

Beschreibung
Weihnachtsstimmung im Matilda Imperatrix! Das Internat ist von einer glitzernden Schneeschicht bedeckt, und die Schülerinnen fiebern den Ferien entgegen. Jeden Tag fährt der kleine Schulbus ins Tal hinunter, damit die Matilden von dort aus in alle Welt nach Ha...Weihnachtsstimmung im Matilda Imperatrix! Das Internat ist von einer glitzernden Schneeschicht bedeckt, und die Schülerinnen fiebern den Ferien entgegen. Jeden Tag fährt der kleine Schulbus ins Tal hinunter, damit die Matilden von dort aus in alle Welt nach Hause reisen können. Doch dann hört es nicht mehr auf zu schneien! Das Internat ist von der Außenwelt abgeschnitten, und einer der Busse kommt nicht im Dorf an! Eine abenteuerliche Rettungsaktion beginnt - und ob unsere drei Heldinnen Heilig Abend zu Hause bei ihren Familien sein können, steht in den Sternen.
Nina Weger, 1970 geboren, war nach dem Abitur zunächst eine Saison lang als Seiltänzerin beim Circus Belly beschäftigt, bevor sie eine Journalistenschule besuchte und als Redakteurin und Regieassistentin arbeitete. Heute lebt sie mit ihrem Mann und zwei Kindern als freie Autorin in Hannover und schreibt unter anderem Drehbücher für bekannte Fernsehserien. Nebenbei leitet sie mit einer Freundin ehrenamtlich den 'Kinderzirkus Giovanni', der mit dem 'Deutschen Kinderpreis' ausgezeichnet wurde.
Nina Dulleck, geboren 1975, zeichnet, seit sie einen Stift halten kann. Sie lebt mit ihrer Familie in Rheinhessen inmitten von Kirschbaumplantagen und Weinbergen.
Autorentext
Nina Weger, 1970 geboren, war nach dem Abitur zunächst eine Saison lang als Seiltänzerin beim Circus Belly beschäftigt, bevor sie eine Journalistenschule besuchte und als Redakteurin und Regieassistentin arbeitete. Heute lebt sie mit ihrem Mann und zwei Kindern als freie Autorin in Hannover und schreibt unter anderem Drehbücher für bekannte Fernsehserien. Nebenbei leitet sie mit einer Freundin ehrenamtlich den "Kinderzirkus Giovanni", der mit dem "Deutschen Kinderpreis" ausgezeichnet wurde.
Nina Dulleck, geboren 1975, zeichnet, seit sie einen Stift halten kann. Sie lebt mit ihrer Familie in Rheinhessen inmitten von Kirschbaumplantagen und Weinbergen.
Leseprobe
Kapitel Eins
»Gibt es hier auch einen Knopf zum Abschalten?!« Fassungslos legte Blanca den Kopf zurück und starrte in die wild durcheinanderwirbelnden Schneeflocken.
»Zum Glück nicht!«, jubelte Flo und schlitterte mit Anlauf durch den Kreuzgang. Seit Tagen schneite es, und das ganze Matilda Imperatrix war in eine glitzernde weiße Decke gehüllt. Selbst der riesige Weihnachtsbaum im Innenhof war kaum noch zu erkennen - obwohl die Hausmutter Madame Maseleige stündlich mit einem Besen aus ihrem Büro sauste und die Äste von der weißen Last befreite.
»Hey, ihr könntet mir ruhig mal helfen!«, rief Pina da, die dick eingemummelt am Fuß der Treppe zum Osttrakt neben einem riesigen Koffer wartete. »In zehn Minuten fährt mein Bus!«
Pina war die erste der drei Freundinnen, die in die Winterferien aufbrach. Schon seit Wochenbeginn rollte der kleine Schulbus mehrmals täglich den Berg hinunter ins Dorf, um die Matilden zum Bahnhof zu bringen. Von dort aus fuhren sie weiter zu den Häfen und Flughäfen und dann in alle Welt, um die Weihnachtsferien zu Hause zu verbringen. Jetzt erschien die schlotternde Abeba mit zwei Reisetaschen hinter Pina. »Mann, ist das kalt!«, bibberte sie.
»Wieso ziehst du dir auch keine warme Jacke an?!«, rief Flo und rutschte heran, sodass der Schnee zu allen Seiten aufwirbelte.
»Zu Hause sind es 35 Grad - was will ich da mit einer dicken Winterjacke?«, entgegnete Abeba und zog fröstelnd die Hände unter die Ärmel ihrer Strickjacke.
»Ich würde mir ja wenigstens was über die Ohren ziehen«, knurrte Blanca. »Der Bruder meines Urururopas wollte mal Feuerland umsegeln, da hat ihn ein Wirbelsturm in die Antarktis getrieben - was soll ich euch sagen: Der ganzen Mannschaft sind die Lauscher abgefroren!«
Flo stöhnte. »Gibt es auch irgendeinen Vorfahren bei dir, der kein Holzbein oder keinen Hakenarm hat oder ohrenlos ist?«
Blanca überlegte kurz. »Mmmh, ich glaube, an meiner Oma war bis zum Schluss noch alles dran.« Dann packte sie eine von Abebas Taschen, Flo schnappte sich mit Pina den schweren Koffer, und gemeinsam schleppten sie das Gepäck durch den Kreuzgang.
Über den Außenhof fegte der kalte Wind noch heftiger. Rechts und links neben dem Torhaus türmten sich schon riesige Schneeberge auf. Madame Maseleige erwartete sie unter dem alten gemauerten Torbogen und kontrollierte, ob auch jedes Mädchen ein Lunchpaket und etwas zu trinken dabeihatte. Dann verteilte sie die Flugtickets und Passagierscheine und hakte die abfahrenden Schülerinnen von einer Liste ab.
Flo umarmte Pina lang und fest. »Ich wünsche dir ganz viel Spaß. Und grüß deine Oma von mir.« Pina drückte sie. »Mach ich. Und sag du deinen Eltern Frohe Weihnachten.«
»Klar!« Flo ließ los, dann warf sie einen kurzen Blick über die Schulter zu Madame und steckte Pina unauffällig einen Zettel zu. »Hier, gib den Luca, er wartet am Bahnhof.«
Pina grinste. »Ein Liebesbrief?«
Flo errötete. »Quatsch! Das ist eine Liste mit Dolci aus der Bäckerei seiner Eltern. Ich möchte Charly damit zu Weihnachten überraschen. Letztes Mal habe ich Lucas Mutter eine SMS geschickt - und das ist total schiefgegangen. Darum habe ich jetzt den blöden Brief geschrieben.«
»Ja, ja, schon klar ...« Pina lächelte. »Auch aus Steinen, die dir im Weg liegen, kannst du etwas Schönes bauen.«
»Oh Mann! Verschon mich mit deinen indianischen Weisheiten.« Flo gab ihr einen Stups. Pina lachte. »Ich glaube, die war ausnahmsweise gar nicht indianisch. Aber sag mal, Stichwort Charly - wo ist deine kleine Schwester? Will sie mir nicht Tschüs sagen?«
»Jetzt bin ich erst dran!« Blanca packte Pina und schleuderte sie im Kreis herum. »Gute Fahrt, Blutsschwester!«
In dem Moment sauste Charly ins Torhaus. »Pina! Reise nicht fort ohne ein Wort!« Dabei kam sie ins Rutschen, ruderte wil