

Beschreibung
Im vorliegenden Buch werden die theoretischen Arbeiten Franz Alexanders und die Kontroversen um seine Konzepte historisch eingeordnet, seine Bedeutung für die moderne Psychotherapie herausgearbeitet und seine Biografie rekonstruiert. Der ungarisch-stämmige Psy...Im vorliegenden Buch werden die theoretischen Arbeiten Franz Alexanders und die Kontroversen um seine Konzepte historisch eingeordnet, seine Bedeutung für die moderne Psychotherapie herausgearbeitet und seine Biografie rekonstruiert.
Der ungarisch-stämmige Psychiater und Psychoanalytiker Franz Alexander (1891-1964) gilt als einer der Begründer der Psychosomatik. Er entwickelte im Bereich der psychoanalytischen Psychotherapie technisch-therapeutische Konzepte wie das Prinzip der emotional korrigierenden Erfahrung und das Prinzip der Flexibilität. Diese progressiven Ideen stießen bei orthodoxen Analytikern auf Ablehnung und machten ihn zum Außenseiter der US-amerikanischen Psychoanalyse. Im vorliegenden Buch werden die theoretischen Arbeiten Alexanders und die Kontroversen um seine Konzepte historisch eingeordnet und seine Bedeutung für die moderne Psychotherapie herausgearbeitet. Anhand zahlreicher Quellen, Interviews mit Weggefährten und unveröffentlichter Briefwechsel, unter anderem mit Sigmund Freud, wird die Biografie einer vielschichtigen Persönlichkeit rekonstruiert.
»Es ist gut zu wissen, daß es jemanden gibt ..., in dessen Kopf meine Abstraktionen Leben gewonnen haben und weiter wachsen werden.« Sigmund Freud an Franz Alexander, 23. Juli 1926
Autorentext
Imke Melcher ist im Rahmen der Ausbildung zur Psychologischen Psychotherapeutin (TP) als ambulante Psychotherapeutin tätig. Sie ist Dozentin für das Fach Klinische Psychologie & Psychotherapie im Studiengang Angewandte Psychologie an der MSB Medical School Berlin. Stand: Januar 2013
Zusammenfassung
Der ungarisch-stämmige Psychiater und Psychoanalytiker Franz Alexander (18911964) gilt als einer der Begründer der Psychosomatik. Er entwickelte im Bereich der psychoanalytischen Psychotherapie technisch-therapeutische Konzepte wie das Prinzip der emotional korrigierenden Erfahrung und das Prinzip der Flexibilität. Diese progressiven Ideen stießen bei orthodoxen Analytikern auf Ablehnung und machten ihn zum Außenseiter der US-amerikanischen Psychoanalyse. Im vorliegenden Buch werden die theoretischen Arbeiten Alexanders und die Kontroversen um seine Konzepte historisch eingeordnet und seine Bedeutung für die moderne Psychotherapie herausgearbeitet. Anhand zahlreicher Quellen, Interviews mit Weggefährten und unveröffentlichter Briefwechsel, unter anderem mit Sigmund Freud, wird die Biografie einer vielschichtigen Persönlichkeit rekonstruiert.
Inhalt
Inhalt 1. Einleitung 2. Biografie von Franz Alexander (18911964) 2.1 Alexanders Kindheit, Jugend und junges Erwachsenenalter 2.1.1 Das Elternhaus 2.1.2 Kindheit und Schulzeit in Budapest 2.1.3 Studium in Göttingen und Budapest 2.1.4 Kriegsjahre 2.1.5 Der Weg zur Psychoanalyse 2.2 Die Berliner Jahre (1920 bis 1930) 2.2.1 Als Ausbildungskandidat am BPI 2.2.2 Tätigkeit als Dozent und Lehranalytiker am BPI 2.2.3 Zusammenarbeit mit Hugo Staub 2.2.4 Der Verlust der Eltern 2.2.5 Alexanders Verhältnis zur Religion 2.2.6 Die Beziehung zu Sigmund Freud 2.2.7 Der Weg in die USA 2.3 Die Zeit in Chicago (19301956) 2.3.1 Anfangsschwierigkeiten 2.3.2 Kriminologie in Boston 2.3.3 Die Eröffnung des Chicagoer Instituts für Psychoanalyse 2.3.4 Ziele des Instituts 2.3.5 Franz Alexander als Therapeut, Lehrer, Kollege und Direktor 2.3.6 Privatleben in Chicago 2.3.7 Anita Venier Alexander 2.3.8 Die Töchter 2.3.9 Erste Auseinandersetzungen am Institut 2.3.10 Zunehmende Konflikte 2.3.11 Der Weg nach Los Angeles 2.4 Die letzten Jahre in Los Angeles (19561964) 2.4.1 Arbeitsreiche Jahre in Los Angeles 2.4.2 Privatleben in Los Angeles 2.4.3 Das Ende 3. Theoretische Grundlagen 3.1 Die Prinzipien der klassischen Psychoanalyse 3.1.1 Die Entwicklung der psychoanalytischen Therapie 3.1.2 Verdrängung und Widerstand 3.1.3 Abreagieren, Deuten, Durcharbeiten 3.1.4 Setting, Dauer, Ziele der Behandlung 3.1.5 Die therapeutische Haltung 3.2 Entwicklungsziele der Psychoanalyse 3.3 Abschließende Betrachtung 4. Prinzipien und Anwendungsmöglichkeiten der Psychoanalyse bei Franz Alexander 4.1 Grundgedanken zur Psychoanalyse als Therapieverfahren 4.2 Der Neurosebegriff 4.3 Das Prinzip der emotional korrigierenden Erfahrung 4.4 Das Prinzip der Flexibilität 4.5 Das Erstellen eines Behandlungsplans 4.5.1 Die Phase der Diagnostik 4.5.2 Zur Indikation 4.5.3 Prognose 4.6 Wirkfaktoren und Ziele der Psychotherapie 4.6.1 Wirkfaktoren 4.6.2 Ziele der Therapie 4.7 Psychoanalytische Psychotherapie vs. Psychoanalyse 4.7.1 Die Kontroverse 4.7.2 Reaktionen auf Kritiker 4.8 Historische Einordnung 5. Die aktuelle Bedeutung Franz Alexanders 5.1 Kritiker 5.2 Befürworter 5.3 Kritische Würdigung 6. Diskussion 7. Literaturverzeichnis Anhang I. Bibliografie von Franz Alexander II. Stammbaum und Urkunden III. Bilder IV. Korrespondenz Danksagung