Willkommen, schön sind Sie da!
Logo Ex Libris

Indikation und nicht-indizierte Eingriffe als Gegenstand des Medizinrechts

  • Kartonierter Einband
  • 549 Seiten
(0) Erste Bewertung abgeben
Bewertungen
(0)
(0)
(0)
(0)
(0)
Alle Bewertungen ansehen
Die Arbeit geht der Frage nach, wie sich bei der medizinischen Behandlung eines Gesunden das Fehlen einer Indikation zum Eingriff ... Weiterlesen
20%
140.00 CHF 112.00
Auslieferung erfolgt in der Regel innert 2 bis 4 Werktagen.
Bestellung & Lieferung in eine Filiale möglich

Beschreibung

Die Arbeit geht der Frage nach, wie sich bei der medizinischen Behandlung eines Gesunden das Fehlen einer Indikation zum Eingriff rechtlich auswirkt. Hierzu werden rechtsgebietsübergreifend ein historisch gewachsener Begriffspluralismus systematisiert, die Begriffe der Indikation, Kontraindikation und der »Nichtindikation« geklärt und zu anderen Grundlagenbegriffen abgegrenzt sowie die Voraussetzungen für die Rechtmäßigkeit indikationsloser Eingriffe bei Erwachsenen und Minderjährigen untersucht. Die Arbeit wurde als herausragende Dissertation des Jahres 2017 von der Juristenfakultät der Universität Leipzig und der Dr. Feldbausch-Stiftung Landau/Pfalz ausgezeichnet.

Traditionell wird die Prüfung der Rechtmäßigkeit einer medizinischen Behandlung mit der Frage nach einer entsprechenden Indikation verbunden. Daher sind indikationslose Eingriffe, die am gesunden Patienten durchgeführt und bislang im Medizinrecht eher fallgruppenbezogen erörtert werden, hinsichtlich ihrer allgemeinen Rechtmäßigkeitsvoraussetzungen klärungsbedürftig. Die Autorin systematisiert hierzu einen historisch gewachsenen Begriffspluralismus und untersucht das Verhältnis des medizinrechtlichen Grundlagenbegriffs der Indikation sowie der »Nichtindikation« zu anderen schwer konturierbaren Begriffen wie Gesundheit, Krankheit, Prävention, Risiko, medizinische Notwendigkeit, Enhancement, Sittenwidrigkeit und Heilzweck. Sie klärt die Anforderungen an die Rechtmäßigkeit nicht indizierter Eingriffe bei Erwachsenen und Minderjährigen, formuliert hierfür Grundsätze der mittelbaren und unmittelbaren Bedeutung der Indikation und beschreibt bestehende Besonderheiten in verschiedenen Rechtsbereichen. Die Arbeit wurde als herausragende Dissertation des Jahres 2017 von der Juristenfakultät der Universität Leipzig und der Dr. Feldbausch-Stiftung Landau/Pfalz ausgezeichnet.

Zusammenfassung
»Die Dissertation von Richter ist eine wahre Fundgrube, welche die medizinrechtliche Literatur bereichert und eine grundlegende Arbeit darstellt, die nicht nur arzthaftungsrechtlich tätigen oder wissenschaftlich interessierten Medizinrechtlern weiterhilft. Darüber hinaus wird sie gerade der juristischen Aufgabe in einem vornehmlich durch Mediziner geprägten Gebiet gerecht, und zwar anstelle einer unbesehenen Übertragung von medizinischen Begrifflichkeiten grundlegende rechtliche Überlegungen anzustellen, um diese zu systematisieren und damit rechtlich handhabbar sowie überprüfbar zu machen.« Dr. Ole Ziegler, in: Gesundheit und Pflege, 3/2019 »Eine sehr solide Lektüre, die sich aufgrund der guten Gliederung überraschend gut liest - und einen guten rechtlichen Ratgeber für Behandler darstellen dürfte.« Volker Grosskopf, in: Rechtsdepesche für das Gesundheitswesen, Jg. 16, 3/2019 »Das Buch stellt eine umfassende und beeindruckende Behandlung eines wesentlichen Bereichs des Medizinrechts dar. Auch für die (Rechts-)Lage in Österreich sind diese Ausführungen von großem Interesse und mit Gewinn zu lesen. Das Buch kann den am Medizinrecht, besonders am Bereich der Indikation und ihrer Bedeutung Interessierten bestens empfohlen werden.« Prof. Dr. Helmut Schwamberger, in: Recht der Medizin, 1/2019

Inhalt

Einleitung Einführung ins Thema - Gang der Untersuchung 1. Die historische Entwicklung des Indikationsbegriffs im Recht Rechtsentwicklung bis zur Einführung des § 226a RStGB - Rechtsentwicklung ab Einführung des § 226a RStGB - Die Einführung des Grundgesetzes und die Folgezeit - Das »Dohrn«-Urteil - Entwicklung nach der Dohrn-Entscheidung bis heute - Gesetzgebungskompetenzen 2. Nicht indizierte Behandlungen und die grundlegenden Begriffe und Kategorien ihrer Bestimmbarkeit Gesundheit und Krankheit - Indikation - Heilauftrag, Heilbehandlung und Heilzweck - Kontraindikation - Die medizinisch nicht indizierte Behandlung (»Nichtindikation«) - Enhancement und »wunscherfüllende Medizin« - Patient und Kunde - Der Eingriffsbegriff 3. Die Rechtmäßigkeit nicht indizierter Behandlungen nach der aktuellen Rechtslage Verfassungsrechtliche Einbettung - Die Indikation und die Frage nach der Rechtmäßigkeit ärztlichen Handelns - Die Einwilligung in einen medizinischen Eingriff - Die Selbstbestimmungsaufklärung bei nicht indizierten Eingriffen - Die Einwilligung in einen nichtärztlichen Eingriff 4. Der Behandlungsvertrag Die Rechtsnatur des Vertrages - Vertragliche Pflichten - Beendigung des Vertrages - Nichtigkeit des Vertrages - Die Haftung des Behandelnden - Maßnahmen von Nichtärzten 5. Nicht indizierte Maßnahmen bei Minderjährigen Die Einwilligung bei Minderjährigkeit - Behandlungsvertrag - Kostenbeteiligung gemäß § 52 Abs. 2 SGB V 6. Fazit Zusammenfassende Ergebnisse - Ausblick Literatur- und Sachwortverzeichnis

Produktinformationen

Titel: Indikation und nicht-indizierte Eingriffe als Gegenstand des Medizinrechts
Untertitel: Zur Systematisierung der rechtlichen Behandlung nicht-indizierter medizinischer Maßnahmen auf der Grundlage der medizinrechtlichen Bedeutung des Indikationsbegriffs
Autor:
EAN: 9783428153664
ISBN: 978-3-428-15366-4
Format: Kartonierter Einband
Herausgeber: Duncker & Humblot GmbH
Genre: Handels- & Wirtschaftsrecht
Anzahl Seiten: 549
Gewicht: 841g
Größe: H235mm x B159mm x T33mm
Jahr: 2018
Auflage: 1. Auflage

Weitere Produkte aus der Reihe "Schriften zum Gesundheitsrecht"