Willkommen, schön sind Sie da!
Logo Ex Libris

Heteronomie und Relativität in Schuldverhältnissen

  • Fester Einband
  • 305 Seiten
(0) Erste Bewertung abgeben
Bewertungen
(0)
(0)
(0)
(0)
(0)
Alle Bewertungen ansehen
In zahlreichen Ländern Europas haften Hersteller den Verbrauchern unmittelbar für Sachmängel. Die Europäische Kommission hat diese... Weiterlesen
20%
126.00 CHF 100.80
Sie sparen CHF 25.20
Exemplar wird für Sie besorgt.
Kein Rückgaberecht!
Bestellung & Lieferung in eine Filiale möglich

Beschreibung

In zahlreichen Ländern Europas haften Hersteller den Verbrauchern unmittelbar für Sachmängel. Die Europäische Kommission hat dieses Modell auch für die Richtlinie zum Verbrauchsgüterkauf angedacht, bislang allerdings nicht verwirklicht. Grund hierfür ist der Relativitätsgrundsatz: Verträge entfalten ihre Wirkungen grundsätzlich nur zwischen den Vertragsparteien. Obwohl das Relativitätsprinzip in allen europäischen Rechtsordnungen anerkannt ist, liegt sein genauer Gehalt bislang im Dunkeln: Im deutschen Recht geben der Vertrag zugunsten Dritter und der Vertrag mit Schutzwirkung für Dritte Beispiele. Michael Hassemer zeigt, dass das Relativitätsprinzip seinen Grund in der Selbstbestimmung des Einzelnen hat: Vertragsparteien können nicht autonom Rechtswirkungen gegenüber Dritten erzeugen, die, ebenso wie sie, selbstbestimmt sind. Die Relativität der Schuldverhältnisse verbietet somit die 'Fremdbestimmung unter Gleichen'. Wenn der Relativitätsgrundsatz seine Wurzel im Autonomieprinzip hat, so muss dies im Umkehrschluss bedeuten, dass heteronomes Schuldrecht als nicht von den Parteien, sondern vom Gesetzgeber oder Richter hergestelltes Recht dem Relativitätsprinzip nicht unterliegt: Eine 'Fremdbestimmung unter Gleichen' liegt im Falle heteronomen Schuldrechts nicht vor. Das europäische Verbrauchsgüterkaufrecht ist 'positiv zwingendes Recht' und damit über weite Strecken heteronomer Natur. Hieraus entwickelt der Autor ein Modell der Herstellerhaftung für Europa. Zugleich zeigt er die heute wesentliche Aufgabe des Privatrechts in der europäischen Rechtsentwicklung: Sein Instrumentarium muss sich dem heteronomen Zugriff auf das Vertragsrecht stellen.

Autorentext
Geboren 1966; Studium der Rechtswissenschaften in München; 1999 Promotion; 2006 Habilitation.

Klappentext

In zahlreichen Ländern Europas haften Hersteller den Verbrauchern unmittelbar für Sachmängel. Die Europäische Kommission sucht noch nach einem einheitlichen Modell für das Europäische Verbrauchsgüterkaufrecht. Wegen des Relativitätsgrundsatzes entfalten Verträge ihre Wirkungen grundsätzlich nur zwischen den Vertragsparteien. Michael Hassemer zeigt, dass das Relativitätsprinzip seinen Grund in der Selbstbestimmung des Einzelnen hat: Vertragsparteien können nicht autonom Rechtswirkungen gegenüber Dritten erzeugen, die, ebenso wie sie, selbstbestimmt sind. Die Relativität der Schuldverhältnisse verbietet somit die 'Fremdbestimmung unter Gleichen'. Im Umkehrschluss muss dann gelten, dass heteronomes Schuldrecht dem Relativitätsprinzip nicht unterliegt. Das europäische Verbrauchsgüterkaufrecht ist 'positiv zwingendes Recht' und damit über weite Strecken heteronomer Natur. Hieraus entwickelt der Autor ein Modell der Herstellerhaftung für Europa.

Produktinformationen

Titel: Heteronomie und Relativität in Schuldverhältnissen
Untertitel: Zur Haftung des Herstellers im europäischen Verbrauchsgüterkaufrecht
Autor:
EAN: 9783161491436
ISBN: 978-3-16-149143-6
Format: Fester Einband
Hersteller: Mohr Siebeck
Herausgeber: Mohr Siebeck GmbH & Co. K
Genre: Allgemeines & Lexika
Anzahl Seiten: 305
Gewicht: 614g
Größe: H236mm x B165mm x T27mm
Jahr: 2007
Untertitel: Deutsch
Auflage: 1. Auflage

Weitere Produkte aus der Reihe "Jus Privatum"