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Clavis Scientiae

  • Fester Einband
  • 312 Seiten
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Die Reihe Studien zur deutschen Literatur präsentiert herausragende Untersuchungen zur deutschsprachigen Literatur von der Frühen ... Weiterlesen
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Beschreibung

Die Reihe Studien zur deutschen Literatur präsentiert herausragende Untersuchungen zur deutschsprachigen Literatur von der Frühen Neuzeit bis zur Gegenwart. Offen besonders auch für komparatistische, kulturwissenschaftliche und wissensgeschichtliche Fragestellungen, bietet sie ein traditionsreiches Forum für innovative literaturwissenschaftliche Forschung.

In der diachronen Studie werden Texte vom 17. bis zum 20. Jahrhundert untersucht, mit dem Ziel, die literarische Verschlüsselung als eine Form der Vermittlung von Faktizität und Fiktionalität im größeren Kontext zweier kultureller Praktiken, der kabbalistisch inspirierten Steganographie sowie der Kryptographie, zu erfassen. Am höfisch-historischen Roman (u.a. M. Opitz/J. Barclay, "Argenis"; Anton Ulrich von Braunschweig und Lüneburg, "Die römische Octavia") wird der Verlauf der referentialisierenden Lektüre untersucht. Im 18. Jahrhundert verbindet sich das 'Prinzip Schlüssel' mit der Satire bzw. dem Pasquill (Chr.F. Hunold, "Satyrischer Roman", Chr.M. Wieland, "Die Geschichte der Abderiten"). Entschlüsselnde Lektüre entfaltete sich im Rezeptionsprozeß der "Leiden des jungen Werthers" mit unerwarteter Direktheit. Die Rolle der Zensur für das Weiterbestehen des 'Prinzips Schlüssel' läßt sich an E.T.A. Hoffmanns Märchen "Meister Floh" zeigen; an Klaus Manns "Mephisto" erweist sich, wie das Konzept gegen den Roman instrumentalisiert werden konnte. Thomas Mann, der in allen Phasen seines Werkes mit dieser Lektüre auf Modelle und Vorbilder hin konfrontiert wurde (untersucht werden "Buddenbrooks" und "Doktor Faustus"), reagierte nicht nur mit Verteidigungen ("Bilse und ich") und wenig zutreffender Abwehr (als er sein narratives Prinzip im "Doktor Faustus" als Montage beschrieb), sondern auch mit ironischer Gegenwehr: In "Lotte in Weimar" inszenierte er die Entschlüsselungslust der Werther-Zeitgenossen wie der späteren Philologen. Die Einzeluntersuchungen laufen darauf zu, die Referentialisierung als legitime Form der Lektüre

Autorentext
Gertrud M. Rösch ist Professorin für Deutsch als Fremdsprache an der Universität Heidelberg.

Produktinformationen

Titel: Clavis Scientiae
Untertitel: Studien zum Verhältnis von Faktizität und Fiktionalität am Fall der Schlüsselliteratur
Autor:
EAN: 9783484181700
ISBN: 978-3-484-18170-0
Format: Fester Einband
Herausgeber: De Gruyter
Genre: Allgemeine und vergleichende Sprach- und Literaturwissenschaft
Anzahl Seiten: 312
Gewicht: 618g
Größe: H230mm x B155mm x T22mm
Jahr: 2004
Auflage: Reprint 2013