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Besitz an Daten

  • Kartonierter Einband
  • 363 Seiten
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Die Arbeit geht der Frage nach, inwieweit das Betrachten kinderpornografischer Darstellungen im Internet bereits dann strafbar ist... Weiterlesen
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Beschreibung

Die Arbeit geht der Frage nach, inwieweit das Betrachten kinderpornografischer Darstellungen im Internet bereits dann strafbar ist, wenn der Täter diese Darstellungen nicht bewusst herunterlädt oder er keine Kenntnis von der beim Betrachten im Hintergrund stattfindenden Zwischenspeicherung hat. Jan Baumann hat sich im Wege der klassischen Auslegung mit dem bestehenden Besitzbegriff des 184b Abs. 4 StGB auseinandergesetzt und dabei einen neuen, digitalen Besitzbegriff entwickelt.

Autorentext

Jan Baumann studierte Rechtswissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin und legte 2010 das erste Staatsexamen ab. Anfang 2011 begann er mit der Arbeit an seiner Dissertation, die von Prof. Dr. Bernd Heinrich betreut wurde. Die Disputation fand am 17. September 2014 statt. Von 2011 bis Mitte 2014 war er zudem als externer Lehrbeauftragter an der Humboldt-Universität zu Berlin tätig und leitete vornehmlich Anwendungskurse im Strafrecht. Seit November 2013 ist Jan Baumann Referendar am Kammergericht Berlin.



Klappentext

Jan Baumann geht der Frage nach, inwieweit das Betrachten kinderpornographischer Darstellungen im Internet bereits dann strafbar ist, wenn der Täter diese Darstellungen nicht bewusst herunterlädt oder er keine Kenntnis von der beim Betrachten im Hintergrund stattfindenden Zwischenspeicherung hat. Der Autor hat sich im Wege der klassischen Auslegung mit dem bestehenden Besitzbegriff des § 184b Abs. 4 StGB auseinander gesetzt und dabei einen neuen, digitalen Besitzbegriff entwickelt. Dieser zielt nicht auf die zwischenspeichernde Festplatte oder andere Computerbauteile ab, sondern bezieht sich allein auf die Beherrschbarkeit der angezeigten kinderpornografischen Darstellung auf dem Computerbildschirm. »Besitz« i.S.d. § 184b StGB umfasst damit auch den Besitz durch bloße Datenherrschaft. Ein solches Begriffsverständnis ermöglicht einen lückenlosen Strafrechtsschutz auch ohne die Schaffung neuer, wiederum auslegungsbedürftiger Abruftatbestände. Der Einführung einer Abrufstrafbarkeit durch das 49. StrÄndG hätte es daher nicht bedurft.



Zusammenfassung
"Mit der vorliegenden Arbeit werden Strukturen entwickelt, wie bei modernen Kommunikationsformen im Internet mit dem digitalen Besitz umgegangen werden kann. Die Dissertation liefert damit in diesem speziellen Bereich der Besitzstrafbarkeit eine wesentliche Hilfestellung, um internetbezogene Sachverhalte richtig erkennen und strafrechtlich bewerten zu können. Da die Arbeit bereits im Sommersemester 2014 abgeschlossen wurde, konnten leider die durch das 49. Strafrechtsänderungsgesetz zur Umsetzung europäischer Vorgaben zum Sexualstrafrecht v. 21.1.2015 (BGBl. 2015, S. 10) erfolgten Änderungen keine Berücksichtigung mehr finden, durch die nun etwa über 184d StGB das Zugänglichmachen von pornografischen Inhalten mittels Rundfunk oder Telemedien gesondert sanktioniert werden kann. Unabhängig davon finden sich in der Diskussion gleichwohl vielfältige Ansatzpunkte und Überlegungen für die weitere rechtliche Diskussion in diesem Bereich." Dr. Wolfgang Bär, in: Zeitschrift für Datenschutz aktuell, aufgerufen am 14.10.2015

Inhalt

A. Einführung Urteil des OLG Hamburg vom 15.2.2010 - 2-27/09 (REV) - Kritik und Stellungnahme B. Besitz i.S.d. Strafrechts Allgemeine Betrachtungen - Historische Entwicklung der Besitzstrafbarkeit - Der Besitzbegriff in der Gesamtrechtsordnung - Funktionen und Erscheinungsformen von Besitzdelikten - Zusammenfassung C. Daten- und Schriftenbegriffe Der Datenbegriff - Der Schriftenbegriff i.S.d. § 11 Abs. 3 StGB - Technische Abläufe beim »Betrachten« von Webseiten - Zwischenergebnis D. Besitz i.S.d. § 184b Abs. 4 StGB bei digitalen Inhalten Tathandlung des Sich-Verschaffens und des Besitzens - Subjektiver Tatbestand - Besondere Tatbestandskonstellationen E. Besitz i.S.d. § 184b Abs. 4 StGB durch bloße Datenherrschaft Auslegung des bestehenden Besitzbegriffs - Abwägung der Auslegungsergebnisse - Die Abbildung i.S.d. § 11 Abs. 3 StGB als Tatobjekt - Ergebnis der Auslegung - Besitz als bloße Konsumstrafbarkeit F. Endergebnis Relativität der Rechtsbegriffe - Der Besitzbegriff in der Rechtsordnung - Besitz durch Datenherrschaft Literaturverzeichnis Sachwortregister

Produktinformationen

Titel: Besitz an Daten
Untertitel: § 184b Abs. 4 StGB im Lichte neuer Medien
Autor:
EAN: 9783428145386
ISBN: 978-3-428-14538-6
Format: Kartonierter Einband
Herausgeber: Duncker & Humblot GmbH
Genre: Öffentliches Recht
Anzahl Seiten: 363
Gewicht: 547g
Größe: H236mm x B156mm x T25mm
Veröffentlichung: 13.05.2015
Jahr: 2015
Auflage: 1. Auflage