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"Die altersgraue Legende"

  • Kartonierter Einband
  • 162 Seiten
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Leseprobe
Die Studie liest Thomas Manns Roman ,Der Erwählte' als kunstreligiösen Entwurf, der - unter Berücksichtigung psychologischer ... Weiterlesen
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Beschreibung

Die Studie liest Thomas Manns Roman ,Der Erwählte' als kunstreligiösen Entwurf, der - unter Berücksichtigung psychologischer Religionskritik und unter den Voraussetzungen der gesellschaftspolitischen Probleme im Nachkriegsdeutschland der 1950er Jahre - ein modifiziertes Christentum konstruiert. Basierend auf einem Vergleich mit Hartmanns von Aue Gregorius wird nachvollzogen, wie Mann in Auseinandersetzung mit seinem Prätext Elemente aus zeitgenössischen religionswissenschaftlichen, psychologischen und philosophischen Diskursen synkretistisch in diese Religion, deren Zentrum ihre Humanität ist, aufnimmt. Der Roman wird dabei im Kontext seines Werkzusammenhangs und unter Zuhilfenahme von Selbstaussagen und Egodokumenten des Autors als ein Instrument begriffen, mit dem der späte Thomas Mann seine religiöse Selbstverortung preisgibt und mit dem er zugleich seine kunstreligiöse Selbstinszenierung reguliert. Der Erwählte erscheint somit einerseits als positiver, optimistischer Gegenentwurf zum Doktor Faustus und andererseits als elementares Mittel der Autohagiographisierung Thomas Manns.

Autorentext

Hannah Rieger studierte Germanistik an der Universität Göttingen und ist wissenschaftliche Mitarbeiterin in der germanistischen Mediävistik an der Universität Kiel.



Klappentext

Die Studie liest Thomas Manns Roman ,Der Erwählte' als kunstreligiösen Entwurf, der - unter Berücksichtigung psychologischer Religionskritik und unter den Voraussetzungen der gesellschaftspolitischen Probleme im Nachkriegsdeutschland der 1950er Jahre - ein modifiziertes Christentum konstruiert. Basierend auf einem Vergleich mit Hartmanns von Aue Gregorius wird nachvollzogen, wie Mann in Auseinandersetzung mit seinem Prätext Elemente aus zeitgenössischen religionswissenschaftlichen, psychologischen und philosophischen Diskursen synkretistisch in diese Religion, deren Zentrum ihre Humanität ist, aufnimmt. Der Roman wird dabei im Kontext seines Werkzusammenhangs und unter Zuhilfenahme von Selbstaussagen und Egodokumenten des Autors als ein Instrument begriffen, mit dem der späte Thomas Mann seine religiöse Selbstverortung preisgibt und mit dem er zugleich seine kunstreligiöse Selbstinszenierung reguliert. Der Erwählte erscheint somit einerseits als positiver, optimistischer Gegenentwurf zum Doktor Faustus und andererseits als elementares Mittel der Autohagiographisierung Thomas Manns.

Produktinformationen

Titel: "Die altersgraue Legende"
Untertitel: Thomas Manns ,Der Erwählte' zwischen Christentum und Kunstreligion
Autor:
EAN: 9783826057144
ISBN: 978-3-8260-5714-4
Format: Kartonierter Einband
Herausgeber: Königshausen & Neumann
Genre: Deutschsprachige Sprach- und Literaturwissenschaft
Anzahl Seiten: 162
Gewicht: 258g
Größe: H236mm x B157mm x T15mm
Veröffentlichung: 27.08.2015
Jahr: 2015

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