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Symbolische Politik

  • Kartonierter Einband
  • 312 Seiten
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Die Studie ist im Zusammenhang mit dem von den Professoren Dr. Heino Kaack und Dr. Reinhold Roth geleiteten und von der Deutschen ... Weiterlesen
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Beschreibung

Die Studie ist im Zusammenhang mit dem von den Professoren Dr. Heino Kaack und Dr. Reinhold Roth geleiteten und von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Forschungsprojekt "Parteiensystem und Legitimation des politischen Systems" entstanden. Sie wurde im Sommersemester 1984 vom Gemeinsamen Ausschuß der Fachbereiche an der Erziehungswissenschaftlichen Hochschule Rheinland-Pfalz als Habilitations schrift angenommen. Diverse andere Forschungsvorhaben verzögerten die Uberarbeitung bis in die zweite Hälfte des Jahres 1986. Auf diese Weise bot der Wahlkampffür die Bundestagswal1l1987 erneut zahlreiche Anschauungsbeispiele für die Fähigkeit politischer Akteure, symbolische Politik zu betreiben. Auch wenn sich die Themen, die personellen und parteipolitischen Konstellationen von denen des Bundestagswahljahres 1980 auf den sich der empirische Teil der Studie bezieht, erheblich unterschieden, so zeigten doch die kommunikativen Auseinander seztungen, daß die analysierten zentralen Merkmale politischer Symbolik und die Strategien symbolischer Politik relativ situationsunabhängig sind und größtenteils auch in anderen zeitlichen Kontexten Gültigkeit haben. Zwar verantwortet der Autor den Inhalt der Studie selbstverständlich allein. Es ist jedoch mehr als die Wahrnehmung eines akademischen Brauchs, an dieser Stelle einer Reihe von Personen, die in unterschiedlicher Weise am Fortgang der Arbeit Anteil hatten, Dank zu sagen. Herr Prof. Dr. Heino Kaack hat die Studie nicht nur mit initiiert und durch vielfältige kritische Anregungen begleitet, sondern auch durch den zeitlichen Spielraum, den er mir als seinem langjährigen Mitarbeiter gelassen hat, gefördert. Meinen Kollegen, vor allem aber meinem Freund Dr. Edwin Czerwick, ist für die nie limitierte Bereitschaft zu Diskussion und Kritik in besonderer Weise zu danken.

Autorentext
Dr. Ulrich Sarcinelli ist Professor für Politikwissenschaft an der Universität Koblenz-Landau, Campus Landau sowie Leiter des Frank Loeb-Instituts Landau.

Inhalt

I Wahlkampfkommunikation als Herausforderung für Politik und Wissenschaft.- 1. Zur verfassungstheoretischen und sozialwissenschaftlichen Einordnung der Wahlkampfkommunikation.- 1.1 Die Wahl als Ausdruck der Volkssouveränität.- 1.2 Politikvermittlung im Wahlkampf zwischen Komplexitätsreduktion und Manipulation.- 2. Wahl- und Wahlkampfforschung: Analysedefizite und Forschungsperspektiven.- 2.1 Zur Entwicklung des wissenschaftlichen und politischen Interesses an der Wahlkampfforschung.- 2.2 Die Suche nach einer theoretischen Gesamtperspektive.- 2.3 Exkurs: Politikwissenschaftliche Stilforschung - zur analytischen Untauglichkeit eines kommunikationsstrategisch instrumentalisierbaren Begriffs.- II Symbolik, politische Kommunikation und Wahlkampf.- 3. Politische Steuerung durch Kommunikation.- 3.1 Politische Kommunikation und Macht - die kommunikationstheoretische Umformulierung des Machtbegriffs.- 3.2 Politische Kommunikation und politische Steuerung.- 4. Symbolik und Wirklichkeit: Theoretischer Ansatz und Problemstellung.- 4.1 Symbolisierung und Wirklichkeit: Bedeutungsaspekte des Symbolbegriffs.- 4.2 Politische Symbolik als Mittel der Verhaltenssteuerung.- 5. Wahlkampfkommunikation, Sprache und politische Symbolik.- 5.1 Politische Alltagskommunikation und Wahlkampfkommunikation.- 5.2 Die funktionale Bedeutung der Sprache im Legitimationskontext von Wahlkämpfen.- 5.3 Die Ritualisierung der Wahlkampfkommunikation: Zur Typologie artikulativer Legitimationssymbole.- III Struktur und Funktion symbolischer Politik in der Wahlkampfkommunikation.- 6. Themenkonjunktur und Strukturen kommunikativer Beziehungen.- 6.1 Politischer Problemhaushalt und Themenkonjunkturanalyse: Ziele und Reichweite eines heuristischen Instruments.- 6.2 Methodische und forschungspraktische Aspekte.- 6.3 Ausgewählte Ergebnisse der Themenkonjunkturanalyse.- 6.3.1 Zur Themenstruktur.- 6.3.2 Zum Interaktionsbezug.- 6.3.3 Zum Akteurs- bzw. Themenbezug.- 7. Symbolische Politik als legitimatorisches Problemlösungssurrogat.- 7.1 Politischer Handlungsspielraum und "rhetorische" Politik.- 7.2 Konfliktfelder issuespezifischer Wahlkampfkommunikation.- 7.2.1 Beispiel: Der "Rentenbetrug".- 7.2.2 Beispiel: Die "Staatsverschuldung".- 7.2.3 Beispiel: Die "Fahndungspanne".- 7.3 Symbolische Politik als Problemlösungsersatz: Funktionale und strukturelle Aspekte eines Legitimationstyps.- 7.3.1 Die Bedeutung der Themenselektion.- 7.3.2 Der Aufbau perzeptiver Distanzen durch Polarisierung.- 7.3.3 Zur Variation von Argumentationsmustern in wechselnden Wahlkampf-"Arenen".- 7.3.4 Varianten der Verrechtlichung von Issue-Kontroversen.- 7.3.5 Problemverschiebung durch Dethematisierung von Issue-Konflikten.- 8. Wertorientierung und symbolische Politik: Zur Fiktion der politischen Fundamentalalternative.- 8.1 "Wertladung" als rhetorisches Steuerungselement.- 8.2 Konfliktfelder wertorientierender Wahlkampfkommunikation.- 8.2.1 Beispiel: Das "Friedens"-Paradigma.- 8.2.2 Beispiel: Das "Wende"-Paradigma.- 8.3 Symbolische Politik durch "Inszenierung" politischer Fundamentalalternativen.- 8.3.1 Zur semantisch-logischen Struktur wertorientierender Sprachsymbole.- 8.3.2 Politisch-strategische Verwendungszwecke des symbolischen Wertestreits.- 9. Personalisierung als symbolische Politik.- 9.1 Personalisierung und Kandidatenkonstellation im Wahlkampf.- 9.2 Personalisierung als Bestandteil des "Negative-Campaigning".- 9.2.1 Personalisierende Hauptargumentationsmuster.- 9.2.2 Zur symbolischen Funktion des personalisierten "Negative-Campaigning".- 9.3 Personalisierung durch positive Selbstdarstellung.- 9.4 Zur sozialpsychologischen und politisch-kulturellen Bedeutung der Personalisierung.- 10. Wahlkampfkommunikation über symbolische Politik: Die Kommunikation über die Kommunikation.- 10.1 Domestizierung oder Instrumentalisierung politischer Kommunikation durch Wahlkampfabkommen?.- 10.2 Argumentationsebenen und Begründungsdimensionen in der Wahlkampfkommunikation über symbolische Politik.- 10.3 Wahlkampfkommunikation als Metakommunikation: Kommunikationstheoretische Überlegungen zur symbolischen Bedeutung der Kommunikation über Kommunikation.- IV Symbolische Politik und politische Realität.- 11. Realitätskonstruktion und symbolische Beteiligung: der massenkommunikative Bezugsrahmen symbolischer Politik.- 11.1 Politisches System und Massenkommunikation.- 11.2 Realitätskonstruktion durch Massenkommunikation: Zur Struktur massenkommunikativ vermittelter Politik.- 11.3 Zur "Symbiose" politischer und medialer Akteure.- 11.4 Symbolische Beteiligung durch Massenkommunikation.- 12. Symbolische Politik und sozialpsychologische Kalkulation: Politik als "Sprachspiel" zur "Inszenierung" diffuser Unterstützung.- 12.1 Zur dualistischen Grundstruktur symbolisch verdichteter Argumentationsweise.- 12.2 Sozialpsychologische Kalkulation und politische Symbolik.- 12.3 Politische Symbolik als "Ersatzbefriedigung" im Wahlkampf-"Schauspiel".- 12.4 Resümee.

Produktinformationen

Titel: Symbolische Politik
Untertitel: Zur Bedeutung symbolischen Handelns in der Wahlkampfkommunikation der Bundesrepublik Deutschland
Autor:
EAN: 9783531119243
ISBN: 978-3-531-11924-3
Format: Kartonierter Einband
Herausgeber: VS Verlag für Sozialwissenschaften
Genre: Sozialwissenschaften allgemein
Anzahl Seiten: 312
Gewicht: 455g
Größe: H229mm x B152mm x T16mm
Jahr: 1987
Auflage: 1987

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