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Gefühlskultur in der bürgerlichen Aufklärung

  • Fester Einband
  • 284 Seiten
Die Frühe Neuzeit hat in den Geschichts- und Kulturwissenschaften ein eigenes Profil gewonnen. Die Buchreihe Frühe Neuzeit dient d... Weiterlesen
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Beschreibung

Die Frühe Neuzeit hat in den Geschichts- und Kulturwissenschaften ein eigenes Profil gewonnen. Die Buchreihe Frühe Neuzeit dient der Grundlagenforschung in Gestalt von Editionen, Monographien und Sammelbänden. Sie strebt nicht die großräumige Überschau an, die vorschnelle Synthese oder prätentiöse Konstruktion, sondern nimmt den Umweg über die Arbeit am Detail und die Erkundung verschütteter Traditionszusammenhänge. Ein besonderer Akzent liegt auf Untersuchungen, welche die Grenzen der Fachdisziplin überschreiten.

In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts kam es zu einer gefühlsästhetisch motivierten Opposition gegen den "kalten" Rationalismus Gottschedscher Prägung. Unter Rückgriff auf antike und humanistische Konzepte von Liebe, Freundschaft und Gefühl sowie im Anschluß an medizinisch-anthropologische Theoreme zum Sensualismus entfaltete sich nach 1740 ein Schrifttum, das traditionell durch Zuschreibungen wie "Gefühlskultur" und "Empfindsamkeit" klassifiziert wird. In 14 Einzelstudien gehen die Beiträger dieses Sammelbandes Konzepten empfindsamer Geselligkeit nach, untersuchen einschlägige Beispiele aus unterschiedlichen literarischen Gattungen und setzen sich mit der zeitgenössischen Rezeption der Gefühlskultur auseinander.

Autorentext
Achim Aurnhammer, Professor für Neuere deutsche Literaturgeschichte an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Forschungsschwerpunkte: Italienisch-deutsche Literaturbeziehungen, Antikerezeption, Frühe Neuzeit und Klassische Moderne. Robert Seidel ist Dozent am Institut für Germanistik an der Goethe-Universität Frankfurt am Main.

Inhalt

Inhalt: Kevin F. Hilliard, Die "Baumgartensche Schule" und der Strukturwandel der Lyrik in der Gefühlskultur der Aufklärung. - Katrin Kohl, Metaphorik des Schreibens und Lesens um 1770. - Christian von Zimmermann, Verinnerlichung der Trauer: Publizität des Leids. Gefühlskultur, Privatheit und Öffentlichkeit in Trauertexten der bürgerlichen Aufklärung. - Robert Seidel, Der empfindsame Freundschaftsbrief und die humanistische Tradition. - Achim Aurnhammer, Der Lorenzo-Orden. Ein Kult empfindsamer Freundschaft nach Laurence Sterne. - Walter Hettche, Geselligkeit im Göttinger Hain. - Ferdinand van Ingen, Der Liebesabschied zwischen Zärtlichkeit und Sentimentalität. - Barbara Becker-Cantarino, Reliquien empfindsamer Freundschaft: Sophie von La Roche, Julie Bondeli und die Schweiz. - Eda Sagarra, Zur Kultur der Umgangsformen junger Frauen in der Aufklärung: Therese Heynes Jugendbriefe. - Marie-Theres Federhofer, Persiflage. Wielands Konzept einer "antisentimentalischen" Literatur am Beispiel des »Neuen Amadis«. - François Genton, Weinende Männer. Zum Wandel der Empfindsamkeit im 18. Jahrhundert. - Dieter Martin, Pygmalions Glück und Krise. Ein Wunsch- und Warnbild empfindsamer Liebe. - Elena Agazzi, Die Alpen-Idylle im deutsch-dänischen Freundeskreis um 1800 zwischen literarischer Tradition und Krise des Genres. - Rüdiger Nutt-Kofoth, Weimarer Klassik und Empfindsamkeit: Aspekte einer Beziehung. Mit einigen Überlegungen zum Problem von Epochenbegriffen.

Produktinformationen

Titel: Gefühlskultur in der bürgerlichen Aufklärung
Editor:
EAN: 9783484365988
ISBN: 978-3-484-36598-8
Format: Fester Einband
Herausgeber: De Gruyter
Genre: Deutschsprachige Sprach- und Literaturwissenschaft
Anzahl Seiten: 284
Gewicht: 629g
Größe: H230mm x B155mm x T25mm
Jahr: 2004
Auflage: Reprint 2011

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