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Der Gukkasten-Kalender

  • Kartonierter Einband
  • 368 Seiten
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Für die Jahre 1845 und 1846 gab der Berner Verleger und Redakteur Friedrich Jenni (18091849) seinen Gukkasten-Kalender heraus. Die... Weiterlesen
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Beschreibung

Für die Jahre 1845 und 1846 gab der Berner Verleger und Redakteur Friedrich Jenni (18091849) seinen Gukkasten-Kalender heraus. Dieser glich den verbreiteten Volkskalendern, zeichnete sich aber im Gegensatz zu vielen Konkurrenzprodukten durch seinen unmissverständlich politischen Charakter aus. Bissig und manchmal verbissen griff Jenni in aktuelle Diskussionen ein spottend, unterrichtend und sein Publikum belustigend. In den 1840er Jahren sorgte Jenni in Bern vorerst mit seiner Gukkasten-Zeitschrift für Aufsehen. Als streitbarer, polemischer und publizistisch wendiger Verfasser und Herausgeber machte er sich Freunde und Feinde; als Radikaler mobilisierte er ebenso gegen die Regenerationsliberalen wie gegen Aristokraten und 'Neuherren', pfäffisch Gesinnte, 'Stündeler' und eigentlich die gesamte Classe politique. Zudem positionierte sich Jenni mit den Büchern, die er verlegte, in einem medialen Umfeld, das von einem zunehmend schroffen und oft ehrverletzenden Ton geprägt war. Während seine Zeitschrift von 1843 bis 1849 erschien, war dem Gukkasten-Kalender eine nur kurze Lebensdauer beschieden. Das erstaunt, finden sich doch literarische und publizistisch-strategische Konzepte zum Teil unverändert wieder: Jenni wettert gegen die Jesuiten, karikiert Personen des politischen Lebens, spottet über Auswüchse eines nicht konsequent praktizierten Liberalismus. Und er schuf sich auch mit dem Kalender eine mediale Öffentlichkeit, in deren Mittelpunkt er selbst stand. In den 1840er Jahren sorgte Jenni in Bern vorerst mit seiner Gukkasten-Zeitschrift für Wirbel. Als streitbarer, polemischer und publizistisch wendiger Verfasser und Herausgeber machte er sich Freunde und Feinde; als Radikaler mobilisierte er ebenso gegen die Regenerationsliberalen wie gegen Aristokraten und Neuherren, pfäffisch Gesinnte, Stündeler und eigentlich die gesamte Classe politique. Zudem positionierte sich Jenni mit den Büchern, die er verlegte, in einem medialen Umfeld, das von einem zunehmend schroffen und oft ehrverletzenden Ton geprägt war. Während seine Zeitschrift von 1843 bis 1849 erschien, war dem Gukkasten-Kalender eine nur kurze Lebensdauer beschieden. Das erstaunt, finden sich doch literarische und publizistisch-strategische Konzepte zum Teil unverändert wieder: Jenni wettert gegen die Jesuiten, karikiert Personen des politischen Lebens, spottet über Auswüchse eines nicht konsequent praktizierten Liberalismus; und er schaffte sich auch mit dem Kalender eine mediale Öffentlichkeit, in deren Mittelpunkt er selbst stand.

Inhalt
Der Gukkasten-Kalender für das Jahr, nicht der Gnade sondern hoffentlich des Rechts und der Vernunft, 1845 Der Gukkasten-Kalender für das Jahr, nicht der Gnade, sondern hoffentlich des Rechts und der Vernunft, 1846 Zum Kommentar Kommentar zu Band I Kommentar zu Band II Abgekürzt zitierte Literatur Nachwort

Produktinformationen

Titel: Der Gukkasten-Kalender
Untertitel: Herausgegeben und mit einem Nachwort von Stefan Humbel
Nachwort von:
Editor:
Autor:
EAN: 9783034011976
ISBN: 978-3-0340-1197-6
Format: Kartonierter Einband
Hersteller: Chronos
Herausgeber: Chronos
Genre: Deutschsprachige Sprach- und Literaturwissenschaft
Anzahl Seiten: 368
Größe: H23mm
Jahr: 2015
Auflage: 30.10.2013
Land: DE

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