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Eherechtsdiskurse

  • Kartonierter Einband
  • 201 Seiten
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Ziel der interdisziplinär arbeitenden Untersuchung ist die Dekodierung teilweise hochkomplexer Eherechtsdiskurse am Beispiel... Weiterlesen
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Beschreibung

Klappentext

Ziel der interdisziplinär arbeitenden Untersuchung ist die Dekodierung teilweise hochkomplexer Eherechtsdiskurse am Beispiel ausgewählter Erzähltexte vom 12. bis zum 15. Jh. Die einzelnen Fallstudien setzen jeweils am Schnittpunkt von epischem Strukturmuster und kulturellen Semantiken an. Zum einen wird gezeigt, dass das prominente Erzählschema der gefährlichen Brautwerbung nicht eine inhaltsleere Szenenkonvention ist, sondern basales kulturelles Wissen verarbeitet, das auf die Verweigerung der Braut auf seiten der Brautsippe in segmentären Gesellschaften zurückgeht und Filiationsnormen verhandelt. Zum anderen wird nachgewiesen, dass das unterschiedlichen sozialen Ordnungen und kulturellen Sinn- und Wertsystemen zugehörige literarische Strukturmuster Träger ausgesprochen komplexer eherechtlicher Diskurse sein kann, die das zähe Ringen zwischen dem sich etablierenden kanonischen Recht und dem althergebrachten Eherecht vom 12. Jh. bis zum Tridentinum notieren. Zu den hier verhandelten Positionen gehören vor allem die sogenannte heimliche Ehe , die Frage der Gültigkeit bzw. Lösbarkeit, das Ehebewilligungsrecht, die Entführung bzw. der Raub der Braut sowie der Inzest.

Zusammenfassung
Ziel der interdisziplinär arbeitenden Untersuchung ist die Decodierung teilweise hochkomplexer Eherechtsdiskurse am Beispiel ausgewählter Erzähltexte vom 12. bis zum 15. Jh. Die einzelnen 'Fallstudien' setzen jeweils am Schnittpunkt von epischem Strukturmuster und kulturellen Semantiken an. Zum einen wird gezeigt, dass das prominente Erzählschema der gefährlichen Brautwerbung nicht eine inhaltsleere Szenenkonvention ist, sondern basales kulturelles Wissen verarbeitet, das auf die Verweigerung der Braut auf seiten der Brautsippe in segmentären Gesellschaften zurückgeht und Filiationsnormen verhandelt. Zum anderen wird nachgewiesen, dass das unterschiedlichen sozialen Ordnungen und kulturellen Sinn- und Wertsystemen zugehörige literarische Strukturmuster, Träger ausgesprochen komplexer eherechtlicher Diskurse sein kann, die das zähe Ringen zwischen dem sich etablierenden kanonischen Recht und dem althergebrachten Eherecht vom 12. Jh. bis zum Tridentinum notieren. Zu den hier verhandelten Positionen gehören u.a. das Ehebewilligungsrecht (Nupturientenkonsens vs. autoritative Sippenvergabe), die Entführung bzw. der Raub der Braut, der Inzest bzw. die verbotenen Verwandtschaftsgrade, die sogenannte 'heimliche Ehe', die Sponsaliendistinktion und die 'bedingte Eheschließung', das Beilager, die Frage der Lösbarkeit, die 'legitimatio per subsequens matrimonium'.

Produktinformationen

Titel: Eherechtsdiskurse
Untertitel: Studien zu 'König Rother', 'Partonopier und Meliur', 'Arabel', 'Der guote Gêrhart', 'Der Ring'
Autor:
EAN: 9783825351038
ISBN: 978-3-8253-5103-8
Format: Kartonierter Einband
Herausgeber: Universitätsvlg. Winter
Genre: Deutschsprachige Sprach- und Literaturwissenschaft
Anzahl Seiten: 201
Gewicht: 247g
Größe: H215mm x B139mm x T12mm
Veröffentlichung: 01.12.2005
Jahr: 2005