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"My unwasht Muse"

  • Fester Einband
  • 376 Seiten
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The Anglia Book Series (ANGB) offers a selection of high quality work on all areas and aspects of English philology. It publishes ... Weiterlesen
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Beschreibung

The Anglia Book Series (ANGB) offers a selection of high quality work on all areas and aspects of English philology. It publishes book-length studies and essay collections on English language and linguistics, on English and American literature and culture from the Middle Ages to the present, on the new English literatures, as well as on general and comparative literary studies, including aspects of cultural and literary theory.

Im Rückgriff sowohl auf T.S. Eliots These von der dissociation of sensibility als auch auf die Kontroverse zwischen Elias und Duerr zeigt sich in der Analyse von lyrischen Texten des 17. Jahrhunderts, dass ein folgenschwerer Paradigmenwechsel das Ende des Barock und den Beginn der Moderne einleitet. In ihrer erotisierten Theologie zeigen Donne und Crashaw, dass der Körper nicht von der Ebene der Metaphysik zu trennen ist, dass vielmehr Körperflüssigkeiten zu prokreativen Himmelsleitern werden und für den Dichter in der Rolle des Ganymed eine göttliche Insemination an die Stelle der herkömmlichen Inspiration getreten ist. Im Unterschied hierzu setzt in der Versdichtung der Cavaliers zwischen 1620 und 1630 eine früh-klassizistische Gegenbewegung ein: beeinflusst durch die Erfindung der Bühnenfigur des Don Juan negieren Dichter wie Carew, Suckling und der zur Restaurationszeit gehörende Earl of Rochester die im Barock mit Nachdruck betonte Allianz von Erotik und Theologie, um fortan die Quantität des sexuellen Abenteuers zu zelebrieren. Ostentativ die Extreme von Lust und Ekel hervorhebend, antizipieren die Cavaliers Körper- und Erotikentwürfe, die im 19. Jahrhundert so heterogene Figuren der literarischen Moderne wie den Dandy oder den ubusesken' Triebmenschen hervorbringen sollten.

Autorentext

Norbert Lennartz, Julius-Maximilians-Universität Würzburg.



Klappentext
Im Rückgriff sowohl auf T.S. Eliots These von der "dissociation of sensibility" als auch auf die Kontroverse zwischen Elias und Duerr zeigt sich in der Analyse von lyrischen Texten des 17. Jahrhunderts, dass ein folgenschwerer Paradigmenwechsel das Ende des Barock und den Beginn der Moderne einleitet. In ihrer erotisierten Theologie zeigen Donne und Crashaw, dass der Körper nicht von der Ebene der Metaphysik zu trennen ist, dass vielmehr Körperflüssigkeiten zu prokreativen Himmelsleitern werden und für den Dichter in der Rolle des Ganymed eine göttliche Insemination an die Stelle der herkömmlichen Inspiration getreten ist. Im Unterschied hierzu setzt in der Versdichtung der Cavaliers zwischen 1620 und 1630 eine früh-klassizistische Gegenbewegung ein: beeinflusst durch die Erfindung der Bühnenfigur des Don Juan negieren Dichter wie Carew, Suckling und der zur Restaurationszeit gehörende Earl of Rochester die im Barock mit Nachdruck betonte Allianz von Erotik und Theologie, um fortan die Quantität des sexuellen Abenteuers zu zelebrieren. Ostentativ die Extreme von Lust und Ekel hervorhebend, antizipieren die Cavaliers Körper- und Erotikentwürfe, die im 19. Jahrhundert so heterogene Figuren der literarischen Moderne wie den Dandy oder den 'ubusesken' Triebmenschen hervorbringen sollten.

Produktinformationen

Titel: "My unwasht Muse"
Untertitel: (De-)Konstruktionen der Erotik in der englischen Literatur des 17. Jahrhunderts
Autor:
EAN: 9783484421417
ISBN: 978-3-484-42141-7
Format: Fester Einband
Hersteller: De Gruyter
Herausgeber: De Gruyter
Genre: Englische Sprach- und Literaturwissenschaft
Anzahl Seiten: 376
Größe: H23mm
Jahr: 2009