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Ars Romana

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  • 397 Seiten
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Die Vorstellung, dass 'fides' der Maßstab politischer Ethik zu sein hat, wird von vielen römischen Autoren transportiert. Der Hist... Weiterlesen
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Beschreibung

Die Vorstellung, dass 'fides' der Maßstab politischer Ethik zu sein hat, wird von vielen römischen Autoren transportiert. Der Historiker Livius bezeichnet daher die List als die am wenigsten römische Kunst , 'ars minime Romana'. Doch die Kultur der Römer, die sich an so vielen Werten zu orientieren scheint, hat möglicherweise gerade deswegen einen gesteigerten Bedarf an listigen Handlungsoptionen. Die List hat das Potenzial, Regeln zu unterlaufen ohne sie preiszugeben und genau dadurch ist sie für die Römer so wertvoll. Besonders die jungen Männer haben in Rom die Lizenz listig zu handeln und können mit dieser Lizenz den römischen Staat aus mancher politischen Verlegenheit befreien. In der vorliegenden Studie wird das Motiv der List vor allem in der augusteischen Literatur untersucht: der Geschichtsschreibung, der Liebeselegie und dem Epos. 'Virtus' und 'dolus', der alte Dualismus, erscheint so in immer neuen Varianten und wird zum Teil in überraschender Weise aktualisiert: im Krieg, in der Liebe und schließlich sogar im Rahmen eines kosmischen Weltverständnisses. (Der Autor ist Preisträger des Heidelberger Förderpreises für klassisch-philologische Theoriebildung 2007)

Klappentext

Die Vorstellung, dass 'fides' der Maßstab politischer Ethik zu sein hat, wird von vielen römischen Autoren transportiert. Der Historiker Livius bezeichnet daher die List als die am "wenigsten römische Kunst", 'ars minime Romana'. Doch die Kultur der Römer, die sich an so vielen Werten zu orientieren scheint, hat möglicherweise gerade deswegen einen gesteigerten Bedarf an listigen Handlungsoptionen. Die List hat das Potenzial, Regeln zu unterlaufen ohne sie preiszugeben und genau dadurch ist sie für die Römer so wertvoll. Besonders die jungen Männer haben in Rom die Lizenz listig zu handeln und können mit dieser Lizenz den römischen Staat aus mancher politischen Verlegenheit befreien. In der vorliegenden Studie wird das Motiv der List vor allem in der augusteischen Literatur untersucht: der Geschichtsschreibung, der Liebeselegie und dem Epos. 'Virtus' und 'dolus', der alte Dualismus, erscheint so in immer neuen Varianten und wird zum Teil in überraschender Weise aktualisiert: im Krieg, in der Liebe und schließlich sogar im Rahmen eines kosmischen Weltverständnisses. (Der Autor ist Preisträger des "Heidelberger Förderpreises für klassisch-philologische Theoriebildung" 2007)



Zusammenfassung
Die Vorstellung, dass 'fides' der Maßstab politischer Ethik zu sein habe, wird von vielen römischen Autoren transportiert. Der Historiker Livius bezeichnet daher die List als die am "wenigsten römische Kunst", 'ars minime Romana'. Doch die Kultur der Römer, die sich an so vielen Werten zu orientieren scheint, hat möglicherweise gerade deswegen einen gesteigerten Bedarf an listigen Handlungsoptionen entwickelt. Der List eignet das Potenzial, Regeln zu unterlaufen, ohne sie preiszugeben, und genau dadurch ist sie für die Römer so wertvoll. Besonders die jungen Männer haben in Rom die Lizenz listig zu handeln und können mit dieser Lizenz den römischen Staat aus mancher politischen Verlegenheit befreien. In der vorliegenden Studie wird das Motiv der List vor allem in der augusteischen Literatur untersucht: der Geschichtsschreibung, der Liebeselegie und dem Epos. 'Virtus' und 'dolus': der alte Dualismus erscheint so in immer neuen Varianten und wird zum Teil in überraschender Weise aktualisiert: im Krieg, in der Liebe und schließlich sogar im Rahmen eines kosmischen Weltverständnisses. (Der Autor ist Preisträger des "Heidelberger Förderpreises für klassisch-philologische Theoriebildung" 2007)

Produktinformationen

Titel: Ars Romana
Untertitel: List und Improvisation in der augusteischen Literatur
Autor:
EAN: 9783825354763
ISBN: 978-3-8253-5476-3
Format: Fester Einband
Herausgeber: Universitätsvlg. Winter
Genre: Klassische Sprach- und Literaturwissenschaft
Anzahl Seiten: 397
Gewicht: 735g
Größe: H242mm x B168mm x T32mm
Jahr: 2009

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