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Akten deutscher Bischöfe seit 1945

  • Fester Einband
  • 996 Seiten
Die frühen Jahre der Bundesrepublik Deutschland waren für die katholischen Bischöfe eine herausfordernde Zeit. Nach der Gründung d... Weiterlesen
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Beschreibung

Die frühen Jahre der Bundesrepublik Deutschland waren für die katholischen Bischöfe eine herausfordernde Zeit. Nach der Gründung des westdeutschen Teilstaats galt es, den Platz der Katholiken in der bundesdeutschen Gesellschaft zu behaupten, kulturelle Positionen zu verteidigen und neu zu erkämpfen. Innerhalb und außerhalb der Kirche vollzogen sich tiefgreifende Prozesse der Veränderung und Modernisierung. Die Lebenswelt der Katholiken war nicht mehr durch die Grenzen des katholischen Milieus bestimmt, katholische Positionen wurden nicht mehr selbstverständlich akzeptiert. Mit umso größerem Eifer bemühten sich die Bischöfe auf Länderebene weiter um den Erhalt des katholischen Schulwesens, rangen um den katholischen Einfluß in den Gewerkschaften und in der Militärseelsorge, in Rundfunk und Presse und in den Familienverbänden. Mit dem Katholischen Büro in Bonn unter der Leitung von Prälat Wilhelm Böhler schufen sie 1952 eine dauerhafte kirchliche Verbindungsstelle zum Staat. Auch die innerkirchlichen Strukturen mußten an die wachsenden Herausforderungen angepaßt werden: Mit der Einsetzung einer bischöflichen Sonderkommission begann 1950 ein Prozeß zur Neuorganisation der Fuldaer Bischofskonferenz unter ihrem Vorsitzenden Joseph Kardinal Frings. Das alte Referentensystem wurde durch ein neues System von Sachreferaten ersetzt. Ebenso bedurfte das katholische Vereins und Verbandswesen der Neustrukturierung. 1952 wurde das Zentralkomitee der deutschen Katholiken als Spitzenorganisation der Laien gegründet. Um die Formulierung des Statuts wurde hart gerungen; hier schlug sich die Sorge der Bischöfe nieder, die Arbeit der katholischen Laien könne sich allzu sehr verselbständigen und vom bischöflichen Lenkungsanspruch entfernen. Mehr als 250 sorgfältig ausgewählte Dokumente aus kirchlichen Aktenbeständen sind in diesem Band erstmals veröffentlicht und mit einer ausführlichen kritischen Kommentierung versehen. Sie gewähren dem Leser neue Einblicke in das bischöfliche Wirken der frühen 1950er Jahre und bilden für künftige Forschungsarbeiten eine bedeutsame Grundlage.

Klappentext

Die 1950er Jahre waren eine bewegte Zeit - gesellschaftlich und innerkirchlich geprägt von Modernisierung und Wandel.Große politische Themen - Gründung der Bundeswehr, Bildung des Südweststaats, Schulgesetzgebung und nicht zuletzt die Gleichstellung der Frau - forderten die katholischen Bischöfe zu Stellungnahmen heraus. Es galt, den Einfluss der Kirche zu behaupten, während traditionelle kirchliche Positionen nicht mehr selbstverständlich akzeptiert wurden. Zugleich veränderten sich die Strukturen der Kirche selbst: Die Gründung des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, die Einrichtung des Katholischen Büros und die Neuformierung der Bischofskonferenz bestimmten die Aktivitäten der Bischöfe.Mehr als 250 ausgewählte Dokumente, erstmals veröffentlicht und ausführlich kommentiert, machen den Band zu einem Grundlagenwerk zur Geschichte von Kirche und Katholizismus der jungen Bundesrepublik.

Produktinformationen

Titel: Akten deutscher Bischöfe seit 1945
Untertitel: Bundesrepublik Deutschland 1950-1955
Editor:
EAN: 9783506787231
ISBN: 978-3-506-78723-1
Format: Fester Einband
Herausgeber: Schoeningh Ferdinand GmbH
Genre: Allgemeines & Lexika
Anzahl Seiten: 996
Gewicht: 1788g
Größe: H244mm x B177mm x T63mm
Veröffentlichung: 16.08.2017
Jahr: 2017