

Beschreibung
Die Zahl 81 bedarf der Erläuterung. Sie geht auf das Daodejing (Tao Te King) von Laotse (4. Jh. v. Chr.) zurück. Ich stand damals nicht nur unter dem Einfluß des Taoismus, sondern auch unter dem des Buches der Wandlungen (Yijing). Die vielfach zum Ausdruck kom...Die Zahl 81 bedarf der Erläuterung. Sie geht auf das Daodejing (Tao Te King) von Laotse (4. Jh. v. Chr.) zurück. Ich stand damals nicht nur unter dem Einfluß des Taoismus, sondern auch unter dem des Buches der Wandlungen (Yijing). Die vielfach zum Ausdruck kommende Vorstellung der Wandlung, des Wandels ist also kein Zufall, sondern Folge meiner damaligen Weltanschauung, zu welcher sich auch noch das politische Denken des Konfuzianers Meng Zi (372-289) gesellte. Der mitunter anzutreffende moralische Ton geht auf diesen und vielleicht ebenfalls auf Theodor W. Adorno () zurück. Mit allen genannten Werken bzw. Personen kam ich an der Universität Bochum (1970-1973) in Berührung. Meine Überarbeitung der nun bis vor fünfzig Jahren zurückreichenden Gedichte erfolgte vorsichtig. Wiewohl ich seit langem kein Freund des Wortes Herz bin, habe ich es hie und da doch stehen lassen. Es fiel mir einfach nichts anderes ein. Ansonsten habe ich die Zeichensetzung eingeführt, ungeschickte Wendungen aufgelöst und unpassende Wörter ersetzt. Befragte man mich nach dem Wert der Texte aus heutiger Sicht, so würde ich antworten: Diese geben Auskunft über meine damalige und auch heutige Entwicklung. Damals geriet ich in Bochum, noch unter dem Einfluß des romanischen Hermetismus der Moderne stehend, unter den Einfluß der antiken chinesischen Philosophie und der klassischen Dichtung des chinesischen Mittelalters (220-907).
Autorentext
Prof. Dr. Wolfgang Kubin, geb. am 17. Dezember 1945 in Celle 1966 hat Wolfgang Kubin sein Abitur auf dem altsprachlichen Zweig des Gymnasiums Dionysianum in Rheine (Großes Latinum, Großes Graecum) gemacht. 1966-1968 studierte er ev. Theologie an der Universität Münster (Hebraicum). 1968 studierte er Japanologie, Germanistik, Philosophie und chinesische Sprache an der Universität Wien. Von 1968-1969 studierte er Sinologie, Germanistik, Philosophie und japanische Sprache an der Universität Münster. Von 1969-1973 erfolgte sein Studium der Sinologie, Germanistik, Philosophie und Japanologie an der Ruhr-Universität Bochum. 1973 promovierte er zum Dr. phil. im Fach Sinologie an der Ruhr-Universität Bochum. Das Thema seiner Dissertation war: Das lyrische Werk des Du Mu (803-852). Von 1973-1974, dann 1975-1977 war er als wissenschaftliche Hilfskraft am Lehrstuhl Sprache und LIteratur Chinas tätig. 1974-1975 hatte er ein einjähriges Stipendium der modernen chinesischen Hochsprache am Pekinger Spracheninstitut als Stipendiat des Deutschen Akademischen Austauschdienstes. 1977-1983 war er als wissenschaftlicher Assistent am Ostasiatischen Seminar der Freien Universität zu Berlin tätig. Sein Aufgabenbereich war die chinesische Literatur und Kunst im 20. Jahrhundert. 1981 erfolgte seine Habilitation im Fach Sinologie an der FU Berlin. Das Thema seiner Habilitationsschrift war: Die Entwicklung der Naturanschauung in der chinesischen Literatur. 1982-1985 war Wolfgang Kubin Stipendiat des Heisenberg-Programmes der DFG. Am 1.10.1985 wurde er zum Professor für Chinesisch (C3) am Seminar für Orientalische Sprachen an der Universität Bonn ernannt. Seit 1989 ediert er die Zeitschriften minima sinica. Zeitschrift zum chinesischen Geist und Orientierungen. Zeitschrift zur Kultur Asiens. 1989 wurde er berufen zum Professor für Moderne Sinologie (C4) an der Philosophischen Fakultät der Universität Bonn. Im August 1995 wurde Wolfgang Kubin Nachfolger auf dem Lehrstuhl von Rolf Trauzettel für (klassische) Sinologie (C4). Er hat etliche Konferenzen organisiert (z.B. zum Thema: Melancholy and Society in China). Er hielt viele Gastdozenturen in China ab, aber auch in den U.S.A. (Madison) und in Israel. 1998/99 erhielt er von der Volksrepublik China den Preis für die beste Literaturkritik, verliehen durch die Zeitschrift Der Autor (Zuojia). Er wurde an etlichen chinesischen Universitäten zum Honorarprofessor ernannt: an der Pekinger Hochschule für Sprachen und Kulturen, an der Universität Shandong, an der Pädagogischen Hochschule von Shandong, an der Ocean University in Qingdao, an der East China Normal University in Shanghai, an der Philosophischen Fakultät der Sun Yatsen-Universität in Kanton, an der Drei-Schluchten-Universität von Chongqing, an der Pädagogischen Hochschule von Leshan sowie an der 1902 gegründeten renommierten Universität Nanking, an der Shanghai JIaotong-Universität und an der Gongye-Universität Peking. Am 31.10.2003 erhielt er den Preis für Literatur 2003 der Lesegesellschaft. Am 29.08.2007 verlieh ihm die chinesische Regierung in der Großen Halle des Volkes den Staatspreis der VR China für besondere Verdienste um die chinesische Buchkultur. Am 12.11.2007 erhielt er in Peking den Pamir International Poetry Price für seine Übersetzungen moderner und gegenwärtiger chinesischer Lyrik. Am 28.09.2009 wurde ihm der Weilun-Forschungspreis der Tsinghua-Universität, Peking, verliehen. Wolfgang Kubin ist seit dem 1.09.2011 bis zum 31.07.2016 als Seniorprofessor an der Beijing Foreign Studies University tätig. Würdigungen Am 31.10.2003 erhielt Wolfgang Kubin den Preis für Literatur 2003 der Lesegesellschaft. Am 29.08.2007 verlieh ihm die chinesische Regierung in der Großen Halle des Volkes den Staatspreis der VR China für besondere Verdienste um die chinesische Buchkultur. Am 12.11.2007 erhielt er in Peking den Pamir International Poetry Price für seine Übersetzungen moderner und gegenwärtiger chinesischer Lyrik. Am 28.09.2009 wurde ihm der Weilun-Forschungspreis der Tsinghua-Universität, Peking, verliehen. Darüber hinaus wurde er an etlichen chinesischen Universitäten zum Honorarprofessor ernannt.
Klappentext
Wahrscheinlich war es im Sommer 1970, daß ich den Großteil meiner bis dahin entstandenen Gedichte unter dem Titel Der Mann im Zimmer zusammentrug. Die Jahreszahl ist verbürgt, die Jahreszeit nicht. Ich brachte damals die Texte im Selbstverlag heraus. Die Auflage mag vierhundert Stück betragen haben. Ich verteilte nur wenige Exemplare an Freunde, der Rest verblieb in einem Karton, wahrscheinlich auf einem Dachboden in Rheine. An den weiteren Verbleib kann ich mich nicht erinnern.
Inhalt
Das Ganze soll es sein. Eine Einführung zum frühen Werk Der Mann im Zimmer (1970) Vorrede Gedichte I-LXXXI