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Gedichte, Dramen, Prosa, Briefe

  • Kartonierter Einband
  • 242 Seiten
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August Stramm, 29. 7. 1874 Münster - 1. 9. 1915 bei Brest-Litowsk (Russland). Der Sohn eines Postbeamten trat nach dem Abitur 189... Weiterlesen
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Beschreibung

Autorentext

August Stramm, 29. 7. 1874 Münster - 1. 9. 1915 bei Brest-Litowsk (Russland).
Der Sohn eines Postbeamten trat nach dem Abitur 1893 selbst in den Postdienst ein und stieg im Verwaltungsdienst auf. 1905 wurde er nach Berlin versetzt; als Gasthörer studierte er Nationalökonomie, Geschichte und Philosophie und promovierte 1909 in Halle mit einer Arbeit über das Weltporto zum Dr. phil. Als Hauptmann der Reserve wurde er bei Kriegsbeginn eingezogen und el als Bataillonskommandeur an der Ostfront. S. begann nach der Jahrhundertwende mit dramatischen Dichtungen naturalistischer und lyrisch-symbolistischer Art. Die entscheidende Wende in seinem Schaffen bedeutete die Begegnung mit H. Walden, dem Herausgeber der expressionistischen Zeitschrift Der Sturm. S. wurde zum Exponenten der im Sturm-Kreis vertretenen Wortkunst-Theorie, die auf das Unmittelbare hinter den Konventionen der Sprache zielte und es im einzelnen Wort zu nden glaubte. Verbunden mit einer Hinneigung zum Futurismus (S.) äußern sich diese Vorstellungen bei S. im Zerbrechen syntaktischer und hierarchischer Strukturen, in häügen Ein-Wort-Zeilen, in semantisch nicht eindeutigen Verbalsubstantiven, in Neologismen, Wortverkürzungen und äußerster Konzentration und Reduktion. Zugleich ergeben sich durch Variation, Wiederholung und Reihung neue konstruktive Ordnungen. S. verwirklichte diese Vorstellungen in einer Reihe von 1914-16 als Sturm-Bücher veröffentlichten Einaktern und dem Gedichtzyklus Du, in dem die Polarität von Ich und Du in einer mystizistischen All-Einheit aufgehoben wird. Postum erschien eine Sammlung von noch stärker verdichteten Kriegsgedichten (Tropfblut), scharf konturierte Momentaufnahmen und Evokationen des Schrecklichen und Sinnlosen, modi ziert durch Andeutungen eines zyklischen kosmischen Prozesses von Werden und Vergehen.


In: Reclams Lexikon der deutschsprachigen Autoren. Von Volker Meid. 2., aktual. und erw. Aufl. Stuttgart: Reclam, 2006. (.) - © 2001, 2006 Philipp Reclam jun. GmbH & Co., Stuttgart.



Inhalt
Gedichte: Abend - Abendgang - Allmacht - Angriff - Angststurm - Begegnung - Blüte - Dämmerung - Der Morgen - Der Ritt - Die Menschheit - Erfüllung - Erhört - Erinnerung - Feuertaufe - Fluch - Frage - Freudenhaus - Frostfeuer - Gefallen - Gewitter - Granaten - Haidekampf - Heimlichkeit - Im Feuer - Kampfflur - Krieg - Krieggrab - Liebeskampf - Mairegen - Mondblick - Mondschein - Patrouille - Schlacht - Schlachtfeld - Schön - Schrapnell - Schrei - Schwermut - Sehnen - Siede - Signal - Spiel - Sturmangriff - Tanz - Traum - Traumig - Trieb - Triebkrieg - Untreu - Urtod - Urwanderung - Verabredung - Verhalten - Vernichtung - Verzweifelt - Vorfrühling - Vorübergehn - Wache - Wacht - Wankelmut - Wecken - Weltwehe - Werben - Werttod - Wiedersehen - Wunde - Wunder - Zwist Dramen: Rudimentär - Sancta Susanna - Kräfte - Geschehen Prosa: Der Letzte - Warten Briefe

Produktinformationen

Titel: Gedichte, Dramen, Prosa, Briefe
Untertitel: Hrsg. v. Jörg Drews
Editor:
Autor:
EAN: 9783150099292
ISBN: 978-3-15-009929-2
Format: Kartonierter Einband
Herausgeber: Reclam
Genre: Lyrik & Dramatik
Anzahl Seiten: 242
Gewicht: 114g
Größe: H149mm x B95mm x T12mm
Veröffentlichung: 26.01.2001
Jahr: 1997
Land: DE