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Die drei Ordnungen

  • Kartonierter Einband
  • 511 Seiten
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Am Anfang von Dubys Buch steht eine banale Feststellung: daß nämlich das Gesellschaftsmodell des Feudalismus die Menschen in drei ... Weiterlesen
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Beschreibung

Am Anfang von Dubys Buch steht eine banale Feststellung: daß nämlich das Gesellschaftsmodell des Feudalismus die Menschen in drei Ordnungen mit drei verschiedenen Funktionen einteilt. Hiervon ausgehend entwickelt Duby seine Frage, die da lauten, wie es zur Ausbildung dieses Weltbildes kam, warum es in den zwanziger Jahren des 11. Jahrhunderts formuliert wurde und warum seine Schöpfer zwei Bischöfe, Adalbero von Laon und Gerhard von Cambrai, waren. Duby schrieb die Geschichte einer Idee bzw. Ideologie, die Geschichte der Idee der trifunktionalen Gesellschaft, und er untersucht, warum gerade dieses System aus einer Vielzahl latenter Strukturen ausgewählt wurde. Der so gesetzte Anspruch reicht über eine geistesgeschichtliche Ideengeschichte weit hinaus. Die von Duby aufgeworfenen Problemstellungen lassen sich nur mit Blick auf die politischen und ökonomischen Verhältnisse des Feudalismus zureichend lösen. Freilich hält sich das Buch in wohltuender Distanz von jener eindimensionalen materialistischen Mechanik, die Ideologie als blosen Reflex gesellschaftlicher Machtpositionen begreift. Marxens Satz von der Idee, die zur materiellen Gewalt werden kann, demonstriert Duby eindrucksvoll an seinem Gegenstand. Duby zeigt, wie die Ideologie der Trifunktionalität aus einer ursprünglich intendierten antifeudalen Konzeption zum die Feudalordnung stützenden System umgebaut wird, um dann zwei Jahrhunderte später mit der Renaissance der Monarchie und dem Triumph der Bischöfe in der zweiten Kirchenreform wiederum ihrem ursprünglichen Zweck zu dienen. (Ralf-Peter Märtin)

Autorentext
Georges Duby, Mediävist und einer der wichtigsten Vertreter der Annales-Schule, wurde 1919 in Paris geboren. Ab 1970 hatte er einen Lehrstuhl als Professor für mittelalterliche Geschichte am College de France und verfaßte zahlreiche Abhandlungen über Historie und Kunst des Mittelalters. Seit 1987 Mitglied der Academie française, war Duby unter anderem Vorsitzender im Aufsichtsrat von La Sept sowie Leiter der Zeitschriften "Etudes rurales" und "Moyen Age". Er starb 1996 im Alter von 77 Jahren in Aix-en-Provence.

Klappentext

Am Anfang von Dubys Buch steht eine banale Feststellung: daß nämlich das Gesellschaftsmodell des Feudalismus die Menschen in drei Ordnungen mit drei verschiedenen Funktionen einteilt. Hiervon ausgehend entwickelt Duby seine Frage, die da lauten, wie es zur Ausbildung dieses Weltbildes kam, warum es in den zwanziger Jahren des 11. Jahrhunderts formuliert wurde und warum seine Schöpfer zwei Bischöfe, Adalbero von Laon und Gerhard von Cambrai, waren. Duby schrieb die Geschichte einer Idee bzw. Ideologie, die Geschichte der Idee der trifunktionalen Gesellschaft, und er untersucht, warum gerade dieses System aus einer Vielzahl latenter Strukturen ausgewählt wurde. Der so gesetzte Anspruch reicht über eine geistesgeschichtliche Ideengeschichte weit hinaus. Die von Duby aufgeworfenen Problemstellungen lassen sich nur mit Blick auf die politischen und ökonomischen Verhältnisse des Feudalismus zureichend lösen. Freilich hält sich das Buch in wohltuender Distanz von jener eindimensionalen materialistischen Mechanik, die Ideologie als blosen Reflex gesellschaftlicher Machtpositionen begreift. Marxens Satz von der Idee, die zur materiellen Gewalt werden kann, demonstriert Duby eindrucksvoll an seinem Gegenstand. Duby zeigt, wie die Ideologie der Trifunktionalität aus einer ursprünglich intendierten antifeudalen Konzeption zum die Feudalordnung stützenden System umgebaut wird, um dann zwei Jahrhunderte später mit der Renaissance der Monarchie und dem Triumph der Bischöfe in der zweiten Kirchenreform wiederum ihrem ursprünglichen Zweck zu dienen. (Ralf-Peter Märtin)

Produktinformationen

Titel: Die drei Ordnungen
Untertitel: Das Weltbild des Feudalismus
Autor:
Übersetzer:
EAN: 9783518281963
ISBN: 978-3-518-28196-3
Format: Kartonierter Einband
Herausgeber: Suhrkamp
Genre: Allgemeines & Lexika
Anzahl Seiten: 511
Gewicht: 281g
Größe: H177mm x B108mm
Jahr: 1986
Auflage: 3. A.

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