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Spracherinnerungen

  • Kartonierter Einband
  • 307 Seiten
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Das Verschwinden ist im Diskurs über das Judenspanische allgegenwärtig. Die Literatur zeigt ein zum Teil gegenläufiges Phänomen. I... Weiterlesen
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Beschreibung

Das Verschwinden ist im Diskurs über das Judenspanische allgegenwärtig. Die Literatur zeigt ein zum Teil gegenläufiges Phänomen. In den letzten Jahrzehnten sind in der Türkei, in Frankreich, in den USA und weltweit literarische Texte entstanden, in denen dem Judenspanischen eine zentrale Rolle zukommt. Die Sprache der Vorfahren ist Vehikel der Erinnerung, auch wenn von der sephardischen Vergangenheit und ihrem mehrsprachigen Erbe in weitgehend einsprachigen Texten erzählt wird. In Spracherinnerungen wird deutlich, wie durch die Transkriptionen der verschwindenden Sprache etwas Neues entsteht, eine literarisch ausgestaltete Form des Judezmo. In Lektüren, die linguistische und historische Kontexte einbeziehen, wird die sprachliche Gemengelage der literarischen Texte herausgearbeitet. Das Buch legt in der literaturwissenschaftlichen Forschung bisher wenig beachtete türkisch-sephardische Spuren frei. Die Darstellung des Judenspanischen als Großelternsprache, als Sprache des Essens und als 'sterbende' Sprache erlaubt eine Rückbindung an andere zeitgenössische Literaturen im Zeichen von Diaspora und Globalisierung. Den Fäden der jeweiligen Erzählungen folgend ergeben sich Einblicke in ein sephardisches Sprachkaleidoskop und eine von Migration, Exil und (Neu-)Verwurzelung geprägte Geschichte.

Autorentext

Elisabeth Güde studierte Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft und Französische Philologie in Bonn, Paris, Istanbul und Berlin. Ihre 2017 verteidigte Doktorarbeit, die hier überarbeitet in Buchform vorliegt, entstand im Rahmen eines Graduiertenkollegs zu Funktionen des Literarischen in Prozessen der Globalisierung an der Ludwig-Maximilians-Universität München.



Klappentext

Im Diskurs über das Judenspanische ist der Topos des Verschwindens allgegenwärtig. Die Literatur zeigt ein partiell gegenläufiges Phänomen. In den letzten Jahrzehnten sind in der Türkei, in Frankreich, in den USA und weltweit literarische Texte entstanden, in denen dem Judenspanischen eine zentrale Rolle zukommt. Die Sprache der Vorfahren fungiert als Vehikel der Erinnerung, auch wenn von der sephardischen Vergangenheit und ihrem mehrsprachigen Erbe in weitgehend einsprachigen Texten erzählt wird.

In Spracherinnerungen wird deutlich, wie durch die Transkriptionen der verschwindenden Sprache etwas Neues entsteht, eine literarisch ausgestaltete Form des Judezmo. In Lektüren, die linguistische und historische Kontexte wie die Gründung der Republik Türkei, den Einfluss der Alliance Israélite Universelle und die Schatten der Shoah einbeziehen, wird die sprachliche Gemengelage der literarischen Texte herausgearbeitet. Die Untersuchung legt bisher in der literaturwissenschaftlichen Forschung wenig beachtete türkisch-sephardische Spuren frei. Die Darstellung des Judenspanischen als Großelternsprache, als Sprache des Essens und als ,sterbende' Sprache erlaubt eine Rückbindung an andere zeitgenössische Literaturen im Zeichen von Diaspora und Globalisierung.

Den Fäden der jeweiligen Erzählungen folgend, ergeben sich Einblicke in ein sephardisches Sprachkaleidoskop und eine von Migration, Exil und (Neu-)Verwurzelung geprägte Geschichte.

Produktinformationen

Titel: Spracherinnerungen
Untertitel: Transkriptionen des Judezmo in zeitgenössischer Literatur
Autor:
EAN: 9783958082281
ISBN: 978-3-95808-228-1
Format: Kartonierter Einband
Herausgeber: Neofelis Verlag GmbH
Genre: Judentum
Anzahl Seiten: 307
Gewicht: 427g
Größe: H211mm x B152mm x T25mm
Jahr: 2019
Auflage: Neuausg.
Land: DE
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