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Der Weltspiegel

  • Fester Einband
  • 320 Seiten
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Die Moralität Der welt spiegel (zitiert als Der Weltspiegel) wurde 1550 von Basler Bürgern öffentlich aufgeführt. Ihr Autor, Valen... Weiterlesen
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Beschreibung

Die Moralität Der welt spiegel (zitiert als Der Weltspiegel) wurde 1550 von Basler Bürgern öffentlich aufgeführt. Ihr Autor, Valentin Boltz, führte dabei Regie. Die Stadtbehörden hatten ihrem Spitalpfarrer den ausdrücklichen Auftrag erteilt, zur Besserung der Bürger und Stärkung des eidgenössischen Bundes ein neues Stück zu schreiben. Die erfolgreiche Aufführung seines Paulusspiels vom Jahre 1546 war noch in bester Erinnerung. Das Spiel wurde in zwei Auflagen 1550 und 1551 von Jacob Kündig in Basel gedruckt und mit zahlreichen Holzschnitten und Zierleisten ausgestattet, die in die Edition aufgenommen worden sind. Alle Exemplare der 1. Auflage sind heute verloren, von der 2. Auflage sind nur noch zwei erhalten - ein leicht beschädigtes in der Universitätsbibliothek Basel und ein zweites aus Preußischem Kulturbesitz Berlin in Krakau. Auch der Weltspiegel ist wie die beiden Bibeldramen von Valentin Boltz fest in der biblischen Welt verankert, stützt sich aber zugleich auch auf die Moralsatiren der Zeit. Diesmal folgt der Dichter nicht einer bekannten biblischen Fabel, sondern lässt menschliche Schwächen und Unarten aller Art in allegorischen und realistischen Figuren reihenspielartig am Publikum vorbeiziehen. Dabei bietet er auch ein Abbild des alltäglichen Geschehens in der Humanistenstadt Basel. Der Weltspiegel ist zudem Warnung vor der politischen Gefährdung der Alten Eidgenossenschaft. Niklaus von Flüe tritt in Analogie zu Moses wiederholt als Mahner seines Volkes auf. Eine Besonderheit dieses Spiels sind die erhaltenen Noten zu den Gesängen. Die turbulente Moralität ist eine ergiebige sprachliche, volkskundliche, musikhistorische und theatergeschichtliche Quelle, die durch die Worterklärungen und den Sachkommentar der Edition erschlossen wird.

Autorentext
Friederike Christ-Kutter promovierte über das Zürcher Neujahrsspiel von 1513/14. Mittelalterlichen und vor allem frühneuhochdeutschen Texten galt ihr Interesse während der ganzen Zeit ihres Berufslebens. Seit 1992 beschäftigt sie sich vermehrt mit Neueditionen von Schauspielen aus der Reformationszeit.

Klappentext

Die Moralität «Der welt spiegel» (zitiert als «Der Weltspiegel») wurde 1550 von Basler Bürgern öffentlich aufgeführt. Ihr Autor, Valentin Boltz, führte dabei Regie. Die Stadtbehörden hatten ihrem Spitalpfarrer den ausdrücklichen Auftrag erteilt, zur Besserung der Bürger und Stärkung des eidgenössischen Bundes ein neues Stück zu schreiben. Die erfolgreiche Aufführung seines Paulusspiels vom Jahre 1546 war noch in bester Erinnerung. «Der Weltspiegel» ist wie die zwei Bibeldramen von Valentin Boltz fest in der biblischen Welt verankert, stützt sich aber zugleich auch auf die Moralsatiren der Zeit. Diesmal folgt der Dichter nicht einer bekannten biblischen Fabel, sondern lässt menschliche Schwächen und Unarten aller Art in allegorischen und realistischen Figuren reihenspielartig am Publikum vorbeiziehen. Dabei bietet er auch ein Abbild alltäglichen Geschehens in der Stadt Basel. «Der Weltspiegel» ist zudem Warnung vor der politischen Gefährdung der Alten Eidgenossenschaft. Niklaus von Flüe tritt in Analogie zu Moses wiederholt als Mahner seines Volkes auf. Eine Besonderheit dieses Spiels sind die erhaltenen Noten zu den Gesängen. Die turbulente Moralität ist eine ergiebige sprachliche, volkskundliche, musik­historische und theatergeschichtliche Quelle aus dem Leben der Humanistenstadt Basel in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts. «Der Weltspiegel» wurde in zwei Auflagen 1550 und 1551 von Jacob Kündig in Basel gedruckt und mit zahlreichen Holzschnitten und Zierleisten ausgestattet, die in die vorliegende Edition aufgenommen worden sind. Alle Exemplare der ersten Auflage sind heute verloren, von der zweiten Auflage sind nur noch zwei erhalten - ein leicht beschädigtes in der Universitätsbibliothek Basel und eines in Krakau. Als einziges Drama von Valentin Boltz wurde der «Weltspiegel» bereits im 19. Jahrhundert in der Reihe «Schweizer Spiele des 16. Jahrhunderts» von Albert Gessler herausgegeben, damals leider ohne die illustrierenden Holzschnitte der Originaldrucke, mit allzu knappen Worterklärungen und fragmentarischem Stellenkommentar. Im Jahre 2009 sind in der Reihe Schweizer Texte des Chronos Verlags bereits die beiden Bibeldramen von Valentin Boltz erschienen.



Inhalt
1. Vorwort 2. Rechenschaftsbericht 3. Text 4. Allgemeine Kommentare 5. Stellenkommentar 6. Zur Musik 7. Literaturverzeichnis

Produktinformationen

Titel: Der Weltspiegel
Untertitel: Herausgegeben von Friederike Christ-Kutter, Klaus Jaeger und Hellmut Thomke
Editor:
Autor:
EAN: 9783034011631
ISBN: 978-3-0340-1163-1
Format: Fester Einband
Herausgeber: Chronos
Genre: Deutschsprachige Sprach- und Literaturwissenschaft
Anzahl Seiten: 320
Gewicht: 618g
Größe: H234mm x B167mm x T27mm
Jahr: 2013
Auflage: 21.05.2013
Land: DE

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