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Bildungsprozesse des Subjekts

  • Kartonierter Einband
  • 236 Seiten
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In den siebziger Jahren plädierte Ulrich Oevermann für einen Paradigmenwechsel in der Sozialisationsforschung und vollzog diesen i... Weiterlesen
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Beschreibung

In den siebziger Jahren plädierte Ulrich Oevermann für einen Paradigmenwechsel in der Sozialisationsforschung und vollzog diesen in eigenen Beiträgen zu einer Theorie der Bildungsprozesse des Subjekts wie auch zur Begründung einer hermeneutischen Erziehungswissenschaft. Der Autor rekonstruiert die Grundannahmen dieses Theorie- und Forschungsprogramms sowie die darin angelegte wechselseitige Integration der Piagetschen Entwicklungspsychologie, der Freudschen Psychoanalyse und Meads soziologischer Erklärung von Prozessen der Individualisierung - eine Theoriestrategie, die zunehmend die sozialisationstheoretische Theoriediskussion - wenn auch mit unterschiedlichen Akzentsetzungen - prägt. Die Werkrekonstruktion führt exemplarisch in die systematischen Grundfragen einer sozialwissenschaftlichen Theorie der Bildungsprozesse des Subjekts ein.

Autorentext

Dr. Hansjörg Sutter ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Heidelberg.



Klappentext

In den siebziger Jahren plädierte Ulrich Oevermann für einen Paradigmenwechsel in der Sozialisationsforschung und vollzog diesen in eigenen Beiträgen zu einer Theorie der Bildungsprozesse des Subjekts wie auch zur Begründung einer hermeneutischen Erziehungswissenschaft. Der Autor rekonstruiert die Grundannahmen dieses Theorie- und Forschungsprogramms sowie die darin angelegte wechselseitige Integration der Piagetschen Entwicklungspsychologie, der Freudschen Psychoanalyse und Meads soziologischer Erklärung von Prozessen der Individualisierung - eine Theoriestrategie, die zunehmend die sozialisationstheoretische Theoriediskussion - wenn auch mit unterschiedlichen Akzentsetzungen - prägt. Die Werkrekonstruktion führt exemplarisch in die systematischen Grundfragen einer sozialwissenschaftlichen Theorie der Bildungsprozesse des Subjekts ein.



Inhalt

I: Die Theorie der sozialen Konstitution des Subjekts in der Struktur der sozialisatorischen Interaktion.- 1. Die theorieprogrammatische Perspektive.- 2. Die Konzeptualisierung des sozialisationstheoretischen Erfahrungsgegenstandes.- 2.1 Die paradigmatische Bedeutung von Chomskys Theorie linguistischer Kompetenz.- 2.2 Die Übertragung des Kompetenz-Performanz-Para- digmas auf den sozialisationstheoretischen Gegenstandsbereich.- 2.3 Die Analyseebenen einer kompetenztheoretisch fundierten Sozialisationstheorie.- 2.4 Der metatheoretische Bezugspunkt der Analyse von Sozialisations- und Entwicklungsprozessen.- 3. Die soziologisch-strukturtheoretische Erklärung ontogenetischer Entwicklungsprozesse.- 3.1 Chomskys nativistische Erklärung des Spracherwerbs und deren Kritik.- 3.2 Die soziologische Ergänzung der Piagetschen Position eines interaktiven Konstruktivismus.- 3.3 Zwischenbetrachtung zur Aktualität von Oever- manns soziologischer Kritik an Piagets Äquilibra- tionstheorie.- 3.4 Sozialstrukturelle Entwicklungsbedingungen der Sprachverwendung und der sozialen Kognition.- 3.4.1 Soziale Strategien des Symbolgebrauchs.- 3.4.2 Soziale Deutungsmuster.- 3.5 Individuierung des Subjekts als Prozeß des Erkennens der eigenen Antriebsbasis.- 4. Oevermanns strukturtheoretisches Paradigma in soziali- sationstheoretischer Perspektive.- 4.1 Interaktionsstrukturelle Voraussetzungen der Bedeutungsentstehung und des Prozesses der Indivi- duierung.- 4.2 Das Konzept der latenten Sinnstrukturen in soziali- sationstheoretischer Perspektive.- 4.3 Die Einführung eines historisch-konkreten Strukturbegriffs im Paradigma des genetischen Strukturalismus.- 4.3.1 Konstitutionstheoretische Bestimmungen zum Konzept der objektiven bzw. latenten Bedeutungs- und Sinnstrukturen.- 4.3.2 Parameter der Sequentierung sozialer Abläufe.- 4.3.3 Die Historizität von Oevermanns Strukturbegriff.- 4.4 Das Strukturmodell familialer Interaktion.- II: Die strukturalhermeneutische Grundlegung der Sozialwissenschaften in der Methodologie der 'objektiven Hermeneutik'.- 5. Das methodologische Erklärungsproblem.- 6. Das Modell der Geltungsbegründung objektiv-herme- neutischer Sinnrekonstruktionen.- 6.1 Der grundlegende erkenntniskonstitutive Zirkel jeelicher Erfahrungswissenschaft und dessen for- scnungslogische Implikationen.- 6.2 Die Extrapolation der von Chomsky ausgehenden Architektonik von Kompetenztheorien auf den gesamten Gegenstandsbereich der Sozialwissenschaften.- 6.3 Forschungspraktische Alternativen zur Sicherung des Wissens um eeltende Regeln der Sozialität und des sozialen Handelns.- 7. Verfahrensprinzipien zur rekonstruktiven Bestimmung der Fallstrukturiertheit einer sozio-historischen Hand- lungs- bzw. Lebenspraxis.- 7.1 Extensive Sinnauslegung.- 7.2 Sequenzanalytische Vorgehensweise.- 7.3 Zur methodischen Inanspruchnahme von (theoretischem) Vorwissen.- 7.4 Die Grundprinzipien der Strukturgeneralisierung.- 7.5 Der Grenzfall pathologischer Handlungen.- 8. Verfahrensprinzipien zur Sicherung des Wissens um geltende Regeln im Falle strittiger Interpretationen.- Literatur.

Produktinformationen

Titel: Bildungsprozesse des Subjekts
Untertitel: Eine Rekonstruktion von Ulrich Oevermanns Theorie- und Forschungsprogramm
Autor:
EAN: 9783531130828
ISBN: 978-3-531-13082-8
Format: Kartonierter Einband
Herausgeber: VS Verlag für Sozialwissenschaften
Genre: Sozialwissenschaften allgemein
Anzahl Seiten: 236
Gewicht: 311g
Größe: H210mm x B148mm x T12mm
Jahr: 1997
Auflage: 1997

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