











Beschreibung
Legenden von Sindbad dem Seefahrer, von sagenhaft reichen Karawanenstädten, Weihrauchhäfen und exotischen Gewürzmärkten umranken das Land auf der Arabischen Halbinsel. Der Trescher-Reiseführer OMAN stellt das Sultanat in seiner ganzen Faszination ausführlich ...Legenden von Sindbad dem Seefahrer, von sagenhaft reichen Karawanenstädten, Weihrauchhäfen und exotischen Gewürzmärkten umranken das Land auf der Arabischen Halbinsel. Der Trescher-Reiseführer OMAN stellt das Sultanat in seiner ganzen Faszination ausführlich vor.
Die Omanis sind stolz auf ihre Natur aus zerklüfteten Gebirgen, endlosen Sandwüsten und einsamen Palmstränden. Am Schnittpunkt uralter Handelsrouten zeugen Weihrauchhäfen und Festungen an der 1700 Kilometer langen Küste von der jahrtausendealten Seefahrertradition. Eine bis heute lebendige Oasenkultur erzählt die Geschichte von Oasenbauern und Beduinen. Moderne Städte wie die Küstenmetropole Muscat mit Sultanspalast, Oper und Nationalmuseum oder die grüne Stadt Salalah im südlichen Weihrauchland stehen neben uralten Lehmdörfern. Grüne Wüstenwadis, wo sich Dattelpalmen in tiefe Schluchten klammern, kontrastieren mit den schier unendlichen Sanddünen der Rub al-Khali, des "Leeren Viertels", und der Wahiba-Wüste.
"Besucher empfängt die Bevölkerung des Sultanats in traditioneller Kleidung und mit offenen Armen", schreiben die Autoren Lorenz Töpperwien und Julietta Baums, beide erfahrene Reiseveranstalter und Landeskenner. Vom Jebel Shams, dem über 3000 Meter aufsteigenden höchsten Omangipfel, bis zu den Schildkrötenstränden am Indischen Ozean, von der Altstadt von Nizwa bis zur kleinen Hafenstadt Sur, Zentrum des Baus der traditionellen Dhau-Schiffe, beschreiben sie alle Sehenswürdigkeiten. Dabei zeichnen sie ein lebendiges Bild von der Geschichte und der Kultur der Omanis, ihren Traditionen und ihrem Alltagsleben.
Mit ausführlichen Hintergrundinformationen und vielen praktischen Tipps ist der Trescher-Reiseführer OMAN ideal für die Erkundung des Sultanats. Umfangreiche reisepraktische Tipps zu Transport und Verkehr, zu Märkten, Kunst und Kultur, Unterkunft, Essen und Trinken, Festen und Festivals, Sport und anderen Freizeitaktivitäten geben Abenteurern, Natur- und Kulturtouristen ein verlässliches Wissen und eine gute Orientierung an die Hand. Die schönsten Tourenvorschläge, geführt oder als Selbstfahrer, auch mit Kindern, Stadtpläne und Übersichtskarten machen das Buch zur unverzichtbaren Hilfe schon bei der Reiseplanung wie unterwegs im Oman.
weitere Reiseführer zum Nahen Osten finden Sie auf der Website des Trescher Verlags.
Vorwort
Legenden von Sindbad dem Seefahrer, von sagenhaft reichen Karawanenstädten, von Weihrauchhäfen und exotischen Gewürzen umranken den Teil Südarabiens, den heute das Sultanat Oman einnimmt. Verstärkt wurde diese geheimnisvolle Aura noch durch die hermetische Abschottung, die der vorletzte Herrscher dem Land in autokratischer Selbstherrlichkeit verordnete. Wie in einem Bait al-Qafl jenem kunstvoll verriegelten Speicherbau, in dem die Bergstämme der omanischen Halbinsel Musandam ihre Vorräte und Habseligkeiten sicher zu verschließen pflegten, bevor sie den Sommer über zu Dattelgärten und Fischfang an die Küsten zogen verbarg Sultan Said bin Taimur das Land jahrzehntelang vor der Außenwelt. Wer Oman heute besucht, würde es nicht für möglich halten, dass hier vor kaum mehr als 50 Jahren mittelalterliche Zustände herrschten. Seit der Absetzung Said bin Taimurs durch seinen Sohn Qaboos im Jahr 1970 ist aus dem scheinbar hoffnungslos rückständigen Feudalstaat mit damals ganzen fünf Kilometern asphaltierter Straße, drei Knabenschulen und einem Krankenhaus eine moderne Nation geworden. Schmiermittel dieser erstaunlichen Transformation sind die Petrodollars, die allerdings längst nicht so üppig sprudeln wie bei den arabischen Nachbarn. Anders als jene investiert Oman das Geld auch nicht in futuristische Skylines, sondern legt Wert auf eine möglichst kultur- und naturverträgliche Modernisierung. Nicht nur in dieser Hinsicht erwies sich der im Januar 2020 kinderlos verstorbene Sultan Qaboos als richtungweisend. 50 Jahre lang war er der Motor einer omanischen Renaissance, die alle Staatsbürger erfasste und sie ungeachtet ihrer Stammeszugehörigkeit in einem tief empfundenen Nationalgefühl vereinte. Daran konnte der neue Sultan, Qaboos' Cousin Haitham bin Tariq Al Said, bruchlos anknüpfen. Im Kern sind es drei Aspekte, die die Identität des modernen Oman ausmachen. Die Menschen sind stolz auf die vielseitige Landesnatur aus zerklüfteten Gebirgen, schier unendlichen Wüsten und einer 1700 Kilometer langen Küste am Schnittpunkt uralter Handelsrouten, die sie schon früh zum weltoffenen Seefahrervolk machte. Sie sind stolz auf ihre imposante Lehmarchitektur, die bis heute lebendige Oasenkultur und eine ganz eigenständige, sehr pragmatische Auffassung des Islam. Und sie blicken selbstbewusst auf eine Vergangenheit zurück, die bis in die Bronzezeit reicht und mit dem rätselhaften Handelsreich Magan beginnt. Besucher empfängt die Bevölkerung des Sultanats in traditioneller Kleidung und mit offenen Armen. Abenteuer-, Natur- und Kulturtouristen sind gleichermaßen begeistert von der Ursprünglichkeit des Landes und nehmen dabei die segensreichen Errungenschaften der Neuzeit ein gut ausgebautes Verkehrsnetz, komfortable Hotels, kulinarische Vielfalt, aber auch politische Stabilität und Reisesicherheit gerne in Anspruch. Man kann sich darüber streiten, ob es sinnvoll ist, in einem Klima wie dem omanischen Golfplätze anzulegen, und man kann auch den immer luxuriöseren Resorts durchaus mit Skepsis gegenüberstehen. Positiv gesehen sind auch diese Entwicklungen Ausdruck einer Kultur, der der Spagat zwischen Tradition und Moderne immer wieder mit erstaunlicher Lässigkeit gelingt.
Autorentext
Lorenz C. Töpperwien (geb. 1965) ist Journalist, Online-Redakteur, Social Media Manager und Buchautor. Er kennt die arabische Welt von zahlreichen Reisen, die ihn unter anderem in den Jemen, nach Ägypten, Jordanien, Syrien und Marokko führten. Aus seiner intensiven Beschäftigung mit dem Sultanat Oman ist dieser Reiseführer entstanden, für den er das Kapitel "Land und Leute" sowie die Essays verfasst hat und stets aktuell hält. Der Essay-Teil wurde für diese Neuauflage deutlich erweitert, zudem konnten auch ausgewiesene Fachleute als Autoren gewonnen werden. Lorenz Töpperwien schreibt mit an dem Reiseblog "Sirenen & Heuler" und hat einen weiteren beruflichen Schwerpunkt im Bereich Industriekultur.
Inhalt
Vorwort 11 Hinweise zur Benutzung 12 Entfernungstabelle 13 Das Wichtigste in Kürze 14 Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten 17 Routenvorschläge: Die schönsten Touren 18 LAND UND LEUTE 39 Zahlen und Fakten 40 Geografie und Klima 41 Naturräumliche Gliederung 41 Omans Gebirge 43 Klima und Reisezeit 46 Natur und Umwelt 47 Küste und Meeresbewohner 54 Natur- und Umweltschutz 55 Geschichte 57 Die Frühzeit: Wohlstand durch Kupfer 57 Altsüdarabische Reiche und Weihrauchstraße 60 Die persische Vorherrschaft 65 Inner-Oman: Die ibaditischen Imame 67 Seefahrer: Aufschwung durch Fernhandel 69 Die Seemacht Hormuz 70 Portugiesisches Zwischenspiel 71 Die Ya'aruba-Dynastie und die Expansion nach Ostafrika 72 Die Al-Bu-Sa'id-Dynastie und die britische Kolonisierung 73 Aufbruch in die Moderne: Sultan Qaboos 76 Religion 79 Die Entstehung des Islam 80 Die fünf Pfeiler des Islam 82 Koran und Hadithe 83 Ibadismus 84 Islamisches Rechtssystem: Scharia 87 Bevölkerungsgruppen und Stammesstruktur 89 Stämme 90 Frauen 94 Umgangsformen 96 Wirtschaft 97 Landwirtschaft 97 Wassermanagement 103 Fischerei 104 Märkte und lokaler Handel 107 Moderne Wirtschaft: Öl und Gas 108 Im Fokus: Der nicht-fossile Sektor 109 Diversifizierung und Infrastruktur¬projekte 112 Beschäftigung, Omanisierung und Privatisierung 115 Tourismus 118 Politik und Verwaltung 120 Staatsaufbau und politische Kultur 120 Verwaltung 122 Bildungs- und Gesundheitssystem 122 Außenpolitik 124 Kultur, Kunst und Kunsthandwerk 127 Sprache, Literatur, Musik 127 Moderne Medien und Kommunikation 128 Feste und Veranstaltungen 130 Architektur 132 Kunsthandwerk 134 Silb…
