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Theodramatik und Theatralität.

  • Kartonierter Einband
  • 288 Seiten
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Die Theodramatik ist eine Vorstellung, deren Ursprünge bis in die Antike zurückreichen. Sie wird neuerdings wieder durch Theaterle... Weiterlesen
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Beschreibung

Die Theodramatik ist eine Vorstellung, deren Ursprünge bis in die Antike zurückreichen. Sie wird neuerdings wieder durch Theaterleute aufgegriffen und in den Humanwissenschaften in Zusammenhang mit dem Konzept der Theatralität diskutiert. In ihrer allgemeinsten Form meint Theodramatik die Einbeziehung des Numinosen in das Bühnengeschehen, sei es als Versuch, transzendente Instanzen zu vergegenwärtigen, sei es als Erfahrung von Ohnmacht oder Leere in Grenzsituationen. Theodramatik im engeren Sinne hat mit Kult zu tun und mündet in die Frage, inwiefern die Bühne eine Plattform für irgendwie geartete Katharsis bzw. orgiastisches Ausleben unterdrückter Empfindungen ist oder inwiefern sie überirdische Mächte als Mit- oder Gegenspieler in die Handlung einbeziehen kann. Dieser engere Begriff von Theodramatik berührt auch die Theologie. Er ist von dem Theologen Hans Urs von Balthasar ausführlich behandelt worden. Im Mittelteil einer Ästhetik und Theologik entfaltenden Trilogie untersucht er dieses Konzept und gelangt dabei auch zu einer eigenständigen Lektüre der europäischen Dramenliteratur. Der Band vereinigt die Beiträge eines zweiteiligen, interdisziplinären Kolloquiums, das in Anschluß an Balthasars Entwurf und in kritischem Dialog mit ihm Manifestationen von Theodramatik im europäischen Theater von der frühen Neuzeit bis in die Gegenwart untersucht. Ein Teil der Autoren behandelt philosophische, theologische und dramaturgische Grundsatzfragen, andere widmen sich der Analyse von Stücken und Theaterkonzepten. Auf Grund des interdisziplinären Charakters des ganzen Bandes gewinnen die einzelnen Beiträge über ihre speziellen Fragestellungen hinaus ein grundsätzliches Interesse für die Theater- wie die Literaturwissenschaft, aber ebenso für Soziologie, Anthropologie oder Theologie.

Autorentext
Helmuth Kiesel habilitierte sich mit einer Arbeit über Alfred Döblins Exil- und Spätwerk und ist Professor für Neuere deutsche Literaturgeschichte an der Universität Heidelberg. Er ist einer der besten Kenner der literarischen Moderne in Deutschland.

Klappentext

Die Theodramatik ist eine Vorstellung, deren Ursprünge bis in die Antike zurückreichen. Sie wird neuerdings wieder durch Theaterleute aufgegriffen und in den Humanwissenschaften in Zusammenhang mit dem Konzept der Theatralität diskutiert. In ihrer allgemeinsten Form meint Theodramatik die Einbeziehung des Numinosen in das Bühnengeschehen, sei es als Versuch, transzendente Instanzen zu vergegenwärtigen, sei es als Erfahrung von Ohnmacht oder Leere in Grenzsituationen. Theodramatik im engeren Sinne hat mit Kult zu tun und mündet in die Frage, inwiefern die Bühne eine Plattform für irgendwie geartete Katharsis bzw. orgiastisches Ausleben unterdrückter Empfindungen ist oder inwiefern sie überirdische Mächte als Mit- oder Gegenspieler in die Handlung einbeziehen kann. Dieser engere Begriff von Theodramatik berührt auch die Theologie. Er ist von dem Theologen Hans Urs von Balthasar ausführlich behandelt worden. Im Mittelteil einer Ästhetik und Theologik entfaltenden Trilogie untersucht er dieses Konzept und gelangt dabei auch zu einer eigenständigen Lektüre der europäischen Dramenliteratur. Der Band vereinigt die Beiträge eines zweiteiligen, interdisziplinären Kolloquiums, das in Anschluß an Balthasars Entwurf und in kritischem Dialog mit ihm Manifestationen von Theodramatik im europäischen Theater von der frühen Neuzeit bis in die Gegenwart untersucht. Ein Teil der Autoren behandelt philosophische, theologische und dramaturgische Grundsatzfragen, andere widmen sich der Analyse von Stücken und Theaterkonzepten. Auf Grund des interdisziplinären Charakters des ganzen Bandes gewinnen die einzelnen Beiträge über ihre speziellen Fragestellungen hinaus ein grundsätzliches Interesse für die Theater- wie die Literaturwissenschaft, aber ebenso für Soziologie, Anthropologie oder Theologie.



Inhalt
Inhalt: V. Kapp, Einleitung - A. M. Haas, Prinzip Theatralität bei Hans Urs von Balthasar - S. Grätzel, Der philosophische Hintergrund von Balthasars »Theodramatik« - M. Bieler, Das ernste Spiel der Liebe. Zur Trinitätstheologie H. U. von Balthasars - V. Kapp, Der Konflikt zwischen Kirche und Theater und die Bedeutung von Balthasars Konzept einer Theodramatik - M. Tietz, Der Gedanke des Welttheaters im spanischen Barock und Hans Urs von Balthasars »Theodramatik« - H. Laufhütte, »Animae sub involucro historia«. Sigmund von Birkens Drama »Psyche« als allegorische Inszenierung der Heilsgeschichte - D. Borchmeyer, Die Festspielidee zwischen Hofkultur und Kunstreligion. Goethe und Richard Wagner - R. Zaiser, Pirandellos Welttheater im Zeichen einer negativen Theologie - I. Pieper, »Und tront der Ewige noch auf seinem Thron?«: Else Lasker-Schülers »theatralische Tragödie« »IchundIch« - D. Briesemeister, Hans Urs von Balthasar und Reinhold Schneider - J. Jurt, Der moderne Roman als Ausdruck des Tragischen - T. Kühn, Theodramatische Surrogate: Der Gedenkgottesdienst für Prinzessin Diana

Produktinformationen

Titel: Theodramatik und Theatralität.
Untertitel: Ein Dialog mit dem Theaterverständnis von Hans Urs von Balthasar.
Editor:
EAN: 9783428102426
ISBN: 978-3-428-10242-6
Format: Kartonierter Einband
Hersteller: Duncker & Humblot
Herausgeber: Duncker & Humblot GmbH
Genre: Allgemeine und vergleichende Sprach- und Literaturwissenschaft
Anzahl Seiten: 288
Gewicht: 378g
Größe: H233mm x B157mm x T17mm
Jahr: 2000
Untertitel: Deutsch

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