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»Ästhetisierung«

  • Kartonierter Einband
  • 221 Seiten
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quot;Ästhetisierung" lautet das Schlagwort eines Kritikgenres des 20. Jahrhunderts, das die Grenzen zwischen dem Ästhetischen... Weiterlesen
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Beschreibung

quot;Ästhetisierung" lautet das Schlagwort eines Kritikgenres des 20. Jahrhunderts, das die Grenzen zwischen dem Ästhetischen und Nichtästhetischen in polemischer Absicht vermessen hatte: Von Benjamins Diagnose einer "Ästhetisierung des politischen Lebens" über Debords "Gesellschaft des Spektakels" bis hin zu den verschiedenen Spielarten der Postmodernekritik ging es darum, dominante Momente des Ästhetischen auszumachen, welche die Bereiche der Politik, der Erkenntnis oder der Religion in eine Krise ihrer Normativität stürzen. Zunehmend lässt sich nun eine gegenläufige Tendenz beobachten: Teile der Geistes-, Geschichts- und Kulturwissenschaften behaupten eine konstitutive Funktion des Ästhetischen für politische, epistemische und religiöse Praktiken. Statt im Ästhetischen einen externen Stör- und Krisenfaktor zu sehen, wird es nun entweder als wesentlich für das Gelingen oder Funktionieren dieser Praktiken akzentuiert oder als Schlüsselbegriff betrachtet, um die Begriffe des Wissens, des Politischen und Religiösen einer grundlegenden Revision zu unterziehen.

Autorentext

Cornelia Temesvári ist Komparatistin und arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Sonderforschungsbereich »Ästhetische Erfahrung im Zeichen der Entgrenzung der Künste« sowie als Lehrbeauftragte am Institut für Religionswissenschaft an der Freien Universität Berlin. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Produktionsästhetik der Moderne und Postmoderne und ästhetische Transformationen der Kabbala in zeitgenössischer Literatur und Theorie. Dirk Setton lehrt Philosophie an der Goethe-Universität Frankfurt am Main und ist Mitglied des Exzellenzclusters »Die Herausbildung normativer Ordnungen«. Ilka Brombach ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Sonderforschungsprojekt 626 »Ästhetische Erfahrung im Zeitalter der Entgrenzung der Künste« und lehrt am Seminar für Filmwissenschaft der FU Berlin. Sie forscht zum europäischen Kino nach 1945, zu Theorien der Öffentlichkeit und zu filmästhetischen Konzepten des Politischen.



Klappentext

»Ästhetisierung« lautet das Schlagwort eines K­ritikgenres des 20. Jahrhunderts, das die Grenzen zwischen dem Ästhetischen und Nichtästhetischen in polemischer Absicht vermessen hatte: Von Benjamins Diagnose einer »Ästhetisierung des politischen Lebens« über Debords »Gesellschaft des Spektakels« bis hin zu den verschiedenen Spielarten der Post­modernekritik ging es darum, dominante Momente des Ästhetischen auszumachen, welche die Bereiche der Politik, der Erkenntnis oder der Religion in eine Krise ihrer Norma­tivität stürzen.

Zunehmend lässt sich nun eine gegenläufige Tendenz beobachten: Teile der Geistes-, Geschichts- und Kulturwissenschaften behaupten eine konstitutive Funktion des Ästhetischen für politische, epistemische und religiöse Praktiken. Statt im Ästhetischen einen externen Stör- und Krisenfaktor zu sehen, wird es nun entweder als wesentlich für das Gelingen oder Funktionieren dieser Praktiken akzentuiert oder als Schlüsselbegriff betrachtet, um die Begriffe des Wissens, des Politischen und Religiösen einer grundlegenden Revision zu unterziehen.



Inhalt

7 - 14 Einleitung (Ilka Brombach, Dirk Setton, Cornelia Temesvári)
17 - 22 »Ästhetisierung« (Christoph Menke)
23 - 40 Die ästhetische Revolution und ihre Folgen (Jacques Rancière)
41 - 47 Rancières Reästhetisierungen (Jan Völker)
49 - 57 Ästhetisierung als Beschreibung (David Weber)
61 - 66 Vorbemerkungen zum Verhältnis von Ästhetischem und Epistemischem (Dorothea von Hantelmann, Antje Wessels)
67 - 82 Ästhetische Illusion als Bestandteil des Wissens (Astrid Deuber-Mankowsky)
83 - 90 Ästhetik und Nichtwissen (Dirk Setton)
91 - 104 Funktionale Zweckfreiheit (Hans-Georg Soeffner)
105 - 110 Kann es eine protosoziologisch-anthropologische Kritik am Ästhetizismus geben? (Thomas Becker)
113 - 118 Ästhetisierungen und Anästhetisierungen des Politischen (Juliane Rebentisch)
119 - 132 Vom Nutzen des Ästhetischen für eine demokratische Kultur (Josef Früchtl)
133 - 138 Eine Antwort auf Josef Früchtl (Anja Streiter)
139 - 148 Bilderpolitik im Ausgang des monotheistischen Bilderverbots und die Begründung einer politischen Ästhetik (Gertrud Koch)
149 - 154 Eine Antwort auf Gertrud Koch (Felix Ensslin)
157 - 162 Von der Abschaffung der Götter zur realpräsentischen Kunst (Cornelia Temesvári)
163 - 176 Populäre Fotografie, Ästhetisierung und das »Islamische Bilderverbot« an der ostafrikanischen Küste (Heike Behrend)
177 - 181 Bildmagie zwischen Religion und Kunst (Hannelies Koloska)
183 - 197 Ästhetik, Religion und Politik (Bruce Lincoln)
199 - 204 Von Persepolis zu Abu Ghraib: Kunst und Ideologie (Daniel Illger)
205 - 215 »And you don't understand 'cause it's bigger than you« (Ilka Brombach, Carl Hegemann, Benjamin Wihstutz)
217 - 221 Verzeichnis der Autorinnen und Autoren

Produktinformationen

Titel: »Ästhetisierung«
Untertitel: Streit um das Ästhetische in Politik, Religion und Erkenntnis
Editor:
EAN: 9783037341179
ISBN: 978-3-03734-117-9
Format: Kartonierter Einband
Herausgeber: Diaphanes Verlag
Genre: Geisteswissenschaften allgemein
Anzahl Seiten: 221
Gewicht: 405g
Größe: H239mm x B156mm x T23mm
Veröffentlichung: 15.06.2010
Jahr: 2010
Auflage: 1. Aufl. 05.2009
Land: DE

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