

Beschreibung
Kaum ist Paul Hjelm, Inspektor der Stockholmer Polizei, zur Sondereinheit für besonders schwierige Fälle berufen worden, da hat er es schon mit einem kaltblütigen Serienmörder zu tun: drei unbescholtene Geschäftsleute - hingerichtet mit Kopfschüssen aus nächst...Kaum ist Paul Hjelm, Inspektor der Stockholmer Polizei, zur Sondereinheit für besonders schwierige Fälle berufen worden, da hat er es schon mit einem kaltblütigen Serienmörder zu tun: drei unbescholtene Geschäftsleute - hingerichtet mit Kopfschüssen aus nächster Nähe, nach einem präzisen Ritual. Eine erste Spur, die zu einer Geheimloge führt, erweist sich als Sackgasse. Ist womöglich die russische Mafia in die Morde verwickelt? Doch dann die heiße Spur: ein Jazzstück mit dem bezeichnenden Titel 'Misterioso' ...
Arne Dahl, geboren 1963, hat mit seinen Kriminalromanen um die Stockholmer A-Gruppe eine der weltweit erfolgreichsten Serien geschaffen. International mit zahlreichen Auszeichnungen bedacht, verkauften sich allein im deutschsprachigen Raum über zweieinhalb Millionen Bücher. Sein Thriller-Quartett um die Opcop-Gruppe mit den Bänden 'Gier', 'Zorn', 'Neid' und 'Hass' wurde ebenfalls zum Bestseller. Mit 'Sieben minus eins' begann Arne Dahl 2016 furios eine neue Serie um das Ermittlerduo Berger & Blom, dessen Bände jeweils monatelang auf der SPIEGEL-Bestsellerliste standen. Zusammen mit Simon Beckett wurde er 2018 mit dem Ripper Award geehrt. 'Vier durch vier' ist Berger & Bloms vierter Fall.
Vorwort
Der erst Fall für das A-Team
Autorentext
Arne Dahl, geboren 1963, hat mit seinen Kriminalromanen um die Stockholmer A-Gruppe eine der weltweit erfolgreichsten Serien geschaffen. International mit zahlreichen Auszeichnungen bedacht, verkauften sich allein im deutschsprachigen Raum über zweieinhalb Millionen Bücher. Sein Thriller-Quartett um die Opcop-Gruppe mit den Bänden "Gier", "Zorn", "Neid" und "Hass" wurde ebenfalls zum Bestseller. Mit "Sieben minus eins" begann Arne Dahl 2016 furios eine neue Serie um das Ermittlerduo Berger & Blom, dessen Bände jeweils monatelang auf der SPIEGEL-Bestsellerliste standen. Zusammen mit Simon Beckett wurde er 2018 mit dem Ripper Award geehrt. "Vier durch vier" ist Berger & Bloms vierter Fall.
Leseprobe
2
Paul Hjelm ging durch den Kopf, wie lange er nicht mehr in einem Streifenwagen mit Blaulicht und heulender Sirene gesessen hatte. Er saß auf der Rückbank, eingezwängt zwischen zwei uniformierten Polizisten und einem Kripobeamten in Zivil. Als der Wagen in einem heftigen Linksschwenk auf den Botkyrkaleden Reifengummi verbrannte, beugte er sich vor und legte dem Fahrer eine Hand auf die Schulter.
»Es wäre vielleicht besser, die Sirenen auszuschalten«, sagte er leise.
Der Fahrer streckte die Hand nach dem Knopf aus, aber still wurde es deswegen noch lange nicht; die quietschenden Reifen und der heulende Motor sorgten für einen gleichbleibenden Lärmpegel.
Hjelm beobachtete seinen Kollegen in Zivil. Svante Ernstsson hielt sich krampfhaft an einer Schlaufe fest, die von der Decke herunterhing. Baumeln in modernen Polizeiwagen tatsächlich noch Handschlaufen? dachte Paul Hjelm und gleichzeitig ging ihm auf, daß diese Frage jetzt irgendwie unangebracht war.
Dann dachte er, daß er in letzter Zeit häufiger unangebrachte Sachen dachte.
Es war knapp einen Monat her, daß Svante Ernstsson nach einer absurden Verfolgungsjagd durch Fittja auf dem Tegelängsvägen unbeschadet aus einem total demolierten Einsatzwagen gestiegen war. Er lachte unsicher, als der Wagen an der Ausfahrt nach Fittja vorbei über die stark befahrene Autobahn preschte, bevor er sich in Höhe von Slagsta in die langgezogene Linkskurve legte und über die Kreuzung raste. Rechts ging es in den Tegelängsvägen, Svante Ernstssons starrer Blick war stur nach links gerichtet. Danach entspannte er sich ein wenig.
Hjelm konnte sich lebhaft vorstellen, was in Ernstsson vorging. Nach fast siebenjähriger enger Zusammenarbeit in einem der härtesten Polizeidistrikte des Landes kannten sie einander in- und auswendig. Dabei war ihm klar, daß sie im Grunde genommen herzlich wenig voneinander wußten.
Hjelm fühlte sich vollkommen leer. Darum hatte er sich auch von der Angst seines Kollegen anstecken lassen. Um sich selbst einen Moment lang zu entfliehen.
Der Tag hatte erdenklich dämlich begonnen. Es war stickig gewesen im Schlafzimmer, die frühe Morgensonne hatte auf den Jalousien gestanden und den Mief noch aufgeheizt. Er war näher an Cilla herangerückt, die aber, als sie seine Erregung spürte, ein Stück von ihm weggerutscht war. Er hatte es nicht gemerkt, nicht merken wollen, war in seiner hartnäckig pochenden Geilheit weiter hinter ihr her gerobbt. Und sie war weiter von ihm weggerutscht, bis sie die Bettkante erreichte und aus dem Bett fiel. Er war hochgefahren, auf einen Schlag hellwach, und abrupt erschlafft. Sie hatte sich langsam aufgerappelt, kopfschüttelnd, wortlos wütend. Dann hatte sie eine Hand in den Slip geschoben, eine blutige Binde herausgezogen und sie ihm vor die Nase gehalten, worauf er angeekelt und entschuldigend zugleich das Gesicht verzogen hatte. In dem Augenblick hatten sie Dannes vierzehnjährig-pickeliges und völlig entgeistertes Gesicht in der Tür entdeckt. Im nächsten Moment war er davongestürzt. Seine Zimmertür krachte, der Schlüssel drehte sich im Schloß, und Public Enemy rappte in voller Lautstärke los. Hjelm und Cilla tauschten kurze Blicke. Plötzlich waren sie in einem wirren Schuldgefühl wieder vereint. Cilla lief über den Flur, aber ihr Klopfen an Dannes Tür war aussichtslos.
Wenig später saßen sie am Frühstückstisch.
Tova und Danne waren schon in der Schule. Danne hatte weder gefrühstückt noch ein Wort gesagt, keinen von ihnen auch nur eines Blickes gewürdigt.
Es sah aus, als spräche Cilla Hjelm mit den Spatzen auf dem Vogeltisch draußen vorm Fenster ihres Rei
