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Zweisprachigkeit in Böhmen

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Ingrid Stöhr war wissenschaftliche Mitarbeiterin am Bohemicum Regensburg-Passau der Universität Regensburg. Die beiden Landessprac... Weiterlesen
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Beschreibung

Autorentext
Ingrid Stöhr war wissenschaftliche Mitarbeiterin am Bohemicum Regensburg-Passau der Universität Regensburg.

Klappentext

Die beiden Landessprachen Deutsch und Tschechisch zu erlernen, war im zweisprachigen Prag der Kafka-Zeit (um 1900) keine Selbstverständlichkeit mehr. Zusammenleben und Sprachverhalten der beiden Volksgruppen waren in dieser Zeit dominiert durch Tendenzen eines »Sprachnationalismus« und einen dadurch provozierten Sprachenstreit. Dass Franz Kafka, der in Schulen mit deutscher Unterrichtssprache ausgebildet wurde, dort gleichzeitig am freiwilligen Tschechischunterricht teilnahm, war durchaus nicht mehr die Regel. Am Beispiel deutscher Volksschulen und Gymnasien in Prag stellt dieses Buch die sozialen und institutionellen Voraussetzungen des deutsch-tschechischen Bilingualismus dar und zeichnet die Entwicklung der für Böhmen lange Zeit charakteristischen Zweisprachigkeit für breitere Bevölkerungsschichten nach.



Inhalt

DANKSAGUNG 1 EINLEITUNG 1.1 Projektrahmen und Zielsetzung 1.2 Aufbau der Arbeit 2 BEGRIFFSBESTIMMUNG 2.1 Sprachnationalismus 2.1.1 Ideologie 2.1.1.1 Definition 2.1.1.2 Ideologiewechsel im 18./19. Jahrhundert - die Entstehung des modernen Nationalismus 2.1.1.3 Rolle der Sprache 2.1.1.4 Situation in Böhmen 2.1.2 Identität 2.1.2.1 Definition 2.1.2.2 Sprachliche Identität 2.1.2.3 Situation in Böhmen 2.1.3 Ethnizität - Nationalität 2.1.3.1 Definition 2.1.3.2 Situation in Böhmen 2.2 Bilingualismus 2.2.1 Individueller Bilingualismus 2.2.1.1 Definition 2.2.1.2 Typen individueller Zweisprachigkeit 2.2.2 Kollektiver Bilingualismus 2.2.2.1 Definition 2.2.2.2 Der Diglossiebegriff und die soziale Zweisprachigkeit 2.2.2.3 Domänen des Sprachgebrauchs 2.2.3 Bilingualismus an den Prager Schulen 1870-1910 2.2.3.1 Schulwesen als Domäne der Untersuchung 2.2.3.2 Historisches Datenmaterial und seine ,nationalen' Kategorien 2.2.3.3 Zur Klassifizierung des individuellen Bilingualismus an den untersuchten Schulen 3 DEUTSCH UND TSCHECHISCH IM SPIEGEL SOZIOSTRUKTURELLER RAHMENBEDINGUNGEN IM 19. JAHRHUNDERT - UNTER BERÜCKSICHTIGUNG EINER SOZIOLINGUISTISCHEN PERSPEKTIVE 3.1 Demographische Faktoren 3.1.1 Im Habsburgerreich und in Böhmen 3.1.1.1 Die Völker Zisleithaniens und ihre Dynamik 3.1.1.2 Verteilung der deutsch- und tschechischsprachigen Bevölkerung in Böhmen 3.1.2 In Prag 3.1.2.1 Absolute Größe der ,deutschen' Minderheit und der ,tschechischen' Mehrheit 3.1.2.2 Verteilung der ,deutschen' Minderheit und der ,tschechischen' Mehrheit auf die Prager Stadtteile 3.2 Statusfaktoren 3.2.1 Institutionell unterstützende Faktoren 3.2.1.1 Im Habsburgerreich und in Böhmen 3.2.1.1.1 Gesetzgebung und Verwaltung 3.2.1.1.2 Wirtschaft 3.2.1.2 In Prag 3.2.1.2.1 Verwaltung 3.2.1.2.2 Wirtschaft und Kultur 3.2.2 Wertigkeit der Sprachen 3.2.2.1 Im Habsburgerreich und in Böhmen 3.2.2.2 In Prag 4 SCHULWESEN - INSTRUMENT SPRACHNATIONALER LENKUNG UND SPIEGEL DES ,SPRACHVERHALTENS' 4.1 Im Habsburgerreich 4.2 In den böhmischen Ländern 4.2.1 Historische Entwicklung des Schulwesens 4.2.1.1 Vorherrschaft des Deutschen 4.2.1.2 Formale Gleichstellung 4.2.1.3 Umsetzung der sprachlichen Gleichberechtigung 4.2.2 Schulsystem und Schultypen 4.2.2.1 Schulverwaltung und Schulaufsicht 4.2.2.2 Primarschulwesen 4.2.2.3 Sekundarschulwesen 4.2.2.4 Privatschulwesen 4.3 Prag 4.3.1 Volksschulwesen 4.3.1.1 Lehranstalten 4.3.1.2 Bedeutung und Agitation des Prager Magistrats 4.3.1.3 Schüler - nach den offiziellen statistischen Angaben 4.3.1.3.1 Neustädter Volksschule mit deutscher Unterrichtssprache 4.3.1.3.2 Kleinseitner Volksschule mit deutscher Unterrichtssprache 4.3.1.3.3 Josephstädter Volksschule mit deutscher Unterrichtssprache 4.3.1.3.4 Altstädter Volks- und Bürgerschule für Mädchen mit deutscher Unterrichtssprache 4.3.1.3.5 Altstädter Volks- und Bürgerschule für Knaben mit deutscher Unterrichtssprache 4.3.1.3.6 Zusammenfassung 4.3.2 Mittelschulwesen 4.3.2.1 Lehranstalten 4.3.2.2 Gymnasien 4.3.2.2.1 Allgemeine Schülerschaft - nach offiziellen statistischen Angaben 4.3.2.2.2 Schüler der ausgewählten Gymnasien - nach offiziellen Statistiken und Jahresberichten 4.3.3 Zusammenfassung 5 INSTITUTIONELLE UND INDIVIDUELLE VORAUSSETZUNGEN DES BILINGUALISMUS - AM BEISPIEL PRAGER DEUTSCHER UNTERRICHTSANSTALTEN 5.1 Untersuchungsobjekte und Materialgrundlage 5.1.1 Unterrichtsanstalten 5.1.1.1 Auswahl der Schulen 5.1.1.2 Schulgeschichte und Struktur der Schulen 5.1.1.2.1 Volksschulen 5.1.1.2.1.1 Deutsche Altstädter Volksschule für Knaben und Mädchen 5.1.1.2.1.2 Tschechische Volksschule ,U sv. Havla' [St. Gallus] 5.1.1.2.1.3 Deutsche Privat-Volksschule für Knaben m. Ö. des Piaristenordens 5.1.1.2.2 Gymnasien 5.1.1.2.2.1 K. k. deutsches Staatsgymnasium in Prag-Altstadt 5.1.1.2.2.2 ?eské akademické gymnázium [Tschechisches akademisches Gymnasium] 5.1.1.2.2.3 K. k. deutsches Staatsgymnasium in Prag-Neustadt, Graben 5.1.2 Lehrer 5.1.2.1 Ausbildung - Volks- und Bürgerschullehrer 5.1.2.2 Ausbildung - Mittelschullehrer 5.1.3 Schülerschaft 5.1.3.1 Volks- und Bürgerschulen 5.1.3.1.1 ,Nationalität' 5.1.3.1.2 Religionsbekenntnis 5.1.3.1.3 Sprachlich-territoriale Herkunft 5.1.3.1.4 Sozialer Status der Eltern 5.1.3.1.4.1 Einteilung der Berufe in gesellschaftliche Schichten 5.1.3.1.4.2 Soziale Herkunft 5.1.3.2 Mittelschulen 5.1.3.2.1 ,Nationalität' 5.1.3.2.2 Religionsbekenntnis 5.1.3.2.3 Sprachlich-territoriale Herkunft 5.1.3.2.4 Soziale Herkunft 5.1.3.3 Zusammenfassung 5.1.4 Wahlfach Landessprache an den ausgewählten Mittelschulen 5.1.4.1 Konzeption des Wahlfachunterrichts 5.1.4.2 Teilnahme am Wahlfachunterricht 5.2 Sprachwirklichkeit nach den Ergebnissen offizieller Statistiken (Schematismen der Volks- und Bürgerschulen) 5.3 Sprachwirklichkeit nach den Angaben in den Schulkatalogen der Volksschulen 5.3.1 Tschechischsprecher 5.3.1.1 Leistungsbewertung 5.3.1.2 Religionsbekenntnis 5.3.1.3 Sprachlich-territoriale Herkunft 5.3.1.4 Soziale Herkunft 5.3.2 Deutschsprecher 5.3.2.1 sprachliche vs. Nationale Identität 5.3.2.2 Religionsbekenntnis 5.3.2.3 Sprachlich-territoriale Herkunft 5.3.2.4 Soziale Herkunft 5.3.3 Zusammenfassung 5.4 ,Sprachverhalten' der Elite - Sprachwirklichkeit nach den Angaben in den Schulkatalogen der Mittelschulen 5.4.1 Tschechischsprecher 5.4.1.1 Leistungsbewertung 5.4.1.2 Religionsbekenntnis 5.4.1.3 Sprachlich-territoriale Herkunft 5.4.1.4 Soziale Herkunft 5.4.2 Deutschsprecher 5.4.2.1 Leistungsbewertung 5.4.2.2 Religionsbekenntnis 5.4.2.3 Sprachlich-territoriale Herkunft 5.4.2.4 Soziale Herkunft 5.4.3 Zusammenfassung 6 FRANZ KAFKAS BILINGUALISMUS IM KONTEXT 6.1 An der Volksschule 6.2 Am Gymnasium 7 SCHLUSS: BILINGUALISMUS UND SPRACHNATIONALISMUS - EIN WIDERSPRUCH IM PRAG DER KAFKA-ZEIT?.447 ABBILDUNGSVERZEICHNIS.454 TABELLENVERZEICHNIS456 BIBLIOGRAPHIE.463 Quellenverzeichnis:.463 Literaturverzeichnis

Produktinformationen

Titel: Zweisprachigkeit in Böhmen
Untertitel: Deutsche Volksschulen und Gymnasien im Prag der Kafka-Zeit
Autor:
EAN: 9783412205669
ISBN: 978-3-412-20566-9
Format: Fester Einband
Herausgeber: Böhlau, Köln
Genre: Allgemeine und vergleichende Sprach- und Literaturwissenschaft
Anzahl Seiten: 497
Gewicht: 937g
Größe: H238mm x B159mm x T43mm
Jahr: 2010

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