

Beschreibung
Die gelebte Praxis transdisziplinärer Forschung steht im Mittelpunkt der Analysen und Reflexionen dieses Buches. Den Erfahrungshintergrund bilden Projekte, in denen die Kooperation zwischen den Partnern aus Forschung und Praxis aus Sicht aller Beteiligten erfo...Die gelebte Praxis transdisziplinärer Forschung steht im Mittelpunkt der Analysen und Reflexionen dieses Buches. Den Erfahrungshintergrund bilden Projekte, in denen die Kooperation zwischen den Partnern aus Forschung und Praxis aus Sicht aller Beteiligten erfolgreich verlief. Dabei zeigt sich, dass es unterschiedliche Wege zum Erfolg gibt, die nicht alle "lehrbuchkonform" sind und sein müssen. Das Buch ermuntert dazu, transdisziplinäre Prozesse pragmatisch-kreativ anzugehen, ohne dabei den Qualitätsanspruch an transdisziplinäre Forschung aufzugeben. Das Buch entstand im Rahmen des Themenschwerpunkts "Vom Wissen zum Handeln - Neue Wege zum nachhaltigen Konsum", der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) 2008 - 2013 gefördert wurde.
»Der Sammelband stellt eine Bereicherung für alle dar, die transdisziplinär forschen bzw. damit beginnen wollen, die erwägen, sich als Praxispartner/innen in solche Forschungsprozesse zu begeben, oder auch überlegen, wofür und wie Gelder für transdisziplinäre Forschung ausgeschrieben werden können.« Larissa Krainer, Forschung. Politik - Strategie - Management, 31.10.2016 »Ein [...] lesenswertes und anregendes Buch zu einem der spannendsten Forschungsfelder unserer Zeit.« Peter Schmuck, Umweltpsychologie, 11.03.2016 »Die vorliegende Publikation [] ermöglicht [] dem Leser/der Leserin einen umfassenden Einblick in die Praxis des transdisziplinären Arbeitens und vermittelt damit eine dichte Beschreibung einer gelebten Wissenschaftspraxis, die sich durch einen starken Problembezug und die Einbeziehung nicht-akademischer Akteure in den Forschungsprozess auszeichnet.« Birgit Blättel-Mink, Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie »Gerade weil das Buch interessante, durch Empirie gestützte neue Erkenntnisse präsentiert und es obendrein nur wenige Bücher über Methoden und die praktische Arbeit transdisziplinärer Arbeit auf dem Markt sind, ist dieses Buch hoch interessant.« Gert Scobel, 3Sat Scobel, 06.03.2017 »DieVeröffentlichung gilt einer hochaktuellen Themenstellung, sie verfolgt einen klar konturierten Ansatz, und sie liefert gut abgesicherte, anregende und weiterführende Ergebnisse. Sie zeigt, wie produktiv das gewählte Format des Begleitprojekts sein kann auch als überzeugendes Beispiel für eine Form der Wissenschaftsforschung, die als partizipative Selbsterkundung angelegt ist.« Hellmuth Lange, Zeitschrift für Umweltpolitik & Umweltrecht, 31.10.2016 »Der von Defila und Di Giulio herausgegebene Band kommt dem Anspruch, eine übergeordnete Synthese der transdisziplinären Forschungspraxis zu bieten, diese zu strukturieren und im Hinblick auf ein breites Spektrum transdisziplinaritätsrelevanter Fragen und Problemstellungen nutzbar zu machen, sehr nah ohne es an gebotener Differenziertheit und Offenheit vermissen zu lassen.« Prof.Dr. Claudia Bieling, GAIA »Das Buch ist eine Bereicherung für den Diskurs zu transdisziplinärer Forschung.« Martina Ukowitz, TATup, 31.08.2017
Autorentext
Fürspr. Rico Defila, Jurist und Rechtsanwalt, ist Stellvertretender Leiter der interdisziplinären und interuniversitären Forschungsgruppe Inter-/Transdisziplinarität, bis 2013 an der Interfakultären Koordinationsstelle für Allgemeine Ökologie (IKAÖ) der Universität Bern, seit 2014 am Programm Mensch-Gesellschaft-Umwelt (MGU) der Universität Basel. Seine Forschungsschwerpunkte sind Gestaltung inter-/transdisziplinärer Prozesse in Forschung und Lehre, Organisationsentwicklung interdisziplinärer Institutionen und nachhaltiger Konsum.
Dr. Antonietta Di Giulio, Philosophin, ist Leiterin der interdisziplinären und interuniversitären Forschungsgruppe Inter-/Transdisziplinarität, bis 2013 an der Interfakultären Koordinationsstelle für Allgemeine Ökologie (IKAÖ) der Universität Bern, seit 2014 am Programm Mensch-Gesellschaft-Umwelt (MGU) der Universität Basel. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Gestaltung inter-/transdisziplinärer Prozesse in Forschung und Lehre, gutes Leben und nachhaltiger Konsum, Bildung und Nachhaltige Entwicklung.
Klappentext
Die gelebte Praxis transdisziplinärer Forschung steht im Mittelpunkt der Analysen und Reflexionen dieses Buches. Den Erfahrungshintergrund bilden Projekte, in denen die Kooperation zwischen den Partnern aus Forschung und Praxis aus Sicht aller Beteiligten erfolgreich verlief. Dabei zeigt sich, dass es unterschiedliche Wege zum Erfolg gibt, die nicht alle »lehrbuchkonform« sind und sein müssen. Das Buch ermuntert dazu, transdisziplinäre Prozesse pragmatisch-kreativ anzugehen, ohne dabei den Qualitätsanspruch an transdisziplinäre Forschung aufzugeben. Das Buch entstand im Rahmen des Themenschwerpunkts »Vom Wissen zum Handeln - Neue Wege zum nachhaltigen Konsum«, der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) 2008 - 2013 gefördert wurde.
Leseprobe
Zur Begrüßung
Wie es begann - Vom Begleiten und vom Beschreiten gemeinsamer Wege
Rico Defila, Antonietta Di Giulio
Das vorliegende Buch entstand im Kontext des vom deutschen Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen der Sozial-ökologischen Forschung (SÖF) geförderten Themenschwerpunkts "Vom Wissen zum Handeln - neue Wege zum nachhaltigen Konsum". Den Boden für das Buch bereiteten die Aktivitäten der Begleitforschung im Themenschwerpunkt, deren Ziel unter anderem darin bestand, die Erarbeitung von (Teil)Synthesen zwischen den geförderten zehn Forschungsverbünden anzuregen und zu begleiten. Im Rahmen dieser Aktivitäten fand eine kleine Gruppe von Forschenden aus dem Themenschwerpunkt zusammen, die allesamt ein ausgeprägtes Interesse an Fragen der Gestaltung inter- und transdisziplinärer Forschungsprozesse hatten und die Erfahrungen mit transdisziplinären Kooperationen im Rahmen des Themenschwerpunkts aufarbeiten und Dritten zugänglich machen wollten. Das vorliegende Buch ist das Ergebnis der daraus entstandenen Reflexionen und Diskussionen.
Aus diesem Interesse entstanden zuerst einmal die Hotspots (Beitrag Defila/Di Giulio/Schäfer) und die beiden Fallstudien (Beitrag Gölz sowie Beitrag Nemnich/Fischer). Bezogen auf die Fallstudien gab es eine lange und intensive Debatte darüber, welches eine angemessene und innovative Form für diese Fallstudien wäre, was schließlich zur Wahl von Storytelling als Ansatz führte (Beitrag Di Giulio). Als die Arbeiten an den Hotspots und an den Fallstudien bereits vorangeschritten waren, wurde klar, wie gut die Ergebnisse der beiden empirischen Studien des Begleitforschungsprojekts dazu passen würden und daher auch in das Buch integriert werden sollten (Beitrag Di Giulio/Defila/Brückmann zu den Ergebnissen der Interviewstudie zur transdisziplinären Zusammenarbeit; Beitrag Kaufmann-Hayoz/Defila/Di Giulio/Winkelmann zu den Ergebnissen der Studie zu außerwissenschaftlichen Wirkungen).
Die Autorinnen und Autoren dieses Buchs verfügen größtenteils über langjährige Erfahrungen mit inter- und transdisziplinären Forschungsprozessen, sei es als Forschende, als Prozessverantwortliche und/oder als Wissenschaftsforschende. Von Beginn an war klar, dass das Buch zwar ein Sammelband sein würde, dass dieser Kern von Autorinnen und Autoren aber über die verschiedenen Beiträge hinweg eng zusammenarbeiten würde. Dies führte zu einer Reihe von Telefonkonferenzen und mehrtägigen Treffen, bei denen die einzelnen Beiträge gemeinsam diskutiert wurden. Zusätzlich gab es einen regen Prozess der schriftlichen Auseinandersetzung mit den einzelnen Beiträgen. Die Texte wurden ausgetauscht und schriftlich kommentiert, größtenteils in mehrfachen Schleifen, bis sich am Ende eine hohe Routine entwickelt hatte, mit der die Texte mit aufeinander aufbauenden Kommentaren und Vorschlägen versehen wurden. Im Zuge dieser ausgesprochen intensiven Zusammenarbeit und Diskussion wurden alle Beiträge bis zu einem gewissen Grad zu gemeinsamen Beiträgen, und es drängte sich auf, in einem gemeinsam verfassten Beitrag eine Bil…
