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Erweiterte Suizide aus forensisch-psychologischer Perspektive
Gaby Dubbert

In der Medienberichterstattung und Fachliteratur wird häufig zur Erklärung von Tötungen mit sich anschließenden Suiziden (erweiter... Weiterlesen
Kartonierter Einband (Kt), 312 Seiten
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Beschreibung

In der Medienberichterstattung und Fachliteratur wird häufig zur Erklärung von Tötungen mit sich anschließenden Suiziden (erweiterte Suizide) die Erklärungsbandbreite von Verzweiflung, Ausweglosigkeit, Hoffnungslosigkeit, Mitleid bis Altruismus bemüht oder gar die missverständliche Interpretation eines Motivs der Tötung aus "Liebe" angeboten. Die Autorin hat sich mittels einer systematischen forensisch-psychologischen Auswertung von Gerichtsakten entsprechender Fälle den Tatmotiven und Rahmenbedingungen solcher Taten angenähert. Wesentliche Untersuchungsinhalte der Studie waren die Fragen nach einer möglichen Früherkennung solcher Dynamik, nach Einflussfaktoren der erheblichen Fremd- und Autoaggression, die sich in den Taten äußert und ob sich typische, fallübergreifende Risikokonstellationen abbilden lassen. Es interessierten die Beziehungen zwischen Täter/Innen und Opfern, die Vorentwicklungen zu den Taten und die Ursachen für tatrelevante Eskalationen, die Entscheidungsalgorithmen der Täter/Innen, das Ausmaß psychischer Störungen und Erkrankungen, das Ausmaß der Affekte und die Fragen, ob bestimmte Risikofaktoren in Summation auftraten - oder aus der anderen Perspektive betrachtet, ob möglicherweise Schutzfaktoren fehlten, die andere Menschen in vergleichbaren Ausgangssituationen zu anderen "Problemlösungen" greifen lassen. Gaby Dubbert, Jahrgang 1956, Diplom-Psychologin und Oberregierungsrätin a. D. 1992 bis 1994 Mitarbeiterin des Zentralen Psychologischen Dienstes der Bayerischen Polizei und Lehrbeauftragte an der Beamtenfachhochschule in Fürstenfeldbruck. 1994 bis 2008 hauptamtliche Dozentin für das Studienfach Psychologie im Fachbereich Polizei der Fachhochschule für Verwaltung und Dienstleistung in Schleswig-Holstein, von 2003 bis 2005 Prodekanin. Seit 2004 als Sachverständige für Prognose- und Lockerungsgutachten für die Landgerichte und Justizvollzugsanstalten in Schleswig-Holstein tätig, seit 2008 selbstständig als rechtspsychologische Gutachterin und Unternehmensberaterin zu kriminalpsychologischen Fragestellungen. Verschiedene Publikationen zu polizei- und kriminalpsychologischen Problemstellungen.

Inhalt

1. EINLEITUNG, GEGENSTAND UND ZIEL DER ARBEIT
2. DEFINITIONEN DES PHÄNOMENS VON TÖTUNGEN MIT ANSCHLUSSSUIZIDEN (ERWEITERTE SUIZIDE) UND DAMIT ZUSAMMENHÄNGENDE PROBLEME IHRER ERFASSUNG
3. THEORETISCHER HINTERGRUND
3.1 Stand der Forschung und Studienlage
3.2 Theoretische Erklärungsansätze zur Selbst- und Fremdaggression (Suizidalität und Tötungsmotive) unter psychoanalytischen, sozialpsychologischen, kognitiven und forensischen Aspekten
3.2.1 Suizidale Krisen: In den Tunnel der kognitiven Einengung des präsuizidalen Syndroms
3.2.2 Psychodynamische Aspekte: Die destruktive Seite depressiver und narzisstischer Verarbeitungsmodi
3.2.3 Tatrelevante Persönlichkeitsdefizite unter der Betrachtung konfliktdynamischer und struktureller Aspekte
3.2.4 EWS im Zusammenhang mit belastenden Lebensereignissen und dysfunktionalen Bewältigungsmustern
3.2.5 Bindungstheoretische Aspekte als Mitursache für die Entwicklung partnerschaftlicher Krisen und Gewalt
3.2.6 Tötungsdelikte unter motivationalen, kognitiven und attributionstheoretischen Aspekten
3.2.7 Selbstwertschutz, psychologische Reaktanz und der Verlust von Kontrolle
3.2.8 Der Einfluss von Substanzmissbrauch auf tatrelevante Enthemmung und kognitive Verzerrungen und die Schwierigkeiten forensischer Bewertungen
3.2.9 Psychische Störungen im Kontext von Suizidalität und Tötungsdelinquenz
3.2.10 Frauen als Täterinnen und die Tötung von Kindern
3.2.11 Affekte im Kontext von Tötungsdelikten - "Crimes of Passion"?
3.2.12 Risiko- und Schutzfaktoren im Zusammenhang mit der Vorhersage von Gewalttaten
4. METHODISCHES VORGEHEN
4.1 Dokumentenanalyse
4.2 Qualitative Inhaltsanalyse
5. BESCHREIBUNG DER STICHPROBE UND FALLDARSTELLUNGEN
5.1 Die gesamte Stichprobe
5.2 Erweiterte Suizide im sozialen Nahraum (Partnerschaft und Familie), u berwiegend im Kontext von "Trennungskrisen" und finanziellen Problemen
5.2.1 Fall 1: "Wenn du diesen Brief liest, ist alles vorbei. Wahrscheinlich wird es groß in der Zeitung stehen."
5.2.2 Fall 2: "Die Olle ist dot!"
5.2.3 Fall 3: Porsche und schöne Frauen: "Traumfrau gefunden"
5.2.4 Fall 4: Cholerisch? Trennung: Jäger erschießt Ehefrau
5.2.5 Fall 5: "Komm raus, ich hab deine Mutter erschossen!"
5.2.6 Fall 6: "Ein Mensch, der nicht allein sein kann, unselbstständig und von anderen abhängig." Mann tötet in acht Jahren zwei Frauen
5.2.7 Fall 7: Kein Geld mehr für die Schönheits- OP. Maniforme Entwicklung?
5.2.8 Fall 8: "Hallo Süße, ich weiß nicht, inwiefern du Verständnis dafür hast..." Vater erwürgt Sohn
5.2.9 Fall 19: Schulden. Täter erschießt Ehefrau und Hund
5.2.10 Fall 20: Kokain- Milieu- Drohende Zwangsräumung
5.2.11 Fall 21: "Und nun werde ich diese Welt, auf der ich alles das zerstört habe, was ich je geliebt habe, von mir befreien." Kokain, Zwangsvollstreckung, Krise
5.2.12 Fall 22: Der Hochzeitstag ist "unser Todestag"! Eifersucht, Alkohol, Waffen
5.2.13 Fall 23: "Es tut mir leid! In Liebe und Dankbarkeit." Häusliche Gewalt, Eifersucht, Alkohol und Drogen
5.2.14 Fall 24: "Die Welt wird mich nicht mehr erleben". Eifersucht, zwei Flaschen Rum und Beruhigungsmittel. Die Ehefrau überlebt und ist querschnittgelähmt
5.2.15 Fall 25: "Das nehme ich dir nicht ab!" Eifersuchtswahn, Schulden, Alkohol. Der Täter überlebt
5.3 Erweiterte Suizide im Bekanntenkreis (Nachbar, Arzt, Vermieter, Arbeitgeber)
5.3.1 Fall 9: Immer Ärger mit dem Nachbarn
5.3.2 Fall 10: Falsche Diagnose?
5.3.3 Fall 26: "Alt und schwach und ohne Energie und zu krank zum Sterben."
5.3.4 Fall 27: Zu wenig Lohn? Arbeitgeber erschossen!
5.4 Erweiterte Suizide in höherem Lebensalter vor dem Hintergrund schwerwiegender Erkrankungen mindestens eines Beteiligten
5.4.1 Fall 11: "Sie hat Depressionen seit 40 Jahren."
5.4.2 Fall 12: Frau schwer krank- Täter bizarr- Doppelsuizid?
5.4.3 Fall 13: Pflegefall- Alzheimer: "Wenn gar nichts mehr geht."
5.4.4 Fall 28: "Mit der Pflege seiner Frau überfordert". Täter im Vorruhestand
5.4.5 Fall 29: Auf keinen Fall ins Pflegeheim! Ehepaar atypisch erhängt
5.4.6 Fall 30: "Wir haben euch sehr lieb und grüßen für ewig." Krebsdiagnose
5.5 Erweiterte Suizide, Verdacht einer akuten Psychose
5.5.1 Fall 14: "Ein Kind zum Verwöhnen". Tochter tot, Mutter überlebt
5.5.2 Fall 15: "Von Kameras verfolgt"!
5.5.3 Fall 16: "Der eine kämpft gegen den anderen in meinem Körper!" Mutter ersticht zwei Kinder, sie überlebt
5.5.4 Fall 17: "Ich bin ein Versager!" Sohn erwürgt Mutter mit einem Schal
5.5.5 Fall 18: "Die überlass ich doch nicht dem!" Tochter vergiftet, Mutter erhängt
5.5.6 Fall 31: "Who wants to live forever? Schulden. Enkel erschießt Großmutter
5.6. Bezug zu den Fragestellungen und zum methodischen Vorgehen
6. DISKUSSION
6.1 Tätercharakteristika und Risikofaktoren im Kontext von EWS im sozialen Nahraum zum Nachteil von Partnerinnen und Familienangehörigen ("Trennungskrise")
6.1.1 EWS zum Nachteil von Partnerinnen vor dem Hintergrund finanzieller Probleme
6.1.2 Die Tötung eines Kindes und ein untauglicher Suizidversuch im Kontext einer Trennungskrise vor dem Hintergrund eines unsicher-ambivalenten Bindungsmusters
6.2 Tätercharakteristika und Risikofaktoren im Kontext von EWS zum Nachteil von Personen aus dem weiteren sozialen Umfeld ("Rache")
6.3 Tätercharakteristika und Risikofaktoren im Kontext von EWS im Zusammenhang mit schwerwiegenden Erkrankungen und im höheren Lebensalter ("Bilanz")
6.4 Tätercharakteristika und Risikofaktoren im Kontext von EWS in psychotischen oder psychosenahen Zuständen ("Psychotische Störung")
6.5 Exkurs: Misslungene Suizidversuche nach Tötungen und die Folgen
7. ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK
8. LITERATURVERZEICHNIS
9. ANHANG

Produktinformationen

Titel: Erweiterte Suizide aus forensisch-psychologischer Perspektive
Untertitel: Eine Aktenanalyse von 31 Fällen
Autor: Gaby Dubbert
EAN: 9783866762916
ISBN: 978-3-86676-291-6
Format: Kartonierter Einband (Kt)
Herausgeber: Verlag f. Polizeiwissens.
Genre: Sonstiges
Anzahl Seiten: 312
Gewicht: 414g
Größe: H211mm x B146mm x T20mm
Jahr: 2013
Auflage: 1. Aufl.

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