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Paradox Blindheit
Astrid Hackel

Als populäres Sujet innerhalb der Künste markiert Blindheit keinen Gegensatz, sondern eine spezifische Ausprägung visueller Wahrne... Weiterlesen
Kartonierter Einband (Kt), 320 Seiten  Weitere Informationen
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Beschreibung

Als populäres Sujet innerhalb der Künste markiert Blindheit keinen Gegensatz, sondern eine spezifische Ausprägung visueller Wahrnehmung. Vor dem Hintergrund der von den Visual Culture Studies, der Kunst-, Theater- und Kulturwissenschaft vorangetriebenen Beschäftigung mit Formen und Praktiken visueller Wahrnehmung, Sichtbarkeit und Repräsentation widmet sich Paradox Blindheit der grundsätzlichen Verschränkung von Konzepten des Sehens und der Blindheit. Der Band rückt mit dem Ziel, Bedeutungen und Funktionen von Blindheit in den Künsten näher zu bestimmen, eine Auswahl neuerer Arbeiten aus der Literatur, der Fotografie, dem Theater und der szenischen Installationskunst in den Fokus. Nachgewiesen wird, dass diese neueren, im Kontext des westlichen Denkens zu verortenden Auseinandersetzungen mit Blindheit keine Absage an das Paradigma der Visualität darstellen, sondern sich als produktiv für das Aushebeln und Aufbrechen verkürzter, ausgrenzender und normierender Praktiken visueller Wahrnehmung erweisen. Die Einbeziehung kulturhistorischer Deutungsmuster wie Blindheit als Strafe oder männliches Privileg ist dabei unabdingbar, dienen diese kulturellen Deutungsmuster doch bis in die Gegenwart als Matrix für vielschichtige und ambivalente Aushandlungen von Blindheit an der Schwelle zwischen konventionellen Kategorien des Sehens und Nichtsehens, des Wissens und Nichtwissens sowie des Materiellen und Immateriellen. Im Mittelpunkt stehen Arbeiten von Paul Brodowsky, Dea Loher, Sophie Calle, Jan Lauwers & Needcompany und Meg Stuart.

Autorentext

Astrid Hackel arbeitet als Publizistin, Lektorin und Kulturwissenschaftlerin. Sie studierte Literatur- und Theaterwissenschaft sowie Museumsmanagement und -kommunikation in Berlin und Toulouse und war Mitglied im Graduiertenkolleg "Geschlecht als Wissenskategorie". Aktuell forscht sie zum Thema Ausstellungskritik und im Kontext des DFG-Forschungsnetzwerks "Aktionskunst jenseits des Eisernen Vorhangs" zu Kunst in der DDR zwischen 1976 und 1989.

Produktinformationen

Titel: Paradox Blindheit
Untertitel: Inszenierungen des Sehverlusts in Literatur, Theater und bildender Kunst der Gegenwart
Autor: Astrid Hackel
EAN: 9783958081314
ISBN: 978-3-95808-131-4
Format: Kartonierter Einband (Kt)
Herausgeber: Neofelis Verlag GmbH
Anzahl Seiten: 320
Gewicht: 471g
Größe: H211mm x B149mm x T27mm
Veröffentlichung: 30.08.2017
Jahr: 2017
Land: DE

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