

In den hierorts erstmals gemeinsam vero¨ffentlichten Essays befasst sich Georges Perec mit verschiedenen Aspekten zeitgeno¨ssischer Schriftkultur: sozialen ebenso wie kognitiven oder mit materiellen wie etwa dem mit dieser verbundenen Mobiliar. In Anlehnung an die deskriptive Soziologie und postkoloniale Ethnologie richtet der Autor den Fokus auf das Naheliegende und Unscheinbare, wobei er insbesondere den Symbolgehalt der Gegensta¨nde in bezug auf Herrschaft und Macht analysiert. Die Arbitrarita¨t jedweder Systematisierung vor Augen, setzt Perec ga¨ngigen Modi der Beschreibung und Klassifizierung das subversive Esprit ku¨nstlerischer Verfahren entgegen, wenn er etwa sa¨mtliche auf seinem u¨berladenen Arbeitstisch befindliche Gegensta¨nde zu beschreiben oder die Ordnung von Bibliotheken in

Autorentext
Georges Perec war einer der wichtigsten Vertreter der französischen Nachkriegsliteratur und Filmemacher. Als Sohn polnischer Juden musste Perec als Kind die deutsche Besetzung Frankreichs miterleben. Sein Vater fiel 1940 als Freiwilliger in der französischen Armee, seine Mutter wurde 1943 nach Auschwitz verschleppt. Kurz vor ihrer Verhaftung konnte sie ihren Sohn mit einem Zug des Roten Kreuzes aufs Land schicken und ihm so das Leben retten. 1945 kehrte Perec nach Paris zurück, wo er von einer Tante adoptiert wurde. Sein Studium der Geschichte und Soziologie brach er bald ab, veröffentlichte aber weiterhin Artikel in der "Nouvelle Revue française" und "Les Lettres Nouvelles". Im Jahr 1958/59 absolvierte Perec seinen Militärdienst bei den Fallschirmjägern in Pau. 1959 heiratete er Paulette Petras und verdingte sich als Archivar im Krankenhaus Saint-Antoine und am CNRS. 1967 trat Perec der literarischen Bewegung Oulipo bei, die Raymond Queneau ins Leben gerufen hatte. Das Kürzel Oulipo steht für "L' Ouvroir de Littérature Potentielle", d.h. "Werkstatt für Potentielle Literatur". Die Schriftsteller von Oulipo, die aus dem "Collège de Pataphysique", surrealistischen Gruppierungen oder dem Kollektiv "Nicolas Bourbaki" stammten, erlegten ihren Werken bestimmte literarische oder mathematische Zwänge auf, etwa den Verzicht auf bestimmte Buchstaben. Perecs Werk "Anton Voyls Fortgang" kommt so ganz und gar ohne den Buchstaben E aus. In den 70er Jahren begann Perec ebenfalls mit Erfolg Filme zu drehen. Kurz vor seinem 46. Geburtstag starb Georges Perec an Lungenkrebs.

Klappentext

Für Georges Perec boten das Schreiben nach Stilzwang, aber auch der kalkulierte Regelbruch neue Möglichkeiten der Textorganisation, um neue und überraschende Gedankenverbindungen herzustellen. Der vorliegende Band führt ins poetologische Zentrum eines der Hauptvertreter der Gruppe Oulipo: Georges Perecs unterhaltsames Spiel mit Aufzählungen, Listen und a-logischen Systematiken rüttelt auch heute noch ordentlich am Bestand tradierter Ordnungen.

Produktinformationen

Titel: Tisch-Ordnungen
Untertitel: Essays von 1973 bis 1982
Übersetzer:
Editor:
Autor:
EAN: 9783854155027
ISBN: 978-3-85415-502-7
Format: Kartonierter Einband
Herausgeber: Ritter Verlag
Genre: Lyrik & Dramatik
Anzahl Seiten: 125
Gewicht: 251g
Größe: H208mm x B144mm x T15mm
Jahr: 2014
Auflage: 1. Auflage

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