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Unternehmensbewertung und Rechtsprechung

  • Kartonierter Einband
  • 288 Seiten
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Untemehmensbewertungen bereiten den meisten Juristen Alptraume; viele Richter neigen deshalb dazu, ihre Verantwortung fur die Wert... Weiterlesen
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Beschreibung

Untemehmensbewertungen bereiten den meisten Juristen Alptraume; viele Richter neigen deshalb dazu, ihre Verantwortung fur die Werthohe durch einen Ruckzug auf die "anerkannten Grundsatze der Betriebswirtschaftslehre" voll auf den Sachverstan digen zu uberwalzen. Damit werden indessen manche Sachverstandigen ubertordert: Es fehlt den Sachverstandigen oft das BewuBtsein, daB derartige Bewertungsfragen immer auch Rechtsfragen darstellen, also rechtsgerecht beantwortet werden sollen; es fehlt den Sachverstandigen aber gelegentlich auch die betriebswirtschaftliche Kompe tenz. Bewertungsfragen sind heute zur Angelegenheit von Spezialisten geworden; es ist langst nicht mehr so, daB etwa jeder Wirtschaftsprufer (oder gar jeder Hochschul lehrer fUr Betriebswirtschaftslehre) zu beliebigen Bewertungsfragen in sachverstandi ger Weise Stellung nehmen konnte. Ertahrung, ohnehin nicht immer vorhanden (insbe sondere nicht in Spezialbereichen), genugt hier nicht; es bedart deren intellektueller Bewaltigung, es bedart, was man keineswegs bei allen Okonomen voraussetzen dart, der Einsicht in grundlegende wirtschaftliche Zusammenhi:inge. Noch groBere Vorsicht ist hinsichtlich der Literatur geboten: Zwar gibt es viele solide Arbeiten, aber es finden sich noch mehr unsolide; Darstellungen von "anerkannten Bewertungsgrundsatzen der Betriebswirtschaftslehre" dart der Richter keineswegs blind vertrauen. Wenn sich Eitelkeit, wie so oft, mit Eigensinn paart, kommen wunderli che Bewertungsthesen zustande; ein Richter mit entsprechender Sensibilitat wird bei den hier gemeinten Beitragen freilich schon yom Sprachniveau her miBtrauisch wer den; bestimmte Stilmerkmale sind stets ein untrugliches Zeichen unzureichenden Sachverstands. Insofem gefahrlicher sind die zahllosen Arbeiten, die der Durchset zung bestimmter Eigeninteressen dienen; auf wenigen Gebieten werden so ungeniert Passagen aus Parteigutachten unter dem Signum objektiver Wahrheiten publiziert.

Inhalt

Problemstellung.- Erstes Kapital Schiedspreisermittlung in der Rechtsprechung.- A. Schiedspreisermittlung als Rechtsfrage.- I. Gesetzlich reglementierte Aufgaben der Unternehmensbewertung.- 1. Unternehmensbewertung zum Zwecke der Ermittlung einer angemessenen Abfindung.- a) Abfindungsvorschriften im Gesellschaftsrecht.- aa) Die Abfindungsregelungen des Personengesellschaftsrechtes.- bb) Die Abfindungsregelungen des Kapitalgesellschaftsrechtes.- b) Abfindungsvorschriften im Familienrecht.- c) Abfindungsvorschriften im Erbrecht.- d) Abfindungsvorschriften im Landwirtschaftsrecht.- 2. Unternehmensbewertung zum Zwecke der Entschädigungsberechnung.- a) Entschädigungsregelung im Enteignungsrecht.- b) Entschädigungsregelung im Wiedergutmachungsrecht.- 3. Unternehmensbewertung zum Zwecke der Geschäftswertermittlung im Steuerrecht.- 4. Entscheidungen zur Unternehmensbewertung, systematisiert nach den gesetzlichen Anspruchsgrundlagen.- II. Der volle Wertausgleich als Interpretätion des Angemessenheitspostulates durch das Bundesverfassungsgericht.- III. Von der Rechtsprechung entwickelte Grundkonzeption der vollen Abfindung.- 1. Akzentuierung der vollen Abfindung durch den BGH.- 2. Verweis auf die"anerkannten Grundsätze der Betriebswirtschaftslehre".- 3. Aus Gerechtigkeitserwagungen abgeleitete Anforderungen an die Bewertungsmethode.- a) Das Nachprüfbarkeitspostulat.- b) Der Typisierungsgrundsätz.- c) Das Gleichbehandlungsprinzip.- 4. Die von der Rechtsprechurig angewendeten Bewertungsmethoden.- a) Bewerturigsmethoden ohne Kalkulationszinsfuß.- aa) Orientierung am Börsenkurs.- bb) Orientierung am Substanzwert (Teilreproduktionswert).- cc) Orientierung am Liquidationswert.- b) Bewertungsmethoden mit Kalkulationszinsfuß.- aa) Orientierung an kombinierten Substanz- und Ertragswertmethoden.- bb) Das Primat des Ertragswertes in der jüngeren Rechtsprechung.- 5. Entscheidungen zur Unternehmensbewertung, systematisiert nach den zugrundeliegenden Bewertungsmethoden.- IV. Die substanzwertorientierte Abfindungsregelung in Gesellschaftsvertragen.- 1. Motive für substanzwertorientierte Abfindungsklauseln.- 2. Der Grad der Zielerreichung mit einer Abfindung zum Substanzwert.- a) Das Ziel der Praktikabilität und Rechtssicherheit der Abfindungsbemessung.- b) Das Ziel der Bestandssicherung der Unternehmung.- B. Schiedspreisermittlung in ökonomischer Betrachtungsweise.- I. Die Unmaßgeblichkeit eines "objektiven" Unternehmenswertes.- II. Der Unternehmenswert als subjektive Größe.- 1. Nichtfinanzielle Determinanten des Unternehmenswertes.- 2. Bewertung finanzieller Zielrealisierungsmöglichkeiten durch den Zukunftserfolgswert.- a) Offenlegung der unsicheren Entnahmeerwartungen.- b) Ermittlung des unsicherheitsaquivalenten Vergleichsobjektes.- III. Das Problem der Schiedspreisermittlung als Folge divergierender Grenzpreise von Käufer und Verkäufer.- 1. Ursachen von Grenzpreisdifferenzen.- 2. Moglichkeiten einer Aufteilung von Grenzpreisdifferenzen.- a) Aufteilung eines gemeinsamen Gewinnes.- b) Aufteilung eines gemeinsamen Verlustes.- IV. Schiedspreisermittlung unter Berucksichtigung der Objektivierungsrestriktion.- Zweites Kapitel Die Rechtsprechung zu dem bei Unternehmensbewertungen anzusetzenden Kapitalisierungssätz.- A. Funktion des Kapitalisierungssatzes.- B. Die Bestimmung des Kapitalisierungssätzes.- I. Der interne Zinsfuß der günstigsten Alternativanlage als Idealgroße.- 1. Die Maßgeblichkeit des internen Zinsfußes.- 2. Ermittlungsprobleme unter dem Gesichtspunkt des Nachprufbarkeitserfordernisses.- II. Versuch der Approximation durch Rückgriff auf typisierte Kapitalisierungssätze.- 1. Die Forderung der Rechtsprechung nach Ermittlung eines,,rechtsgerechten" Kapitalisierungssatzes.- 2. Die durchschnittliche Rendite branchengleicher Unternehmungen.- 3. Die durchschnittliche Aktienrendite.- 4. Der landesübliche Zinssätz.- a) Der landesubliche Zinssätz als quasi-sicherer Basiszins.- aa) Vorteile des landesüblichen Zinssatzes.- bb) Probleme der Begriffsbestimmung.- ?) Die Ableitung des landesüblichen Zinsfußes.- ?) Normierung des landesüblichen Zinsfußes im Sinne einer sachlichen Durchschnittsbildung.- cc) Problem der Stichtagsobjektivierung.- ?) Inhalt des Stichtagsprinzips.- ?) Objektivierungsfunktion des Stichtagsprinzips.- ?) Begründung der Entobjektivierung im Sinne einer zeitlichen Durchschnittsbildung.- ?) Normierung einer zeitlichen Durchschnittsbildung.- b) Äquivalenzprobleme.- aa) Erfassung des Risikos.- ?) Das allgemeine und das spezielle Unternehmensrisiko.- (1) Trennung zwischen dem allgemeinen und dem speziellen Unternehmensrisiko.- (2) Begründung eines das allgemeine Unternehmensrisiko berücksichtigenden Risikozuschlages.- (3) Einfluß der Risikoneignung auf den Risikozuschlag.- ?) Das Risiko eines geringeren Liquiditätsgrades.- bb) Erfassung der Geldentwertung.- ?) Beachtung der Maßstabsadäquanz der Bewertung.- (1) Das Postulat kaufkraftmäßiger Vergleichbarkeit.- (2) Möglichkeit der Realrechnung.- (3) Möglichkeit der Nominalrechnung.- (4) Anwendung der Nominal- bzw. der Realrechnung in der Rechtsprechung.- ?) Begründung eines Geldentwertungsabschlages.- (1) Rechtfertigung eines Geldentwertungsabschlages mit dem Bedürfnis nach Konventionalisierung der Inflationsberucksichtigung.- (2) Umrechnung des nominalen Kapitalzinses in einen Realzins.- (3) Unternehmensspezifische Möglichkeiten der Überwälzung von Kostensteigerungen.- (4) Der Charakter der Unternehmensbeteiligung als geldwertstabile Sachanlage.- ?) Möglichkeit eines real negativen Zinssatzes.- (1) Negativer Kapitalzins nach Berücksichtigung der Inflation und der Steuerbelastung.- (2) Negativer Kapitalzins bei Vollüberwalzung der Inflationseinflüsse im Unternehmensertrag.- (3) Negativer Kapitalzins bei Teilüberwalzung der Inflationseinflusse im Unternehmensertrag.- ?) Gemeinsamer Ansätz von Risikozuschlag und Geldwertungsabschlag.- cc) Erfassung des Unternehmerlohnes.- dd) Erfassung der Steuern.- ?) Erfassung der Einkommen- und Körperschaftsteuer.- (1) Einkommensteuer auf die Gewinnanteile aus dem Bewertungsobjekt und auf die Alternativanlage.- (2) Einkommensteuer auf den Veräußerungsgewinn.- (3) Die Körperschaftsteuer.- ?) Erfassung der Vermögensteuer.- C. Entscheidungen zu dem bei Unternehmensbewertungen anzusetzenden Kapitalisierungssatz in der Rechtsprechung.- Thesenförmige Zusammenfassung.- Verzeichnis der Gesetze, Richtlinien, Verordnungen und Bundestags-Drucksachen.- Rechtsprechungsverzeichnis.- I. BVerfG-Entscheidung.- II. BGH-Entscheidungen.- III. OLG-Entscheidungen.- IV. LG-Entscheidungen.- V. BFH-Entscheidungen.- VI. FG-Entscheidungen.

Produktinformationen

Titel: Unternehmensbewertung und Rechtsprechung
Autor:
EAN: 9783409133333
ISBN: 978-3-409-13333-3
Format: Kartonierter Einband
Herausgeber: Gabler Verlag
Genre: Allgemeines & Lexika
Anzahl Seiten: 288
Gewicht: 502g
Größe: H244mm x B170mm x T15mm
Jahr: 1987
Auflage: 1987

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