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Modernisierung ohne Moderne

  • Kartonierter Einband
  • 390 Seiten
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Beschreibung

Autorentext
Dr. phil. Dorothea Böck, geb. 1950, Publizistin und Editorin in Berlin, Wiss. Mitarbeiterin am Institut für Germanistik, Vergleichende Literatur- und Kulturwissenschaft der Universität Bonn im DFG-Forschungsprojekt 'Von der Aufklärung zur Unterhaltung' (2007-10).

Klappentext

Zentralisierung und Wissenschaft als Produktivkraft unter Losungen wie diesen begann die politische Führung der DDR am Ende der sechziger Jahre parallel zu Prag und Paris eine schier atemberaubende Modernisierungskampagne in Gang zu setzen: Reformdruck auf Basis und Überbau , also auch auf den gesamten Universitäts- und Akademiebetrieb. "Theoria cum praxi" war die für Natur- und Geisteswissenschaften gleichermaßen postulierte und an dem 1969 gegründeten Zentralinstitut für Literaturgeschichte konsequent verfolgte Maxime um vieles konsequenter, wie sich erweisen sollte, als von oben erwartet und geduldet. Das belegen die am ZIL erarbeiteten Publikationen, allen voran Gesellschaft Literatur Lesen, jener in der DDR nicht nur theoretisch als Demokratisierungsimpuls begriffene Beitrag zur internationalen Diskussion um die Rezeptionstheorie. Das zeigt auch die Geschichte des Instituts ein in dieser Art bis heute in der deutschen Wissenschaftslandschaft einzigartiges Experiment. Hier nämlich wurde über zwanzig Jahre lang (bis 1991) praktiziert, was im vereinten Deutschland noch immer umstritten ist: außeruniversitäre Forschung in den Geisteswissenschaften. Der Band unternimmt den Versuch, diese Geschichte zu rekonstruieren. Auch das in Form eines Experiments: Beteiligte erinnern sich, ohne um die Äußerungen der jeweils anderen zu wissen. So ergeben sich nicht nur interessante Spiegelungen und Brechungen, vielmehr eröffnet sich ein facettenreiches und dadurch um so aufschlußreicheres (wissenschafts-)geschichtliches Panorama.

Zusammenfassung
"Zentralisierung" und "Wissenschaft als Produktivkraft" - unter Losungen wie diesen begann die politische Führung der DDR am Ende der sechziger Jahre - parallel zu 'Prag' und 'Paris' - eine schier atemberaubende Modernisierungskampagne in Gang zu setzen: Reformdruck auf 'Basis' und 'Überbau', also auch auf den gesamten Universitäts- und Akademiebetrieb. Theoria cum praxi war die für Natur- und Geisteswissenschaften gleichermaßen postulierte und an dem 1969 gegründeten Zentralinstitut für Literaturgeschichte konsequent verfolgte Maxime - um vieles konsequenter, wie sich erweisen sollte, als von 'oben' erwartet und geduldet. Das belegen die am ZIL erarbeiteten Publikationen, allen voran Gesellschaft - Literatur - Lesen, jener in der DDR nicht nur theoretisch als Demokratisierungsimpuls begriffene Beitrag zur internationalen Diskussion um die Rezeptionstheorie. Das zeigt auch die Geschichte des Instituts - ein in dieser Art bis heute in der deutschen Wissenschaftslandschaft einzigartiges Experiment. Hier nämlich wurde über zwanzig Jahre lang (bis 1991) praktiziert, was im vereinten Deutschland noch immer umstritten ist: außeruniversitäre Forschung in den Geisteswissenschaften. Der Band unternimmt den Versuch, diese Geschichte zu rekonstruieren. Auch das in Form eines Experiments: Beteiligte erinnern sich, ohne um die Äußerungen der jeweils anderen zu wissen. So ergeben sich nicht nur interessante Spiegelungen und Brechungen, vielmehr eröffnet sich ein facettenreiches und dadurch um so aufschlußreicheres (wissenschafts-)geschichtliches Panorama.

Produktinformationen

Titel: Modernisierung ohne Moderne
Untertitel: Das Zentralinstitut für Literaturgeschichte an der Akademie der Wissenschaften der DDR (1969-1991). Literaturforschung im Experiment
Editor:
EAN: 9783825316778
ISBN: 978-3-8253-1677-8
Format: Kartonierter Einband
Herausgeber: Universitätsvlg. Winter
Genre: Deutschsprachige Sprach- und Literaturwissenschaft
Anzahl Seiten: 390
Gewicht: 594g
Größe: H239mm x B157mm x T22mm
Veröffentlichung: 01.09.2004
Jahr: 2004

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