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Antiphon

  • Fester Einband
  • 156 Seiten
1958, mehr als zwanzig Jahre nach dem Erscheinen des meisterhaften Romans Nachtgewächs (BS 293), sorgte Djuna Barnes (1892-1982) m... Weiterlesen
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Beschreibung

1958, mehr als zwanzig Jahre nach dem Erscheinen des meisterhaften Romans Nachtgewächs (BS 293), sorgte Djuna Barnes (1892-1982) mit der Veröffentlichung des Schauspiels Antiphon, einer Familientragödie von klassischem Ausmaß, erneut für Aufsehen. Der Ort des Geschehens ist bizarr: die große Eingangshalle eines ehemaligen Chorherrenstifts. Eine Familie - vielmehr das, was von ihr übriggeblieben ist - trifft sich. Die Zeit der Abrechnung ist gekommen. Immer mehr spitzt sich die Auseinandersetzung zwischen Mutter und Tochter zu.

Autorentext

Djuna Barnes wurde am 12. Juni 1892 in Cornwall-on-Hudson / USA geboren. Sie arbeitete als Journalistin und Korrespondentin in New York, wo sie auch ihre ersten literarischen Werke, u.a. einige Dramen, verfasste. 1919 ging Barnes nach Paris, wo sie bald im lesbischen Zirkel um Natalie Barney, der Academy of Women, verkehrte. In den Pariser Jahren führte sie ein sexuell freizügiges und ausschweifendes Leben an der Seite von Thelma Wood und Peggy Guggenheim. In Paris schrieb sie auch ihre bedeutendsten Romane, wie Ryder und Nightwood. 1940 kehrte sie in die USA zurück, wo sie sich in ihr Privatleben zurückzog und nur noch wenige Werke veröffentlichte. Barnes starb am 18. Juni 1980.

Inge von Weidenbaum, geboren 1934 in der Tschoslowakei, wuchs in München auf, wo sie Volkswirtschaftslehre und Germanistik studierte. Sie lehrte Literatur an verschiedenen italienischen Universitäten. Seit 1965 lebt sie in Rom und ist als Lektorin und Übersetzerin tätig.



Leseprobe

Die große Eingangshalle von Burley

Rechts und links fuhren breite, flache Treppen zur Galerie hinauf. über die Balustrade hängen Flaggen, Banner, Barette, Ordensbänder und Theaterkostüme aller Art. Genau unter der Galerie ist eine gewölbte Türöffnung ohne Türe. In der Halle steht ein langer Tisch, dahinter ein Kastenstuhl, an den Tischenden die beiden Hälften eines Greifen, früher ein Wagen in einem Karussell.

Der Tisch ist in aller Form gedeckt, beherrscht von schweren Kerzenleuchtern, einer großen Suppenterrine aus Porzellan, einer bronzenen Vesperglocke und einer zerbeulten, vergoldeten Fastnachtskrone.

Zur Linken steht vor einein gotischen Fenster ohne Scheiben eine Schneiderpuppe in Uniform, umringt von Notenständern, Hörnern, Fiedeln, Gewehrkästen, Hutschachteln, Masken, Spielzeug und zerbrochenen Tier- und Menschenstatuen.

Zur Rechten sieht man durch die eingestürzte Mauer in die Landschaft und auf einen Teil eines verfallenen Kreuzganges. In der Maueröffnung sitzt ein grauer Flanellesel mit dem Rücken zur Bühne.

Miranda, eine hochgewachsene Frau, Ende fünfzig, kommt aus dem Kreuzgang herein. Ihre Haltung ist vornehm, aber zerrüttet. Sie trägt ein elegantes, doch verschlissenes Kleid, offensichtlich ein Theaterkostüm, einen langen Mantel, Schnallenschuhe und einen raffinierten Dreispitz mit wehenden Hahnenfedern. Die linke Hand stützt sie auf einen Spazierstock mit schwerer Krücke. ...

Produktinformationen

Titel: Antiphon
Autor:
Übersetzer:
EAN: 9783518012413
ISBN: 978-3-518-01241-3
Format: Fester Einband
Herausgeber: Suhrkamp
Genre: Sonstige Literatur
Anzahl Seiten: 156
Gewicht: 216g
Größe: H182mm x B121mm x T18mm
Jahr: 1972
Auflage: 3. A.

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