

Beschreibung
Das größte Bauvorhaben, das Rom je gesehen hat, stinkt nach Korruption, Betrug und kaltblütigem Mord! Rom zwischen Ostia und Cinecittà - Ein brutaler Bandenkrieg erschüttert die Straßen. Kommissar Malatesta erahnt den wahren Grund hinter der Fehde: ein riesige...Das größte Bauvorhaben, das Rom je gesehen hat, stinkt nach Korruption, Betrug und kaltblütigem Mord! Rom zwischen Ostia und Cinecittà - Ein brutaler Bandenkrieg erschüttert die Straßen. Kommissar Malatesta erahnt den wahren Grund hinter der Fehde: ein riesiges Bauvorhaben, das die Peripherie Roms bis zur Küste von Ostia mit Casinos, Hotels, Clubs zubetonieren soll. Nicht nur korrupte Behörden, Mafia und Zigeunerclans ziehen am selben schmutzigen Strang, sondern auch Würdenträger aus Kirche und Politik. Allen voran Samurai, der letzte Überlebende der Magliana-Bande und eiskalter Neo-Faschist - mit dem einzigen Ziel: Geld.
Giancarlo De Cataldo, geboren 1956 in Taranto, lebt und arbeitet als Richter in Rom. Zahlreiche preisgekrönte Romane, Erzählungen und Drehbücher. Zuletzt bei Folio: Kokain Crime Stories (gem. mit Massimo Carlotto und Gianrico Carofiglio, 2013). Carlo Bonini, geboren 1967 in Rom, Investigativ-Journalist bei 'La Repubblica'. Zahlreiche Bücher, u. a.: ACAB. All Cops Are Bastards.
Autorentext
Giancarlo De Cataldo, geboren 1956 in Taranto, lebt und arbeitet als Richter in Rom. Zahlreiche preisgekrönte Romane, Erzählungen und Drehbücher. Zuletzt bei Folio: Kokain Crime Stories (gem. mit Massimo Carlotto und Gianrico Carofiglio, 2013).
Carlo Bonini, geboren 1967 in Rom, Investigativ-Journalist bei "La Repubblica". Zahlreiche Bücher, u. a.: ACAB. All Cops Are Bastards.
Leseprobe
Prolog
Rom, Juli 1993
E s war eine schwüle Sommernacht. Ein Fiat Ducato der Carabinieri stand am Lungotevere, mit drei Männern an Bord. Sie trugen Uniform, waren jedoch Kriminelle. In der römischen Unterwelt kannte man sie unter den Namen Botola, Lothar und Mandrake. Botola stieg aus und ging zum Fluss. Er fischte einen zerbröselten Keks aus der Tasche und legte ihn auf die Brüstung. Dann trat er ein paar Schritte zurück und sah zu, wie eine Möwe die Keksreste aufpickte.
Wie schön die Möwen sind. Er stieg wieder ein. Der, der Lothar genannt wurde, zündete sich die x-te Zigarette an und seufzte.
Mir reicht s. Worauf warten wir?
Gehen wir rein, sagte Mandrake überzeugt.
Doch Botola schüttelte den Kopf.
Samurai hat gesagt, Punkt zwei. Keine Minute früher oder später. Es ist noch nicht so weit.
Die beiden anderen protestierten. Was soll s? Zehn Minuten zu früh? Na und? Und überhaupt, sie standen ja auf der Straße und warteten, nicht Samurai. Und war Samurai vielleicht allwissend? War er vielleicht der Liebe Gott, konnte er sie Schritt für Schritt überwachen?
Der Liebe Gott vielleicht nicht, räumte Botola seufzend ein, Teufel würde der Sache schon näherkommen.
Ja, der Teufel!, sagte Mandrake spöttisch. Er ist ein Mensch wie du und ich. Ich habe es satt: Samurai hier, Samurai dort Aber Samurai hat sich noch nie die Hände schmutzig gemacht Hat eine große Klappe, keine Frage ist aber auch keine Hexerei, wenn die anderen das Risiko auf sich nehmen.
Botola sah sie mit herablassendem Lächeln an. Die armen Teufel hatten ja keine Ahnung!
Erinnert ihr euch an Pigna?
Lothar und Mandrake hatten den Namen noch nie gehört.
Botola erzählte ihnen eine Geschichte.
Es gab einmal einen Boxer namens Mandrione, eigentlich hieß er Sauro, doch aufgrund eines fatalen Zwischenfalls wurde er Pigna genannt. Ein Vieh, der arme Pigna, genauso stark wie dumm. Wäre er etwas schlauer gewesen, hätte er sich nicht mit Samurai wegen einer Drogengeschichte angelegt. Nach einer Reihe geschobener Boxkämpfe hatte ihm der Verband nämlich die Lizenz entzogen und Pigna hatte angefangen, für Samurai zu dealen. Das Problem bestand darin, dass Pigna sich für sehr schlau hielt. Zuerst arbeitete er in die eigene Tasche, dann, als er sich sicher fühlte, riss er sich eine große Lieferung unter den Nagel, verkaufte sie und verschwand. Drei, vier Monate blieb er verschwunden, eines schönen Tages tauchte er wieder auf. Mit dem Geld, das er Samurai geklaut hatte, hatte er sich ein Fitnessstudio gekauft, vier Typen aus der Vorstadt rekrutiert und begonnen, auf eigene Faust zu dealen. Samurai versuchte es zuerst im Guten und besuchte ihn im Fitnesscenter. Er schlug ihm ein vernünftiges Abkommen vor: Die Hälfte vom Fitnessstudio und vom Erlös im Tausch gegen Frieden. Pigna war uneinsichtig. Er rief seine Jungs und ging mit gesenktem Schädel auf ihn los. Fünf gegen einen, Samurai verteidigte sich so gut wie möglich, ging aber fast dabei drauf. Sie legten den Halbtoten in einer Gasse ab, es dauerte eine Zeitlang, bis er sich wieder erholt hatte. Eines Abends taucht im Fitnessstudio ein Unbekannter auf. Er schreibt sich ein, hebt ein paar Gewichte, plaudert mit den Jungs des Chefs. Als es an der Zeit ist zuzusperren und Pigna mit seinen Getreuen allein ist, zieht der Unbekannte eine Skorpion-Maschinenpistole heraus, eine, wie sie früher Terroristen verwendeten, und stellt sie alle an die Wand. Fünf Minuten vergehen. Pigna und die Seinen versuchen den Typen zum Reden zu bringen, doch der ist stumm wie ein Fisch. Schließlich geht die Tür auf und Samurai taucht auf. Unter dem Regenmantel trägt er einen Kimono und in der Hand hält er ein Katana, ein sehr scharfes japanisches Schwert. Er zielt damit auf Pigna und hält ihm eine kleine Rede. Die Sache mit dem Geld hätte er ja verkraftet, aber die Demütigung nicht. De
