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Deformierte Lebensbilder

  • Fester Einband
  • 464 Seiten
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Die Studien und Texte zur Sozialgeschichte der Literatur (STSL)veröffentlichen seit 1975 herausragende literatur-, geschichts- und... Weiterlesen
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Beschreibung

Die Studien und Texte zur Sozialgeschichte der Literatur (STSL)veröffentlichen seit 1975 herausragende literatur-, geschichts- und kulturwissenschaftliche Arbeiten zur vornehmlich deutschen Literatur vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Schwerpunkt der literaturgeschichtlichen und theoretischen Abhandlungen sowie der Quellen- und Materialienbände ist das Verhältnis von literarischem Text und gesellschaftlich-historischem Kontext. Als maßgebliche Publikationsreihe einer seit den 1960er Jahren einflussreichen Sozialgeschichte der Literatur prägt STSL zugleich die literaturwissenschaftliche Diskussion über mögliche Austauschbeziehungen zwischen Literatur-, Geschichts- und Sozialwissenschaften.



Nach 1945 erschien auf dem deutschen Buchmarkt eine kaum überschaubare Fülle autobiographischer Publikationen. Die intensive Selbstreflexion führt zu einer Problematisierung der eigenen Biographie und in weiterer Konsequenz die Schriftsteller zu experimentellen Variationen des autobiographischen Erzählens: Erweiterungen des Erzählrepertoires, Montagetechnik, Variationen der Rahmenerzählung, fiktionale Elemente innerhalb der Autobiographie, Steigerung des Dokumentarismus. Es geht zunächst um die theoretische Rekonstruktion der zentralen Kategorien der Autobiographie (Fiktionalität, historiographische Erzählung, Biographie und Lebenslauf, autobiographisches Gedächtnis). Im Zentrum der Textanalyse steht die Konstruktion von Identität und Individualität, deren gemeinsames Zentrum das vitalistische Biographiemodell ist. Nur die dem Nationalsozialismus nahestehenden Autoren konstruieren ihr autobiographisches Ich als unproblematische Einheit. Alle anderen radikalisieren die Exklusion der modernen Individualität oder sie beschreiben die Zeit des Dritten Reiches als elementare Krise, die durch eine Konversion überwunden wird oder als Krise bestehen bleibt. Vor allem die Autoren des rechtskonservativen Lagers der Weimarer Republik führen eine fundamentale Auseinandersetzung mit dem eigenen Verschulden bis hin zum Eingeständnis ihres Scheiterns.



Inhalt
Aus dem Inhalt: Einleitung - Autobiographik nach 1945; Probleme der Autobiographieforschung / Theorieprobleme der literarischen Gattung Autobiographie: Fiktionalität; Das autobiographische Gedächtnis / Selbstbeschreibungssemantik: Identität und Individualität - Das völkische Ich; Das Ich als autonome Form; Problematische Identität; Das defizitäre Ich; Das Individuum am Nullpunkt / Die Einheit der individuellen Vielfalt: Das vitalistische Biographiemodell - Soziopolitische Orientierungen; Dichter und Literat; Unpolitisch und politisch / Autobiographie als Sprachkunstwerk. Poetik und Praxis: Zur Poetik der Autobiographie; Traditionen und Gattungsmuster; Bildparataxe und Lichtmetaphorik; Die fingierte Rahmenerzählung / Dokumentarismus und Fiktionalisierung: Fiktion im Dienst der Faktographie; Gespräche als Fiktivitätsindex / Fazit / Bibliographie / Register

Produktinformationen

Titel: Deformierte Lebensbilder
Untertitel: Erzählmodelle der Nachkriegsautobiographie (1945--1960)
Autor:
EAN: 9783484350748
ISBN: 978-3-484-35074-8
Format: Fester Einband
Herausgeber: De Gruyter
Genre: Allgemeine und vergleichende Sprach- und Literaturwissenschaft
Anzahl Seiten: 464
Gewicht: 839g
Größe: H236mm x B160mm x T30mm
Jahr: 2000
Auflage: Reprint 2015

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