











Beschreibung
Georgien bietet grandiose Landschaften, ein jahrtausendealtes Kulturerbe und eine geradezu legendäre Gastfreundschaft. Vom Schwarzen Meer zu den schneebedeckten Kaukasus-Gipfeln, von der Kolchischen Tiefebene zu den Weinbergen Kachetiens begleitet der Tresche...Georgien bietet grandiose Landschaften, ein jahrtausendealtes Kulturerbe und eine geradezu legendäre Gastfreundschaft. Vom Schwarzen Meer zu den schneebedeckten Kaukasus-Gipfeln, von der Kolchischen Tiefebene zu den Weinbergen Kachetiens begleitet der Trescher-Reiseführer GEORGIEN kundig durch das abenteuerliche Land.
Bergspitzen bis 5000 Meter, dichte Wälder, fruchtbare Ebenen und Steppenlandschaften, die Schwarzmeerküste und ein kaum besiedeltes Hochland prägen die kleine Kaukasus-Republik. Uralte Kirchen und Höhlenklöster wie Davit Gareja oder Vardzia erinnern daran, dass das Land ein Zentrum des Frühchristentums war. Die Hauptstadt Tbilisi wartet mit viel Kultur und Zeugnissen einer bewegten Vergangenheit auf. Im Großen Kaukasus und im Kleinen Kaukasus geht es in Natur- und Nationalparks auf Wander- und Trekkingtouren, während sich Badeurlauber am Schwarzen Meer rund um Batumi sonnen.
Von Gurien über Swanetien bis nach Kartli und Kachetien stellen Andreas Sternfeldt und Merab Lomia alle Regionen und Sehenswürdigkeiten umfassend vor. Sternfeldt hat die schönsten Touren im Kaukasus erwandert, Mitautor Lomie lebt ständig vor Ort und hat die aktuellen Entwicklungen im Blick. Ihre detaillierten Beschreibungen führen auch in die touristisch noch wenig erschlossenen Gegenden, etwa ins von majestätischen Bergriesen umzogene Pankisi-Tal ganz im Nordosten.
Neben umfangreichen Informationen zu Georgiens Kunst- und Kulturschätzen widmet sich das Reisehandbuch der jahrtausendealten Weinherstellung in Tonamphoren, der polyphonen Musik oder den verschnörkelten Buchstaben des georgischen Alphabets heute Immaterielles Kulturerbe der UNESCO . Es gibt eine Fülle an Vorschlägen für Freizeitaktivitäten von Reiten, Kajak- und Radfahren über Offroad-Touren bis Trekking und Wandern. Auch die komplexen Weine und die herzhafte georgische Küche werden ausführlich gewürdigt.
Nachdem das Land 1991 seine Unabhängigkeit erlangt hatte, war der Trescher-Reiseführer GEORGIEN der erste im deutschsprachigen Raum und gilt inzwischen als Standardwerk für Reisen in die Kaukasus-Republik. Einführende Kapitel vermitteln reichlich Hintergrundwissen zu Geschichte, Bräuchen und Traditionen. Neben Empfehlungen für Unterkunft und Gastronomie stehen viele Tipps und praktische Reiseinformationen sowie ein Sprachführer Deutsch/Umschrift/georgische Schreibweise. Sie runden diesen ebenso kenntnisreichen wie zuverlässigen Reisepartner durch Georgien ab .
Weitere Reiseführer zum Kaukasus und zu Osteuropa finden Sie auf der Website des Trescher Verlags.
Vorwort
Georgien ist ein Land der touristisch unbegrenzten Möglichkeiten. In etwa so groß wie Bayern, gibt es hier gletscherbedeckte Hochgebirgsgipfel, weite Täler, dichte Wälder, Flüsse, Seen, die Küste des Schwarzen Meeres, fruchtbare Ebenen, karge Halbwüsten und kaum besiedeltes Hochland, eine immens vielfältige Tier- und Pflanzenwelt sowie Meisterwerke der Baukunst. Die Griechen der Antike kannten Westgeorgien als Kolchis; Medea, die Königstochter, verhalf den Argonauten zum Goldenen Vlies. Am Kasbek, einem der höchsten Gipfel des Kaukasus, büßte Prometheus. Im 4. Jahrhundert war Georgien, nach Armenien, das zweite Land, in dem das Christentum Staatsreligion wurde. Wechselvoll ist die Geschichte Georgiens, reich seine Kultur. Die 33 Buchstaben des georgischen Alphabets und die georgische Sprache gehören zum UNESCO Weltkulturerbe, ebenso wie die georgische polyphone Musik und die seit mehr als 8000 Jahren praktizierte Kultur der Weinherstellung in Qvevri, tönernen Amphoren. Wein gehört zum georgischen Gastmahl »Supra«, wo er zu kulinarischen Offenbarungen in Strömen fließt. Das größte Geschenk aber, das Georgier willkommenen Gästen des Landes bereiten, ist ihre sprichwörtliche Gastfreundschaft. Man kommt nach Georgien als Gast und verlässt das Land als Freund. Dieser Reiseführer war der erste im deutschsprachigen Raum, nachdem Georgien 1991 seine Unabhängigkeit wiedererlangt hatte. Infolge der Rosenrevolution Ende 2003 übernahm eine neue Generation von Politikern die Macht. Sie beförderten längst fällige Reformen, öffneten das Land für ausländische Investitionen, erklärten Kriminalität und Korruption den Krieg, modernisierten die Infrastruktur und bahnten der privaten Initiative, auch im Tourismus, Wege. Hunderte neue Hotels, Pensionen, Gästehäuser und Restaurants, auch in entlegenen Regionen, entstanden. Dutzende Reiseanbieter, unter ihen deutschsprachige, organisieren phantastische Touren, bringen Besuchern die natürlichen und kulturellen Reichtümer des Landes nahe. Individualreisende sind willkommen. Fünf Regionen im Großen und im Kleinen Kaukasus wurden zu Wanderparadiesen, die sich auf eigene Faust, besser aber in Begleitung einheimischer Bergführer, erkunden lassen. In zehn Nationalparks kümmern sich Ranger um den Schutz der Pflanzen und Tierwelt sowie sanften Tourismus. Weit mehr als acht Millionen Besucher zählte Georgien im Jahr 2024. Der Ukraine-Krieg und internationale Krisen haben natürlich auch Auswirkungen auf das politische Gefüge im Land, nicht aber auf die Gastfreundschaft der Menschen und die touristischen Möglichkeiten. Die Autoren dieses Reiseführers bemühen sich, die aktuellen Entwicklungen zu berücksichtigen. Sollte uns das nicht immer gelungen und manche Info inzwischen veraltet sein, bitten wir um Nachsicht. In jeder Auflage zu diesem Reiseführer haben wir stets vermerkt, dass man in Georgien vor Überraschungen nicht gefeit ist. Wer sich davor nicht fürchtet, hier und da auch Abstriche an Bequemlichkeit und zivilisatorischer Perfektion in Kauf nimmt, wird in jedem Fall eine wunderbare Zeit in diesem wunderbaren Land verbringen.
Autorentext
Andreas Sternfeldt studierte Ende der 1980er Jahre in Moskau und kennt Georgien, wo er auch als Reiseleiter tätig ist, seit Jahrzehnten. Er lebt heute Berlin als Filmemacher und Publizist zu den Themen Russland, Kaukasus, Kunst, Gender, Jugend. Er ist Autor der Trescher-Reiseführer Georgien, Flusskreuzfahrten Russland, 66-Seen-Wanderung und Wanderungen in Brandenburg. Sein georgischer Mitautor Giorgi Kvastiani lebt ständig vor Ort und hat alle aktuellen Entwicklungen im Blick.
Inhalt
Vorwort 13 Die schönsten Reiseziele 14 Das Wichtigste in Kürze 16 Entfernungstabelle 19 Georgien erleben 21 Georgien entdecken aber wie?! 35 LAND UND LEUTE 37 Zahlen und Fakten 38 Landschaft und Natur 39 Der Große Kaukasus: Eine alpine Barriere 39 Der Kleine Kaukasus: Trialeti-Gebirge 40 Javakheti-Hochland: Vulkan¬landschaften und Seen 40 Das Meskheti-Gebirge: Eine historische Grenzregion 41 Gewässer 41 Klima 42 Die Flora 44 Die Tierwelt 45 Geschichte 46 Die ersten georgischen Staatswesen 46 Georgien und das Christentum 48 Das grüne Banner des Islam 50 Die Einigung Georgiens 51 Die Seldschuken 52 Davit IV. der Erneuerer 53 Königin Tamar 54 Der Mongoleneinfall 55 Timur Tamerlan 56 Osmanen und Perser 56 Schah Abbas 57 Georgien und Russland 58 Georgien und die Sowjetunion 64 Der Weg in die Unabhängigkeit 69 Wirtschaft und Politik 71 Die Ära Saakashvili 71 Georgien und Russland nach Saakashvili 72 Quo vadis Georgien? 75 Religion und Kirche 77 Das Christentum als Staatsreligion 77 Religiöse Fremdherrschaft und Erneuerung 78 Kirchenarchitektur und Kirchenkunst 79 Sprache und Literatur 83 Die georgische Schrift 84 Georgische Literatur 85 Künste und Kultur 91 Georgien als Filmland 91 Theater 95 Musik 97 Tanz 99 Malerei 100 Essen und Trinken 102 Speisen 102 Der georgische Wein 108 TBILISI 115 Die georgische Hauptstadt 116 Willkommen in Tbilisi 116 Stadtgeschichte 117 Die Altstadt 123 Das Obere Kala 123 Das Untere Kala 129 Betlemi-Viertel 134 Festung Narikala 135 Bäderviertel (Abanotubani) 137 IsaniAvlabari 141 Rund um die Metekhi-Kirche 142 Metekhi-Gasse und Umgebung 142 Avlabari-Platz 143 Sameba-Kathedrale 144 Baratashvili-Platz 144 Orbeliani-Platz 145 Die Neustadt 147 Platz der Freihei…
