

Beschreibung
Jenseits der Richtlinienpsychotherapie benötigen Psychiatrische Kliniken, Ambulanzen und Praxen kurze Interventionen, die im 20-Minuten-Setting der Sprechstunde und der Klinikvisite wirksam einsetzbar sind und die beim nächsten Gespräch nahtlos weitergeführt w...Jenseits der Richtlinienpsychotherapie benötigen Psychiatrische Kliniken, Ambulanzen und Praxen kurze Interventionen, die im 20-Minuten-Setting der Sprechstunde und der Klinikvisite wirksam einsetzbar sind und die beim nächsten Gespräch nahtlos weitergeführt werden können. Die Psychiatrische Kurz-Psychotherapie PKP bietet evidenzbasierte störungsspezifische Psychotherapie bei Depression, Angst, Zwang, Alkoholabhängigkeit und chronischem Schmerz. Serge K.D. Sulz bietet einen Praxisleitfaden, der hilft, sofort die richtigen Interventionen wirksam einzusetzen.
Inhalt
Einfuhrung I Theorie 1 Depression als Vermeidungsverhalten 2 Depression als kompromisshafte Konfliktlösung 3 Die Überlebensregel als Konfliktlösungsstrategie 4 Grundbedurfnisse zentrale Bedurfnisse 5 Grundformen der Angst zentrale Ängste 6 Dysfunktionale Persönlichkeitszuge 7 Der Prozess der Symptombildung die Reaktionskette 8 Entwicklungshemmung durch belastende Kindheitserlebnisse II Praxis 1 Einfuhrung in die Praxis Grundlagen und Leitfaden 1.1 Das Konzept der PKP mit Therapie-/Sprechstundenkarten: Drei Säulen (Symptomtherapie Fertigkeitentraining Persönlichkeitsentwicklung/Motivklärung) 1.2 Patientenaufnahme: Befunderhebung, Anamnese und Diagnose 1.3 Problemanalyse sowie Situations- und Verhaltensanalyse 1.4 Therapiedurchfuhrung 1. Säule: Umgang mit dem Symptom 1.5 Therapiedurchfuhrung 2. Säule: Fertigkeitentraining 1.6 Therapiedurchfuhrung 3. Säule: Persönlichkeitsentwicklung/Motivklärung 1.7 Praxisleitfaden: Handhabung des Kartensets 1.8 Praxisleitfaden: Vorschlag zum Ablauf der Sprechstunde/Visite 1.9 Situations- und Verhaltensanalyse auf Mikro- und Makroebene 1.10 Verhaltenssteuerung durch kurz- und langfristige Verstärkungen 1.11 Liste der Therapie-/Sprechstundenkarten 2 Patientenaufnahme bei Depression sowie Leitlinien zu PKP 3 PKP bei Depression 3.1 Die drei Säulen der PKP bei Depression 3.1.1 1. Säule: Umgang mit dem Symptom 3.1.2 2. Säule: Fertigkeitentraining 3.1.3 3. Säule: Persönlichkeitsentwicklung/Motivklärung 3.2 Ein Denkmodell zur Entstehung von Depression 3.3 Die Handhabung des Kartensets 3.4 Vorschlag zum Ablauf der Sprechstunde/Visite 3.5 Das praktische Arbeiten mit den Modulen 3.5.1 Depressive Symptome 3.5.2 Der Gefuhlsstern: Vitale Pendelausschläge 3.5.3 Freude-Exposition 3.5.4 Angst-Exposition 3.5.5 Trauer-Exposition 3.5.6 Ärger-Exposition 3.5.7 Ruckblick und Ausblick der Depressionstherapie 3.6 Liste der Therapie-/Sprechstundenkarten 3.7 Pharmakotherapie Supplement 4 PKP bei Angst und Zwang 4.1 Die drei Säulen der PKP bei Angst und Zwang 4.1.1 1. Säule: Umgang mit dem Symptom Ablauf einer Analyse der Entstehung einer Angst- beziehungsweise Zwangserkrankung 4.1.2 2. Säule: Fertigkeitentraining 4.1.3 3. Säule: Persönlichkeitsentwicklung/Motivklärung 4.2 Ein Denkmodell zur Entstehung von Angst- und Zwangskrankheiten 4.3 Die Handhabung des Kartensets 4.4 Vorschlag zum Ablauf der Sprechstunde/Visite 4.5 Das praktische Arbeiten mit den Modulen 4.5.1 Symptome von Angst/Phobie und Zwang 4.5.2 Klinische Steckbriefe der Angst- und Zwangsstörungen 4.5.3 AACES: Die Sofortmaßnahme im Umgang mit Angst oder Zwang 4.5.4 Reaktionskette und aufrechterhaltende Konsequenzen 4.5.5 Erläuterungen zur Störungsspezifischen Therapiesystematik Exposition bei Agoraphobie Exposition bei Panikstörung Exposition bei spezifischer Phobie Therapie der sozialen Phobie (Exposition plus Verhaltensexperimente) Sorgenexposition bei generalisierter Angststörung (Becker & Margraf 2007) Exposition mit Reaktionsverhinderung bei Zwangsverhalten 4.6 Liste der Therapie-/Sprechstundenkarten 5 PKP bei Alkoholabhängigkeit 5.1 Die drei Säulen der PKP bei Alkoholabhängigkeit 5.1.1 1. Säule: Umgang mit dem Symptom Ablauf einer Analyse der Entstehung einer Alkoholabhängigkeit 5.1.2 2. Säule: Fertigkeitentraining 5.1.3 3. Säule: Persönlichkeitsentwicklung/Motivklärung 5.2 Ein Denkmodell zur Entstehung von Alkoholabhängigkeit 5.3 Die Handhabung des Kartensets 5.4 Vorschlag zum Ablauf der Sprechstunde/Visite 5.5 Das praktische Arbeiten mit den Modulen 5.5.1 Symptome der Alkoholabhängigkeit 5.5.2 Feststellung der Krankheit 5.5.3 Klärung des Motivationsstadiums: Von der Absichtslosigkeit zur entschiedenen Abstinenz 5.5.4 Antimotivationen 5.5.5 Wer kann dem Patienten helfen, abstinent zu bleiben? 5.5.6 Das Verhaltensmodell S-O-R-K 5.5.7 Die Reaktionskette 5.5.8 Veränderungen seit Symptombeginn 5.5.9 Die persönlichen Ziele 5.5.10 Typische Ruckfallsituationen erkennen 5.5.11 Abstinenzverletzung 5.5.12 Notfallkarte 5.5.13 Gefuhle wahrnehmen und aussprechen 5.5.14 Die Zeit zwischen den Gesprächen nutzen 5.5.15 Die Projekt-/Aufgabenkarte 5.5.16 Kraftspendende Rituale (in der Gruppe) 5.6 Liste der Therapie-/Sprechstundenkarten 6 PKP bei chronischem Schmerz 6.1 Die drei Säulen der PKP bei chronischem Schmerz 6.1.1 1. Säule: Umgang mit dem Symptom 6.1.2 2. Säule: Fertigkeitentraining Ablauf einer Analyse der Entstehung einer chronischen Schmerzerkrankung 6.1.3 3. Säule: Persönlichkeitsentwicklung/Motivklärung 6.2 Ein Denkmodell zur Entstehung von chronischem Schmerz 6.3 Die Handhabung des Kartensets 6.4 Vorschlag zum Ablauf der Sprechstunde/Visite 6.5 Das praktische Arbeiten mit den Modulen 6.5.1 Symptome des chronischen Schmerzes 6.5.2 Umgang mit belastenden Situationen 6.5.3 Wut beim chronischen Schmerz 6.5.4 Scham ein häufiges Gefuhl bei chronischem Schmerz 6.5.5 Versöhnung 6.5.6 Trauer um Verluste (von Menschen, Zukunft, Gesundheit) 6.5.7 Lebensabschnitte und Schmerz 6.5.8 Entspannung Progressive Muskelrelaxation nach Jacobson 6.5.9 Werte Lebensleitlinien 6.6 Liste der Therapie-/Sprechstundenkarten 7 Affektregulierung Emotionsregulation Mit Gefuhlen umgehen lernen 7.1 Eine kurze Psychologie der Gefuhle 7.2 Der bisherige Umgang mit Gefuhlen 7.3 Gefuhle ausdrucken 7.4 Zu welchen Handlungen Gefuhle bewegen 7.5 Verhaltensanalyse des Gefuhls und des Umgangs mit diesem 7.6 Wichtigste Gefuhle, Umgang mit ihnen und die Folgen 7.7 Der neue Umgang mit den eigenen Gefuhlen 7.8 Emotive Gesprächsfuhrung Emotion Tracking 8 Zwischenmenschliche Beziehung Beziehungen gestalten lernen 8.1 Emotionales Erleben wichtiger Beziehungen 8.2 Beziehungsformen 8.3 Dysfunktionaler Repetitiver Interaktions- und Beziehungs-Stereotyp (DRIBS) 8.4 Neuer Umgang mit Selbst und Beziehung III Forschung 1 Einleitung 2 Die Braunschweiger PKP-Studie (Gruppen in der Klinik) 3 Die Munchner PKP-Studie 3.1 Phase 1 ambulante Kurzzeittherapie (KZT) 3.2 Phase 2 ambulante Kurz- und Langzeittherapie 4 Die Evaluation des PKP-Ansatzes in der ambulanten Behandlung der Alkoholkrankheit 5 Fazit Aktueller Stand der Evaluation von PKP IV Ausbildung 1 Psychotherapie-Ausbildung in der psychiatrischen Klinik Literatur