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Der Tod des Carlos Gardel

  • Fester Einband
  • 420 Seiten
Antonio Lobo Antunes, einer der wenigen zeitgenössischen Schriftsteller, deren Werke zur Weltliteratur gerechnet werden, führt mit... Weiterlesen
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Beschreibung

Antonio Lobo Antunes, einer der wenigen zeitgenössischen Schriftsteller, deren Werke zur Weltliteratur gerechnet werden, führt mit packender Sprachmacht und einem bestechend genauen Einblick in die Abgründe der Psyche einen weiteren Reigen der Ungeliebten vor. Die Mitglieder einer auseinanderbrechenden Familie in Lissabon bewegen sich zur Musik des argentinischen Tangoidols Carlos Gardel, der im Fortgang des Romans zum Symbol der Vergänglichkeit, des Todes einer Generation und ihrer Gefühle wird.

Álvaro ist ein besessener Bewunderer des Tangosängers Carlos Gardel. Er sammelt Andenken an sein längst verstorbenes Idol und hüllt sich mit Hilfe alter Tonbandaufnahmen von Gardels markanter, schmachtender Stimme in eine Klangwelt, in die ihm niemand folgen mag. Claudia, Álvaros Frau, hat sich schon lange von ihm getrennt, nur der gemeinsame Sohn Nuno übernachtet noch manchmal beim Vater, wenn Claudia mit ihrem neuen Freund allein sein möchte. Nuno ist eifersüchtig auf ihn und mag auch den Vater nicht; Nunos Schmerz, Unglück und Hilflosigkeit kulminieren schließlich in seiner Heroinsucht. Die Verwandten unternehmen zwar halbherzige Versuche, dem Jungen zu helfen, letztlich wären sie aber froh, von ihm und auch voneinander loszukommen. Doch als Nuno stirbt, ändert das wenig an den Verstrickungen, in denen sich die Familie verfangen hat: Aus Schuldgefühlen resultieren neue Zweckbündnisse, immer irrealere Fluchtwelten schränken die tatsächliche Bewegungsfreiheit ein. Besonders Álvaro verteidigt seine Obsession gegen die Umwelt, bis ihm eines Tages Carlos Gardel sogar leibhaftig gegenüberzutreten scheint. Das Drehen der Figuren um sich selbst, die komplexe und aus vielen Wechseln bestehende Bewegung des Tangos und dessen innere Spannung hat António Lobo Antunes meisterhaft in eine literarische Form übersetzt.

Autorentext

António Lobo Antunes wurde 1942 in Lissabon geboren. Er studierte Medizin, war während des Kolonialkrieges 27 Monate lang Militärarzt in Angola und arbeitete danach als Psychiater in einem Lissabonner Krankenhaus. Heute lebt er als Schriftsteller in seiner Heimatstadt. Lobo Antunes zählt zu den wichtigsten Autoren der europäischen Gegenwartsliteratur. In seinem Werk, das mittlerweile mehr als zwanzig Titel umfasst und in vierzig Sprachen übersetzt worden ist, setzt er sich intensiv und kritisch mit der portugiesischen Gesellschaft auseinander. Er erhielt zahlreiche Preise, darunter den "Großen Romanpreis des Portugiesischen Schriftstellerverbandes", den "Jerusalem-Preis für die Freiheit des Individuums in der Gesellschaft" und den Camões-Preis.

Produktinformationen

Titel: Der Tod des Carlos Gardel
Untertitel: Roman. Aus d. Portugies. v. Maralde Meyer-Minnemann
Übersetzer:
Autor:
EAN: 9783630870625
ISBN: 978-3-630-87062-5
Format: Fester Einband
Herausgeber: Luchterhand
Genre: Romane & Erzählungen
Anzahl Seiten: 420
Gewicht: 674g
Größe: H224mm x B147mm x T36mm
Jahr: 2000
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